Montag, 18. Januar 2016

Gelesen: "Missing Girl - Verschollen" von E. E. Cooper



-          Gebundene Ausgabe: 304 Seiten 
-          Verlag: HarperCollins (10. Dezember 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 395967015X 
-          ISBN-13: 978-3959670159 
-          Originaltitel: Vanished

Das Buch kaufen – gebunden
Das Buch kaufen – Kindle / ePub
Das Buch beim Verlag
Der Verlag bei Facebook



Willst du nicht auch manchmal verschwinden? Einfach ausbrechen. Dir keine Gedanken mehr über andere machen. Dorthin fliehen, wo niemand dich kennt. Und den ganzen Scheiß zurücklassen … Kalah und ihre Freundinnen Beth und Britney sind unzertrennlich. Bis Beth an ihrem achtzehnten Geburtstag spurlos verschwindet. In der Highschool machen Gerüchte die Runde: Hat sich Beth heimlich mit Britneys Freund getroffen? Ist sie wirklich weggerannt? Bevor Kalah die Wahrheit herausfinden kann, erschüttert der Selbstmord einer Mitschülerin die ganze Highschool. Immer tiefer gerät Kalah in den Sog eines psychologischen Verwirrspiels, dessen tödliche Regeln sie nur langsam begreift … Ein rasanter Thriller um eine obskure Freundschaft, dunkle Geheimnisse und eine Liebe, die zur Besessenheit wird.
(Quelle: HarperCollins)


Für Kalah ist es das Größte, das sie sich als Freundin von Beth und Britney bezeichnen darf. Besonders zu Beth ist ihr Verhältnis besonders gut. Am Abend von Beths Geburtstag aber gibt es einen heftigen Streit zwischen Beth und Britney. Und am nächsten Tag ist Beth plötzlich spurlos verschwunden. Kalah versucht alles das Beth zurückkommt, doch es bringt alles nichts. Wenig später verschwindet auch noch Britney. Es sieht vieles nach Selbstmord aus. Kalah ist nun ganz auf sich gestellt und es scheint als ob alles zusammenbricht. Was ist wirklich geschehen?

Der Thriller „Missing Girl – Verschollen“ stammt von der Autorin E. E. Cooper. Es ist das Debütwerk der Autorin. Ich wurde durch das Cover und den vielversprechend klingenden Klappentext auf dieses Buch aufmerksam, Erwartungen hatte ich eigentlich soweit keine.

Die Protagonistinnen sind hier an sich gut beschrieben. Allerdings hatte ich Probleme einen wirklich Zugang zu ihnen zu finden.
Kalah wirkte auf mich sehr naiv und leichtgläubig. Sie passt sich immerzu an, will es jedem recht machen um einfach dazuzugehören. Und genau das erachte ich als falsch, denn ist nicht jeder sein eigener Typ Mensch? Dieses Verstellen empfand ich als nicht gut.
Beth empfand ich als ziemlich unzuverlässig und viel zu sprunghaft. Sie lässt sich schnell von vielem begeistern, ist eigentlich nie wirklich mit dem Herzen dabei. Für Beth macht Kalah mit ihrem Freund Schluss, da ihre Gefühle doch über die der reinen Freundschaft hinausgehen.
Britney ist ein Mädchen das ich persönlich überhaupt nicht beachten würde. Sie ist arrogant, eingebildet und schrecklich verwöhnt. Sie benimmt sich wie eine kleine Prinzessin, bekommt alles was sie unbedingt will. Und Britney ist eine tierische Zicke. Mich hat sie letztlich nur genervt.
Die Freundschaft, welche die 3 Mädchen verbindet, blieb mir bis zum Schluss doch schleierhaft, ich habe sie nicht verstanden.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen. Für ein Debüt gibt es hier nichts zu mäkeln, ich bin flüssig durch die Seiten gekommen. E. E. Cooper schreibt zudem sehr gefühlvoll. Ich konnte beispielsweise Kalahs Gefühle gut nachempfinden.
Die Handlung ist so lala. E. E. Cooper hat hier sicherlich sehr gute Ansätze, nutzt aber nicht wirklich alles was sich ihr in der Geschichte bietet. Das Buch ist ziemlich verwirrend gehalten. Ich persönlich würde es aber im Bereich Drama einordnen und nicht, wie vorgegeben als Thriller.
E. E. Cooper wirft im Verlauf der Handlung viel Fragen auf. Doch wirkliche Antworten hat sie leider nicht parat. Viele Dinge verlaufen einfach im Sand, finden nicht die Beachtung, die sie vielleicht verdient hätten. So weiß man als Leser letztlich nicht immer woran man wirklich ist.

Das Ende ist soweit in sich abgeschlossen. Es gibt aber noch einiges, das, wie bereits angedeutet, offen bleibt. Der Roman scheint wohl der Auftakt einer Reihe zu sein und so bleibt zu hoffen, dass eine Fortsetzung folgt, die dann Antworten bringt.


Insgesamt gesehen ist „Missing Girl – Verschollen“ von E. E. Cooper ein Roman, der leider nicht wirklich halten kann was er verspricht.
Ein flüssig lesbarer Stil steht hier ziemlich unsympathischen Charakteren und einer irgendwie unfertigen Handlung, die viele Fragen aufwirft aber kaum Antworten bietet, gegenüber.
Potential ist hier für die Reihe definitiv vorhanden, es wurde jedoch nicht ausreichend genutzt.
Schade!


Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!