Samstag, 14. November 2015

Gelesen: "Solitaire" von Alice Oseman



-          Gebundene Ausgabe: 368 Seiten 
-          Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (21. August 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3423761199 
-          ISBN-13: 978-3423761192 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre 
-          Originaltitel: Solitaire




Die sechzehnjährige Tori Spring hat das Gefühl, dass sie sich zwischen Weltschmerz, Erfolgsdruck, dem Zwang, ihre Zukunft planen, sich selbst finden und jetzt eigentlich die beste Zeit ihres Lebens haben zu MÜSSEN, verliert. Dass sie kurz davor ist, zu zerbrechen an der Gleichgültigkeit der Welt. Dass sich daran auch im neuen Jahr nichts ändern, dass wieder nichts passieren wird. Und dann passiert doch etwas: Tori trifft auf Michael Holden. Eigentlich verkörpert Michael mit seinem Enthusiasmus und der schwarzen Hipster-Brille all das, was Tori verachtet, und dennoch ist sie fasziniert von seiner überschäumenden Lebensfreude und seiner Neugier auf die Welt. Und es gibt Solitaire, eine anonyme Schülergruppe, die seit Kurzem Toris Schule in Atem hält. Anders als alle anderen fragt Tori sich, was und wer wirklich hinter Solitaire steckt.
(Quelle: dtv Verlagsgesellschaft)


Nach den Ferien ist der erste Schultag immer etwas Besonderes. Normale Teenager machen sich Gedanken darüber was sie anziehen oder wie sie sich stylen. Tori aber ist all das ziemlich egal. Dann aber stellt sich auch für sie der erste Schultag nach den Winterferien als besonders heraus. Ihr ehemaliger bester Freund Lucas Ryan ist auf ihre Schule gewechselt. Außerdem lernt Tori noch Michael Holden, einen sehr merkwürdig aber dennoch interessant wirkenden Jungen kennen, der auch auf ihre Schule gewechselt ist. Dann findet Tori auch noch eine Spur von Post-Ist und so stößt sie auf einen leeren Blog mit Namen Solitaire. Wem gehört dieser Blog? Was hat er zu bedeuten?
Tori ahnt noch nicht das ihr Leben nun um einiges aufregender wir als noch vor den Ferien …

Der Jugendroman „Solitaire“ stammt von der Autorin Alice Oseman. Es ist das Debüt der Autorin, sie hat es mit 17 Jahren geschrieben. Vom außergewöhnlichen Cover angesprochen war ich hier neugierig auf den Inhalt.

Tori ist 16 Jahre alt und sie zieht sich immer mehr zurück. Lieber verbringt sie ihre Zeit mit Filmen, die das wahre Leben zeigen. Auf mich wirkte Tori ziemlich depressiv, sie findet alles eigentlich nur mies und nicht schön. Es gab Momente da mochte ich Tori aber diese Moment sind leider rar gesät. Zu den anderen Zeiten konnte ich kaum etwas von Toris Taten wirklich nachvollziehen, was ich sehr schade fand.
Michael war auch so jemand bei dem ich nicht ganz wusste wie ich ihn nehmen sollte. Er macht zudem eine Wandlung durch die nicht ganz nachvollziehbar war, leider.

Auch die anderen Charaktere konnte mich nicht wirklich für sich gewinnen. Sie wirkten auf mich eintönig und sehr blass.

Der Schreibstil der Autorin ist, wenn man bedenkt, dass es ihr erster Roman war, wirklich gut. Man kommt gut durch die Geschichte und alles ist gut zu verstehen.
Die Handlung hätte so schön sein können. Die Idee dahinter ist vielleicht nicht neu aber sie hat ihren Reiz. Es geht hier ums Bloggen, ums Internet generell. Es wirkt aber irgendwie nicht authentisch, nicht so glaubhaft wie es vielleicht gewollt ist.
Hinzu kommt dann gen Ende eine Wendung im Geschehen, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte.

Das eigentliche Ende ist an und für sich gut. Allerdings fehlte mir auch hier etwas. Es wirkte ein wenig unfertig, jegliche Erklärung, die man vielleicht zum Verständnis gebraucht hat, fehlt.


Insgesamt gesehen ist „Solitaire“ von Alice Oseman ein Jugendroman, der gut hätte sein können.
Abgesehen vom ganz guten Stil der jungen Autorin gibt es hier eine Protagonistin, mit der ich nicht so wirklich warm wurde und eine Handlung, die ein wenig zu gewollt auf mich wirkte. Potential ist hier klar vorhanden, Alice Oseman nutzt es leider aber nicht komplett.
Schade!


Ich danke dem Verlag für das Leseexemplar!

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