Freitag, 15. Januar 2016

Gelesen: "Windfire" von Lynn Raven



-          Broschiert: 464 Seiten 
-          Verlag: cbt (14. Dezember 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3570161021 
-          ISBN-13: 978-3570161029 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren 



Leidenschaft trifft Magie
Las Vegas – inmitten der glitzernden Stadt der Glücksspieler schlägt Jessie sich gerade so durch. Immer knapp bei Kasse, versetzt sie ein kostbares Erbstück. Doch kaum hat der Schmuck den Besitzer gewechselt, poltert ein unberechenbarer Fremder in Jessies Leben: Shane. Und er verlangt genau dieses Amulett von ihr.
Die Begegnung der beiden entfacht ungeahnte Leidenschaft: Feuer trifft auf Wind, Halb-Djinn auf Hexe. Wie echte Gegensätze ziehen sich Jessie und Shane an, stoßen sich ab, und Magie bricht sich Bahn. Schnell wird klar, dass sie gemeinsame Feinde haben. Halb auf der Flucht, halb auf der Suche reisen sie zusammen in die Wüstenstadt Petra, um dort Antworten zu finden – Antworten, die weiter führen als je gedacht.
(Quelle: cbt)


Jessica hat es wirklich nicht leicht. Sie hat drei Jobs, um selbst über die Runden zu kommen und um die Behandlung ihres krebskranken Bruder Danny zu finanzieren. Sie hat ja sogar ein Erbstück, ein Amulett versetzt nur damit sie endlich an Geld kommt. Ausgerechnet aber wegen diesem Amulett wird Shane erpresst. Ein Halb-Djinn will es haben und so bekommt Jessica von ihm Besuch. Als er erfährt, dass sie es nicht mehr hat beginnen beide danach zu suchen. Vor allem Jessica ahnt nicht, dass diese Suche so einige Geheimnisse ans Licht bringt. Nicht nur was das Amulett angeht, auch was sie selbst betrifft …

Der Jugendfantasyroman „Windfire“ stammt aus der Feder der Autorin Lynn Raven. Bisher kenne ich nur eines ihrer Bücher („Der Kuss des Kjer“) und das ist auch schon etwas her, dass ich es gelesen habe. Nun war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk, das mich vom Klappentext und dem Cover sehr angesprochen hat.

Jessica war eigentlich eine recht sympathische Protagonistin. Sie opfert sich regelrecht für ihren kleineren Bruder auf, hat insgesamt 3 Jobs um sich und ihn über Wasser zu halten. Die Rechnungen, die durch Dannys Krankheit ins Haus flattern sind immens hoch. Sie versetzt ja sogar ein Erbstück. Und auch wenn es für Jessica extrem schwer ist, sie könnte Danny niemals aufgeben. Ich fand es bemerkenswert wie sie sich um ihn kümmert.
Shane machte es mir wesentlich schwerer. Seine doch ziemlich raue Art gefiel mir nicht wirklich. Er ist ein gutaussehender Halb-Djinn, der auf der Jagd nach einem Amulett ist. Und eben dieses Amulett ist Jessicas Erbstück. Ich weiß nicht mir fehlte bei ihm irgendwie das gewisse Etwas.

Neben den beiden Protagonisten gibt es noch einige andere Figuren und Wesen im Buch. Es geht sehr fantastisch zu, jedoch mich konnte hier kaum einer wirklich überzeugen.

Der Schreibstil der Autorin ist okay. Lynn Raven schreibt flüssig und gut verständlich. Allerdings sind die Beschreibungen doch etwas zu viel, es bleibt kaum Raum für eigene Empfindungen.
Geschildert wird das Geschehen sowohl aus Sicht von Jessica und auch Shane kommt öfter zu Wort. Bei Jessica hat Lynn Raven die Ich-Perspektive verwendet während es bei Shane die personale Erzählweise ist. Ich verstehe nicht ganz warum die Sichtweise so extrem wechselt, mir hat es das Lesen doch ziemlich erschwert.
Die Handlung hätte so schön sein können. Es gibt Spannung, klar keine Frage. Aber diese wird irgendwie immer wieder durch die langwierigen Beschreibungen der Autorin kaputt gemacht. Man kommt oftmals nicht wirklich voran, es passiert nicht so viel.
Die Idee hinter der Geschichte wiederum hat mir gut gefallen. Hexen und Djinn, das klingt spannend und magisch. Wer mich kennt der weiß ich mag Fantasy unheimlich gerne. Daher habe ich ja auch dieses Buch gelesen. Aber hier konnte es mich nicht wirklich packen, hat es mich nicht mitgerissen. An der Umsetzung hapert es hier doch ziemlich.

Das Ende ist sehr hecktisch. Die Ereignisse überschlagen sich hier förmlich. Ich war doch ein wenig überfordert. Und ganz am Ende gab es noch die ein oder andere Frage, die unbeantwortet geblieben ist.


Kurz gesagt ist „Windfire“ von Lynn Raven ein Roman mit toller Hintergrundidee.
Die recht gut gestalteten Charaktere, wobei mir hier die weibliche Protagonistin wesentlich besser gefiel als der Männliche, und ein doch gut zu lesender Stil stehen hier einer langwierigen Handlung, die oftmals auf der Stelle tritt, gegenüber. Das Potential ist klar vorhanden, die Umsetzung mangelt doch sehr.
Schade!


Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!


1 Kommentar:

  1. hey,

    also ich muss ja sagen, bei mir war es genau anders herum. Shane mochte ich eigentlich (wenn man mal von seinem ersten Versuch absieht, das Medaillon zu bekommen, da hat er sich schon wie ein A*** verhalten). Jessica hätte ich eigentlich wegen ihrer Hintergrundgeschichte wirklich gerne gemochte, aber sie war mir einfach zu zickig und zu naiv.
    Und mich hat ebenfalls gestört, dass das Ende so unabgeschlossen war. Irgendwie hatte die Autorin so viele Erzählstränge (eine Bruderschaft, dann so ein Hexenhaus, und das Verschwinden der Anführer) und kein einziger wurde noch mal aufgegriffen oder gar zu Ende erzählt.

    Liebe Grüße
    Lena

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