Sonntag, 3. Januar 2016

Gelesen: "Wind von Westen" von Cordula Broicher



-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 801 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 366 Seiten 
-          Verlag: Qindie (30. November 2014) 
-          Sprache: Deutsch 

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Niederwesseling 1793. Agnes, die junge Halfin des Kirchhofs, ist nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes gezwungen, sich so bald wie möglich neu zu vermählen. Die Wahl ihres Vaters fällt auf Balthasar Broicher, den fünften Sohn eines wohlhabenden Halfen. Die Zeiten sind unruhig. Die Alliierten pressen die letzten Vorräte aus den Bauern heraus, von Westen droht der Einmarsch der Franzosen. Aber darüber macht sich Balthasar dieser Tage keine Gedanken. Schon seit Jahren heimlich in Agnes verliebt, sieht er sich endlich am Ziel seiner Träume. Doch am Hochzeitstag schaut er nur in feindselige Gesichter. Wird er sich gegen die Tyrannei seines Schwiegervaters behaupten, und, vor allem, wird er das Herz seiner Frau erobern können?
(Quelle: amazon)


Wir schreiben das 18. Jahrhundert. Zwischen Deutschland und Frankreich herrscht Krieg. Die Situation beherrscht den Alltag der Menschen immer und überall. In dieser Zeit lebt Agnes. Sie ist Witwe und findet in Balthasar einen neuen Gemahlen. Er übernimmt auch Haus und Hof, jedoch nicht bevor Agnes‘ Vater zugestimmt hat. Doch zwischen den beiden herrscht nicht von Anfang an Liebe. Diese muss sich erst entwickeln, doch das ist während eines Krieges sehr schwierig …

Der historische Roman „Wind von Westen“ stammt aus der Feder der Autorin Cordula Broicher. Für mich war dies das erste Buch der Autorin überhaupt und aufgrund des sehr ansprechend klingenden Klappentextes war ich sehr gespannt auf den Inhalt der Geschichte.

Die Charaktere sind der Autorin wirklich gut gelungen.
Agnes ist Witwe und in Balthasar findet sie einen neuen Mann. Ich konnte mir sie wirklich gut vorstellen. Ihre Situation ist nicht unbedingt die Beste, zumal es hier auch um Haus und Hof geht. Also muss ein Mann her, doch e ist nicht von Anfang an Liebe im Spiel.
Balthasar hat vielerlei Talente. Zu Beginn wirkte er auf mich ein wenig frostig und kaltherzig, ich wurde nicht so richtig warm mit ihm. Das hat sich aber im Verlauf gelegt und auch Balthasar habe ich nach und nach ins Herz geschlossen.

Auch die Nebenfiguren, wie beispielsweise Tilla, ein sehr aufgewecktes und liebenswert beschriebenes kleines Mädchen, haben mir richtig gut gefallen. Sie sind ebenso vorstellbar und authentisch gestaltet.

Der Schreibstil der Autorin ist der Zeit der Handlung angepasst, was ich wirklich sehr gut finde. Das gibt der Geschichte einen authentischen Touch und macht sie glaubhaft. Auch sonst bin ich flüssig durch das Geschehen gekommen.
Die Handlung ist spannend und sehr interessant. Ich bin nicht der ganz große Leser historischer Romane, ab und an aber ist es doch sehr schön in vergangene Zeiten zu reisen. Cordula Broicher erzählt hier eine Familiengeschichte, die sich wirklich gut entwickelt.
Die geschichtliche Seite ist sehr gut recherchiert und ins Geschehen integriert. So habe ich in dieser Richtung sogar noch ein wenig dazugelernt.

Das Ende hat mir ebenso gut gefallen. Es schließt den Roman sehr gut ab.
Was mir besonders gut gefallen hat es gibt hier ein Glossar, in der beispielsweise auch die Sprache genauer erklärt wird.


Zusammenfassend gesagt ist „Wind von Westen“ von Cordula Broicher ein sehr guter historischer Roman.
Die vorstellbar beschriebene Charaktere, ein flüssig lesbarer Stil der Autorin, der zeitgemäß ist und eine Handlung, die eine Familiengeschichte erzählt, die sich interessant entwickelt aber auch historischer Fakten sehr gut ins Geschehen integriert haben mir hier unterhaltsame und zum Teil auch lehrreiche Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Mein Dank geht an die Autorin für ihr eBook!


Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Hallo Manja,

    das Buch ist mir nun schon öfter aufgefallen, das muss ich mir mal näher anschauen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    P.s.: Sorry, die Autokorrektur hatte mich überlistet.

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