Dienstag, 29. Dezember 2015

Gelesen: "Wir sind unsichtbar" von Maike Stein



-          Broschiert: 192 Seiten 
-          Verlag: Oetinger Taschenbuch (1. Dezember 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3841503098 
-          ISBN-13: 978-3841503091 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre 




Wenn du mich wirklich liebst ...
Sie kribbelt wunderbar. Sie lässt den Himmel noch blauer aussehen. Sie gibt einem das Gefühl, Berge versetzen zu können – die erste Liebe! Und Valeska könnte ganze Gebirge verrücken! Nicht so Inken, ihre neue feste Freundin. Nicht mal einen kleinen Stein möchte sie ins Rollen bringen, denn niemand soll wissen, dass Inken lesbisch ist. Ihre Liebe soll unsichtbar bleiben. Um Inken zuliebe die Beziehung geheim zu halten, verstrickt sich Valeska immer mehr in Lügen, bis sie eine Entscheidung treffen muss: für oder gegen Inken.
(Quelle: Oetinger Taschenbuch)


Valeska ist lesbisch und sie steht auch dazu. In ihrem Umfeld wissen es alle und sie akzeptieren sie so wie sie ist. Bis auf ihre Mutter, die hat Valeska, nachdem sie es erfahren hat, rausgeschmissen. Als Valeska Inken kennenlernt verliebt sie sich in sie. Und auch Inken fühlt sich zu Valeska hingezogen. Doch ihr ist es unangenehm, sie will nicht, dass es jemand erfährt. Also wollen es die beiden geheim halten. Doch für Valeska ist das nicht einfach, da sie es nicht mal ihrer besten Freundin erzählen kann.
Aber warum will Inken nicht das es jemand erfährt? Und kann Valeska mit der Situation umgehen oder gibt sie die Beziehung auf?

Der Jugendroman „Wir sind unsichtbar“ stammt aus der Feder der Autorin Maike Stein.  Für mich war dies das erste Buch der Autorin und aufgrund des interessanten Themas war ich sehr gespannt auf die Umsetzung.

Valeska, die nur Leska genannt wird, ist 15 Jahre alt und in ihrer Umgebung weiß eigentlich jeder,  dass sie Mädchen liebt. Alle akzeptieren ihre sexuelle Bestimmung, nur ihre Mutter hat ein riesiges Problem damit. So sehr das Leska zu ihrem Vater ziehen musste. Um wirklich glücklich zu sein fehlt Leska nur noch eine Freundin, jemand der sie liebt. Mir gefiel Leska wirklich gut als Charakter. Sie wirkt auf mich echt, menschlisch und authentisch. Sie ist offen und ehrlich, was mir sehr gut gefallen hat.
Inken ist ganz anders als Leska. Sie hat eher Probleme damit zu ihrer Liebe zu stehen. Sie hat Angst. Warum, das wird erst nach und nach wirklich klar. Zu Beginn könnte hier im Kopf des Leser ein falsches Bild von Inken entstehen, man muss der Geschichte erst folgen um hinter ihre Fassade blicken zu können.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich leicht und flüssig lesbar. Maike Stein bringt hier die Gefühle ihrer beiden Protagonisten sehr gut rüber, lässt den Leser daran teilhaben. Immer wieder gibt es Blogeinträge von Leska, die ihre Situation verdeutlichen. Und es gibt zusätzlich noch kurze kursiv abgesetzte Passagen, die auch zur Geschichte beitragen.
Geschildert wird das Geschehen hauptsächlich aus Leskas Sichtweise. Hierfür hat sich Maike Stein der Ich-Perspektive bedient, so dass man als Leser eine noch bessere Bindung zu ihr aufbaut. Sie passt hier einfach total gut.
Die Geschichte selbst behandelt ein sehr brisantes und emotionales Thema, die Homosexualität bei Jugendlichen. Hier unter Mädchen. Dieses Thema ist mir, gerade eben in Jugendbüchern, noch nicht oft untergekommen. Maike Stein geht sensibel damit um, es wirkt nichts aufgesetzt.
Es geht aber auch um andere Themen, wie Ausgrenzung, Freundschaft und  auch Mobbing und Vorurteile. Diese gute Mischung macht das Buch hier aus.


Zusammenfassend gesagt ist „Wir sind unsichtbar“ von Maike Stein ein gelungenes Jugendbuch über ein doch brisantes und aktuelles Thema.
Die authentisch gestalteten Charaktere, der jugendlich leichte Stil der Autorin und eine Handlung, die emotional gestaltet ist und neben der Homosexualität bei Jugendlichen auch andere wichtige Themen anspricht, haben mich hier auf ganzer Linie überzeugt.
Klare Leseempfehlung!


Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar und die Leserunde!


1 Kommentar:

  1. Von dem Buch höre ich gerade zum ersten Mal, aber es ist gleich auf meine Wunschliste gewandert. Von Maike Stein habe ich bereits ein anderes Buch (Du oder sie oder beide) gelesen, was mir zwar ganz gut gefallen hat, allerdings vom Genre her (Mystery) nicht ganz mein Fall war. Dieses Buch klingt aber genau nach meinem Geschmack, daher hoffe ich, dass ich es bald lesen kann :)

    Liebe Grüße
    Chrisi

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