Dienstag, 9. Februar 2016

4. Tag der Blogtour "Die Welt wär besser ohne dich" von Sarah Darer Littman - Depressionen bis Freitod

Guten Morgen meine Lieben Blogtour - Begeisterte,

und Willkommen zum 4. Tag unserer Blogtour

"Die Welt wär besser ohne dich"

von Sarah Darer Littman.



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Während unserer Tour habt ihr bereits sehr interessante Beiträge lesen können.

Den Anfang machte Dani mit einer Buchvorstellung.
Am 2. Tag war Nicole an der Reihe. Bei ihr drehte sich alles um Social Media.
Gestern war die Tour zu Gast bei Angela. Sie hat euch etwas über Altersfreigaben und das Warum erzählt.

Morgen, am letzten Tag, ist die Tour dann zu Gast bei Kathrin. Bei ihr werdet ihr mehr über Neid und Missgunst erfahren.


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Bei mir dreht sich heute alles um

Depressionen bis Freitod

Definition Depression
Depressionen werden zu den affektiven Störungen gezählt. Damit bezeichnen Psychologen Störungen, die sich auf die Gefühle auswirken. Im Falle einer Depression leiden die Betroffenen unter einer gedrückten und niedergeschlagenen Stimmung. Anders als Traurigkeit und Lustlosigkeit, die zum Leben dazugehören, verschwindet eine Depression nicht nach einiger Zeit von alleine oder bessert sich durch Aufmunterung. Depressionen sind schwere und ernst zu nehmende psychische Erkrankungen, die professionell behandelt werden sollten.
  (Textquelle: http://www.netdoktor.de)


In Deutschland leiden schätzungsweise 5% der Bevölkerung, d.h. etwa 4 Millionen Menschen, aktuell an einer Depression. Pro Jahr erkranken etwa 1 bis 2 Personen von 100 neu. Depressive Episoden kommen in jedem Lebensalter vor, der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Nach aktuellen Studien erkranken aber viele Patienten erstmals schon vor dem 30. Lebensjahr. Die Wahrscheinlichkeit im Laufe des Lebens eine Depression zu entwickeln, beträgt zwischen 7 und 18%. Frauen sind etwa doppelt so häufig wie Männer betroffen. […]


Wie verbreitet sind Depressionen bei Kindern und Jugendlichen?
Depressionen bei Kindern können in seltenen Fällen bereits in frühem Lebensalter auftreten. Etwa ein bis zwei Prozent der Kinder leiden im Vor- und Grundschulalter an Depressionen. Häufiger treten Depressionen erst in der Pubertät auf. Von den Jugendlichen sind etwa drei bis zehn Prozent von Depressionen betroffen. Vor der Pubertät leiden mehr Jungen unter Depressionen als Mädchen. Nach der Pubertät dreht sich das Verhältnis jedoch um. Mädchen geraten dann deutlich öfter in ein krankhaftes Stimmungstief als Jungen. Da Depressionen im Kindes- und Jugendalter häufig nicht erkannt werden, ist unklar, wie viele Kinder und Jugendliche tatsächlich an Depressionen leiden. […]

Warnsignale:
Das Kind / der Jugendliche ...

- Hat wenig Selbstvertrauen
- Ist teilnahmslos oder ängstlich
- Zieht sich vom sozialen Leben zurück
- Kann sich nicht konzentrieren
- Die schulischen Leistungen brechen plötzlich ein
- Hat Appetit-, Ess- oder Schlafstörungen
- Fügt sich Verletzungen zu
- Hat Suizidgedanken
- Das seelische Befinden schwankt über den Tag
- Ist antriebslos


Risikophase Pubertät
Häufiger als bei Kindern sind Depressionen bei Jugendlichen. Die Pubertät birgt ein besonderes Risiko. Diese Zeit ist mit vielen Veränderungen und großen Herausforderungen und dadurch mit einem erhöhten Stresslevel verbunden. Jugendliche sind auf der Suche nach ihrer eigenen Identität, sie grenzen sich stärker von den Eltern ab und suchen Zugehörigkeit bei den Gleichaltrigen (Peers). Auch der Körper und das äußere Erscheinungsbild verändern sich stark in dieser Zeit. Eine große Rolle spielen vermutlich auch die hormonellen Turbulenzen in dieser Lebensphase. Die großen Verunsicherungen, die der Umbruch mit sich bringt, können zum Ausbruch einer Depression bei Jugendlichen beitragen. Gute soziale Beziehungen zu den Eltern oder Freunden können dem aber entgegenwirken und die Jugendlichen stärken.

