Donnerstag, 12. November 2015

Gelesen: "Selbst wenn du mich belügst" von Jessica Alcott



-          Gebundene Ausgabe: 416 Seiten 
-          Verlag: cbt (31. August 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3570163849 
-          ISBN-13: 978-3570163849 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren 
-          Originaltitel: Even when you lie to me




Eine Liebe, die nicht sein darf
Die 17-jährige Charlie fühlt sich nicht besonders wohl in ihrer Haut. Ganz anders als ihre hübsche und überall beliebte Freundin Lila steht sie nicht gerne im Mittelpunkt. Lieber vergräbt sie sich mit ihren Büchern. Keiner versteht sie und schon gar nicht ihre Mutter – findet Charlie. Doch dann kommt der neue Englischlehrer Mr Drummond an die Schule und bringt die Mauern von Charlies Welt ins Wanken. Mr Drummond ist klug, witzig, sexy und der Einzige, der wirklich begreift, was Charlie bewegt. Und sieht er sie nicht manchmal ganz seltsam an? Aus Nähe wird Liebe. Eine Liebe, die nicht sein darf. Bis zu dem schicksalhaften Tag, an dem Charlie achtzehn wird und beschließt, alle Tabus zu brechen.
(Quelle: cbt)


Charlie ist 17 Jahre alt und im letzten High-School Jahr. Sie fühlt sich eher unscheinbar, lebt für sich quasi wie ein Aschenputtel. Ihr Selbstbewusstsein ist gleich Null. Ihre Freundin Lila versucht sie immer wieder mitzureißen, allerdings ohne Erfolg.
Als Charlie eher gezwungenermaßen am Schulprojekt „Schülerzeitung“ teilnimmt, das vom beliebten und attraktiven Lehrer Mr. Drummond geleitet wird beginnt für sie eine aufregende aber auch verwirrende Zeit. Charlie verliebt sich in den Lehrer, der sie als einziger wirklich ernst nimmt und versteht. Sie richtet ihr Leben nur noch nach ihm aus. Doch kann das wirklich funktionieren?

Der Jugendroman „Selbst wenn du mich belügst“ stammt von der Autorin Jessica Alcott. Es ist das Debüt der Autorin und ich war gespannt auf die Geschichte, die mich hier zwischen den Buchdeckeln erwarten würde.

Charlie ist hier die Protagonistin. Ich muss leider zugeben ich hatte Probleme mit ihr, mich auf sie einzulassen. Sie wird zwar gut beschrieben, wirkt authentisch aber irgendwas fehlte mir an ihr. Ich fand kaum Zugang, konnte nicht zu ihr durchdringen.

Leider bleiben auch die anderen Charaktere eher unscheinbar und blass. Es gibt hier kaum jemanden der wirkliche Sympathien erhaschen kann. Egal ob man Charlies Freundin Lila nimmt oder auch Mr. Drummond, keine konnte mich für sich gewinnen. Das war schon ziemlich schade.

Der Schreibstil der Autorin ist toll. Sie schreibt flüssig und gut. Wenn ich auf das gesamte Buch blickte ist der Stil wirklich das einzig wirklich Tolle am Buch.
Die Handlung ist nicht neu, man kennt sie, erhofft sich aber irgendwie doch neue Dinge. Leider aber blieben diese aus. Der Anfang ist noch gut, man lernt alle Figuren kennen. Dann aber folgt leider eine ziemlich langwierige Geschichte. Jessica Alcott verliert sich zum Teil in sehr langen Beschreibungen. Man dreht sich immer wieder im Kreis, kommt kaum voran.
Erst gen Ende kommen interessante Dinge ins Geschehen. Die eigentliche Handlung spielt sich hier quasi zum Ende hin, auf den letzten ca. 60 Seiten ab. Vorher geschieht kaum etwas.

Das Ende hat mich auch nicht ganz überzeugen können. Kommt vorher so etwas wie Spannung auf macht das Buch zum Ende hin regelrecht schlapp, ist mit einem Schlag vorbei. Es wirkt realistisch keine Frage aber als Leser wird man quasi alleine gelassen mit dem was passiert ist.


Kurz gesagt ist „Selbst wenn du mich belügst“ von Jessica Alcott ein Jugendroman, der nicht halten kann was er verspricht.
Hier steht ein guter Stil der Autorin einer Protagonistin gegenüber, die zwar authentisch wirkt, mich aber nicht wirklich für sich gewinnen konnte. Auch in der Handlung, die sich leider sehr oft im Kreis dreht, habe ich neue Dinge vermisst.
Potential ist hier sicherlich reichlich vorhanden, es wurde nur leider kaum genutzt.
Sehr Schade!


Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!

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