Freitag, 8. Januar 2016

Gelesen: "Ich sehe was, was du nicht liebst" von Heike Abidi



-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 1837 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 256 Seiten 
-          ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1503954528 
-          Verlag: Amazon Publishing (8. Dezember 2015)  
-          Sprache: Deutsch

Das Buch kaufen – Kindle
Das Buch kaufen – Taschenbuch



Marlene Winter ist eine glückliche Hausfrau. Jedenfalls glaubt sie das. Dass sie mit der Zeit immer mehr zur Sklavin ihres Ehemanns und ihrer verwöhnten Kinder mutiert, nimmt sie überhaupt nicht wahr. Als ein Wellnesswochenende mit ihrer Freundin bevorsteht, übermannt sie das schlechte Gewissen – und sie sagt kurzfristig ab. Man könnte glauben, ihr sei nicht mehr zu helfen. Doch das Schicksal meint es gut mit Marlene und startet einen letzten Versuch, sie zur Vernunft zu bringen. Einen ziemlich radikalen Versuch: Marlene löst sich in Luft auf. Sie wird urplötzlich unsichtbar. Was bedeutet, dass sie nicht nur zum Nichtstun verdammt ist, sondern auch dazu, mit anzuhören, was ihre Familie wirklich über sie denkt. Eine heilsame Rosskur, die ihr so einiges klar macht. Aber was hat sie nun von ihrer Erkenntnis, unsichtbar, wie sie ist?
(Quelle: amazon)


Marlene ist Hausfrau und Mutter von 3 Kindern. Außerdem kümmert sie sich noch nebenbei um die Buchhaltung für die Firma ihres Mannes. Sie macht einfach alles, ohne das sich ihre Familie mit kümmern müsste. Dabei aber denkt Marlene so gar nicht an sich selbst.
Als ein Wellnesswochenende mit ihrer Freundin ansteht drückt sie sich sogar davor. Immerhin kann sie ihre Familie doch nicht so einfach alleine lassen. Doch ganz plötzlich ist etwas anders, Marlene wird ohne Vorwarnung unsichtbar. Was im Haus passiert bekommt sie alles mit, nur sie kann nicht mehr eingreifen. Und was sie sich da anhören muss, ist zum Teil nicht von schlechten Eltern …

Der Roman „Ich sehe was, was du nicht liebst“ stammt von der Autorin Heike Abidi. Bisher kannte ich von der Autorin nur Jugendroman, umso neugieriger war ich auf diese Geschichte.

Marlene ist eine typische Hausfrau. Sie managt wirklich alles und jeden und nebenbei hilft sie ihrem Mann noch bei der Buchhaltung seiner Firma. Marlene ist perfekt und durchorganisiert, sie gibt sich vollkommen auf für ihre Familie. Allerdings wird sie nur ausgenutzt, was sie sehr lange nicht merkt. Als Marlene unsichtbar ist erfährt sie mehr als ihr lieb ist. Das alles aber öffnet ihr die Augen.
Marlenes Mann und ihre 3 Kinder sind Heike Abidi gut gelungen. Jeder hat seine Eigenarten, die Kinder sind altersgerecht gestaltet und man kann sie gut verstehen. Ja und der Mann, der merkt gar nicht wie sehr sich seine Frau aufopfert. Er ist oftmals bis spät am Abend im Büro, lässt Marlene mit allem alleine. Bis zu dem Tag ab dem er alles alleine managen muss.

Es gibt noch andere Figuren im Buch, wie die Schwiegermama / Oma oder auch dem Haushund, der seine Blase nicht wirklich kontrollieren kann. Auch sie konnte ich mir gut vorstellen.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig. Ich bin flott durch die Seiten gekommen und nicht selten musste ich über den Wortwitz lachen. Heike Abidi schafft hier eine perfekte Mischung.
Geschildert wird das Geschehen aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Zum einen ist es Marlene, die in der Ich-Perspektive ihr Leben schildert, andererseits gibt es auch noch eine personale Perspektive, in der die restlichen Familienmitglieder zu Wort kommen.
Die Handlung selbst gefiel mir ebenso wirklich gut. Es ist mal etwas anderes, die Idee unsichtbar zu werden hat was. Wer wünscht sich das nicht selbst gerne mal? Die Umsetzung der Idee ist hier in meinen Augen gelungen und wirkt glaubhaft.
Es geht hier um die typischen Probleme im Alltag mit Kindern und Beruf. Immer wieder gibt es sehr humorvolle Szenen und es gibt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Das Ende hat mir gut gefallen. Es löst sich hier alles auf und insgesamt macht es das Buch schön rund und hat mich zufriedengestellt.


Insgesamt gesehen ist „Ich sehe was, was du nicht liebst“ von Heike Abidi ein gelungener kurzweiliger Roman.
Die gut gestalteten Charaktere, der locker leicht lesbare Stil der Autorin und eine Handlung, die humorvoll und witzig ist und eine ziemlich interessante Hintergrundidee hat, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert und mich begeistert.
Klare Leseempfehlung!


1 Kommentar:

  1. Ich fand das Buch auch super und habe mich sehr gut unterhalten, wobei es ja auch eine Aussage hat! Ich liebe den Schreibstil von heike Abidi...egal, was ich von ihr lese! =)
    Liebe Grüße
    Martina

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