Mittwoch, 30. Dezember 2015

Gelesen: "Wie ein fernes Lied" von Micaela Jary



-          Taschenbuch: 544 Seiten 
-          Verlag: Piper Taschenbuch (10. August 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3492306136  
-          ISBN-13: 978-3492306133





Hamburg,1939: Verzweifelt sieht Marga dem Zug hinterher, mit dem ihr Jugendfreund Michael in die Ferne reist. Seit sie denken kann, ist sie in den jüdischen Klarinettisten verliebt, zahllose Stunden verbrachte sie mit ihm in den Tanzlokalen der Hamburger Swingjugend. Obwohl seine Herkunft ihn zur Emigration nach Paris zwingt, ist Marga fest entschlossen, ihn wiederzusehen. Denn ihre Liebe ist wie ein Lied, das niemals verklingt. Doch in dessen süße Melodie mischen sich schon bald die kalten Klänge des Krieges ...
(Quelle: Piper Taschenbuch)


Hamburg im Jahr 1939:
Marga muss mit ansehen wie Michael, ihr jüdischer Jugendfreund, abreist. Für Marga bedeutet das sie ist alleine. Dabei war sie, seit sie denken kann, mit Michael in den Tanzlokalen der Swingjugend von Hamburg. Doch Michaels Herkunft zwingt ihn nach Paris zu gehen. Marga aber will ihn wiedersehen, komme was wolle. Sie liebt Michael und das kann auch das Grauen des Krieges nicht ändern …

Der historische Roman „Wie ein fernes Lied“ stammt von der Autorin Micaela Jary. Für mich war dies nicht das erste Buch der Autorin, ich kenne bereits andere Werke von ihr. Bisher hat sie mich begeistern können, dementsprechend hoch waren daher hier meine Erwartungen.

Marga ist eine starke junge Frau, die mit dem Krieg zurechtkommen muss. Marga liebt die Musik sehr, sie ist Sängerin. Marga liebt aber auch ihren Freund Michael, den jüdischen Klarinettisten. Ich mochte Marga, da sie nicht aufgibt obwohl ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt werden.
In der Gegenwart ist Andrea die Protagonistin. Sie ist Studentin und versucht sich durch Musikengagements über Wasser zu halten. Andrea hat es nicht immer wirklich leicht, sie gibt aber ebenso nicht auf, sondern beißt sich durch.

Die Nebenfiguren, wie Michael, der aufgrund seiner Abstammung ins Ausland musste, haben mir auch gut gefallen. Micaela Jary hat sie gut beschrieben, ich konnte sie mir gut vorstellen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich sehr angenehm leicht lesen. Je weiter ich in der Geschichte vorankam, desto mehr war ich gefangen im Geschehen.
Es gibt hier zwei Handlungsstränge. Zum einen den der Vergangenheit während des 2. Weltkriegs, wo sich alles um Marga und Michael dreht. Und dann den der Gegenwart, mit Andrea als Protagonistin. Micaela Jary hat es hier sehr gut geschafft und immer wieder Verbindungen zwischen den beiden Strängen hergestellt. Letztlich werden die beiden Stränge wunderbar miteinander verwoben und es kommt quasi der „Aha“ – Effekt, wie alles zusammenhängt.
Die Handlung ist sehr musikalisch angehaucht, da sowohl Marga als auch Andrea sehr musikalisch sind. Man bekommt als Leser einen sehr guten Einblick in die Zeit des Krieges, wie es damals wirklich war. Micaela Jary hat hier wirklich sehr gut recherchiert und alles nachvollziehbar und verständlich ins Geschehen eingebaut. Aber auch in der Gegenwart ist alles gut zu verstehen. Hier lernt man als Leser sehr viel über den familiären Hintergrund von Andrea.
Spannung war auch im Buch vorhanden. Diese zog, je weiter ich im Buch vorankam, immer mehr an und ich konnte mich dem Gefühl, welches das Buch in mir aufgelöst hat nicht mehr entziehen. Ich wollte einfach wissen wie es weitergeht, wie alles zusammenhängt und letztlich dann endet.

Das Ende hat mir dann persönlich sehr gut gefallen. Es passt hier ganz wunderbar zur gesamten Geschichte, es fügt sich alles zusammen und ich habe das Buch zufrieden zur Seite gelegt.


Insgesamt gesehen ist „Wie ein fernes Lied“ von Micaela Jary ein gelungener historischer Roman, der die Zeit des Krieges integriert.
Die sehr schön ausgearbeiteten Charaktere, der flüssige Stil der Autorin und eine Handlung, die hier auf zwei Ebenen erzählt wird, viel Musik beinhaltet und zunehmend spannender wird, haben mich hier begeistert und überzeugt.
Unbedingt zu empfehlen!


Ich danke Verlag und Autorin für das bereitgestellte Buch im Rahmen der Blogtour!


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