Montag, 4. Januar 2016

Gelesen: "Songs of Revolution" von Emma Trevayne



-          Gebundene Ausgabe: 448 Seiten 
-          Verlag: Bastei Lübbe (one by Lübbe) (13. August 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3846600180 
-          ISBN-13: 978-3846600184 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre 
-          Originaltitel: Coda




Anthem ist 18 Jahre alt und er will eigentlich nur eins: echte Musik machen. Doch er lebt in einer Gesellschaft, in der genau das mit dem Tod bestraft wird. Menschen dürfen nur künstlich erstellte Musik hören, ausschließlich produziert, um süchtig zu machen.
Tagsüber dient Anthem dem System, doch abends folgt er seiner wahren Bestimmung: Er macht Musik mit seiner Band. Als die Repressalien der Machthaber unerträglich werden, beschließen Anthem und seine Freunde, sich zu erheben: Zusammen mit der schillernden Haven will er eine Revolution anzetteln – und mit der Kraft echter Musik möglichst viele Anhänger mobilisieren ...
(Quelle: Bastei Lübbe)


Anthem leibt die Musik. Sie ist wie eine Droge für ihn. Doch nicht nur für ihn, auch die anderen Menschen sind abhängig davon, sie bestimmt einfach alles. Doch die Musik ist nicht unbedingt echt. Und auch Freiheit sucht man vergebens. Anthem aber will genau das nicht akzeptieren. Er spielt heimlich in einer Band, für ihr ein paar Augenblicke die er genießen kann, in denen er der Realität entflieht. In dieser nämlich muss er sich um seine Geschwister kümmern. Und Gefühle lässt er nicht zu, obwohl er Heaven toll findet. Doch dieser kleine Funke reicht nicht aus, um eine Revolution loszubrechen …

 Der dystopische Jugendroman „Songs of Revolution“ stammt von der Autorin Emma Trevayne. Für mich war dies das erste Buch der Autorin und da ich sehr gerne dystopische Romane lese war ich hier sehr gespannt auf die Geschichte zwischen den Buchdeckeln.

Anthem ist 18 Jahre alt und lebt in einer Welt wo es keine richtige Musik mehr gibt. Er fügt sich dem System, folgt ihm aber immer nur am Tag. Abends macht er selbst Musik, er spielt in einer Band. Doch Anthem muss vorsichtig sein, denn richtige Musik wird mit dem Tod bestraft. Mir war Anthem sehr sympathisch. Er sorgt für seine Geschwister, will sie immer beschützen. Und auch Anthems sexuelle Bestimmung ist anders, er ist bisexuell. Das wird hier aber nicht an die große Glocke gehangen, es ist einfach ein ganz normaler Bestandteil der Geschichte.

Auch die anderen Figuren, wie Anthems Geschwister, oder auch Heaven, das Mädchen zu dem sich Anthem sehr hingezogen fühlt, oder Anthems Freunde sind der Autorin sehr gut gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich gut und lässt sich locker und flüssig lesen. Ich hatte meine Freude dabei das Buch zu lesen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Anthem. Es ist schon etwas Besonderes wenn eine männliche Hauptfigur seine Geschichte erzählt. Man kann sich so sehr gut in ihn hineinversetzen und seinen Handlungen folgen.
Die Handlung hat mir sehr zugesagt. Die Idee dahinter ist mal etwas Neues, das mir bisher noch nicht untergekommen ist. Es geht immer voran, Längen gibt es hier soweit keine. Immer wieder gab es Wendungen und Höhepunkte, die den Leser begeistern können.
Was ich aber schade finde, die Dinge, wie die Welt zu dem geworden ist, was sie ist fehlen. Man bekommt kaum Hintergrundwissen geliefert. Hier hätte die Autorin ruhig ein wenig mehr einbringen können.

Das Ende hat mir gefallen. Es war spannend und hat die Geschichte letztlich rund gemacht und sehr gut abgeschlossen.


Zusammenfassend gesagt ist „Songs of Revolution“ von Emma Trevayne ein sehr guter dystopischer Jugendroman.
Der interessant gestaltete Protagonist, der locker und leicht zu lesende Stil der Autorin und eine Handlung mit toller Hintergrundidee und spannenden Wendungen haben mich hier sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!

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