Krankheitsverlauf und Prognose
Wichtig ist, dass Eltern, Kindergärtner und Lehrer wachsam sind und die verwirrend vielfältigen Anzeichen für Depressionen bei Kindern richtig deuten lernen. Wer den Verdacht hat, sein Kind sei depressiv, sollte nicht abwarten, sondern sich möglichst schnell kompetente Hilfe suchen. Denn Depressionen sind ernst zu nehmende psychische Erkrankungen. Werden sie nicht behandelt, können sie tödlich enden: Auch Kinder sind im Fall einer schweren Depression suizidgefährdet.
Werden die Depressionen bei Kindern und Jugendlichen nicht behandelt, besteht eine hohe Gefahr, dass die Krankheit chronisch verläuft. Gerade bei jungen Menschen liegt die Rückfallrate mit circa 80 Prozent sehr hoch. Für diese hohe Rückfallquote und die Gefahr der Chronifizierung sind vermutlich zum einen Veränderungen im Gehirn verantwortlich. Zum anderen gehen Depressionen bei Kindern und Jugendlichen mit Konzentrations- und Lernschwierigkeiten einher, die sich in der schulischen Leistung niederschlagen. Dies trägt zu zunehmendem Stress bei und erschwert ein Ausbrechen aus den negativen Gedanken. Bei rechtzeitiger Behandlung werden etwa 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen nach einer depressiven Phase wieder dauerhaft gesund.

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Was versteht man unter Freitod?
Unter dem Begriff Freitod (auch Selbsttötung, Selbstmord oder Suizid genannt) versteht man die Tatsache, dass ein Mensch mit Absicht aktiv oder passiv seinem Leben ein Ende setzt. Aktiv bedeutet, dass er Maßnahmen ergreift, die seinen Tod herbei führen, wie die Einnahme von giftigen Stoffen oder die Benutzung einer Waffe wie einer Pistole, mit der der Mensch sich erschießt.
Unter der passiven Selbsttötung sind die Arten zu verstehen, bei denen der Mensch sich weigert, Maßnahmen zur Erhaltung seines Lebens zu ergreifen – ein Hungerstreik oder die verweigerte Einnahme von Insulin bei einem Menschen mit Diabetes sind Beispiele für solch passive Methoden des Freitods.

Die Formen
- Allein begangener Freitod
- Assistierter Suizid
- Aktive Sterbehilfe
- Suizidpakt
- Massensuizid
- Suizid mit vorhergehendem Mord

Außerdem wird noch unterschieden zwischen
- Spontaner Selbstmord
- Geplanter und vorbereiteter Suizid

Gründe können sein ...
- Die Kombination von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit
- Traumata
- Andere Werte
- Für das größere Ganze.
- Krankheit als Ursache
- Alter als Ursache
Drogen und-  Halluzinogene
- Manipulation
(Textquelle: http://www.freitod.net)


Mal ein paar Zahlen aus 2009
Am häufigsten entscheiden sich junge Erwachsene von 20 bis 25 Jahren für Selbstmord (372). Die zweite große Gruppe sind Teenager von 15 bis 19 Jahren (194). Doch auch bei Jüngeren kommt Selbstmord vor - wenn auch selten (21).
Insgesamt registrierte das Bundesamt 2009 in Deutschland 9616 Suizide. Die Gesamtzahl nimmt seit Jahren ab. Die Selbstmordraten Jugendlicher und junger Erwachsener bleiben dagegen seit Jahren relativ konstant - auch die Anteile der Geschlechter: Rund dreimal mehr Jungen als Mädchen nehmen sich das Leben. Experten sehen die Ursache darin, dass Jungen härtere Methoden wählen. Selbstmordgedanken seien dagegen eher bei Mädchen häufiger. Über die Zahl der Selbstmordversuche gibt es keine Statistiken. 
(Textquelle: http://www.t-online.de)

Hier gibt es Hilfe
Es gibt die verschiedensten Telefonseelsorgen und Krisenzentren, die weiterhelfen können. Hier kann man anonym anrufen und seine Probleme schildern. Die Seelsorger helfen auch bei den nächsten Schritten, etwa bei der Suche nach einem Therapeuten, und erklären, wie eine mögliche Therapie ablaufen könnte. Schnelle Hilfe gibt es übrigens über den Polizeinotruf 110 und den Rettungsdienst 112. In allen größeren Städten gibt es Sozialpsychiatrische Dienste, Kinder-, Jugend- und Familienberatungsstellen, die kostenlos weiterhelfen können und für Notfälle auch kurzfristig Termine anbieten.
 

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Sicherlich fragt ihr euch nun,
 was hat das wohl alles mit dem Jugendroman "Die Welt wär besser ohne dich" zu tun...?
Nun ja, das lässt sich kurz und knapp erklären.
Die Protagonistin Lara musste bereits mit Depressionen kämpfen.
Und nun gerät sie in eine ganz bestimmte Situation in der sie keinen anderen Ausweg mehr sieht und etwas ganz bestimmtes tut.
Wie genau dies aber passiert, was der Auslöser ist usw. das verrate ich euch hier an dieser Stelle nicht.
Wenn ihr es wissen wollt müsst ihr das Buch lesen (aber auch sonst solltet ihr dies tun!)

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Die Gewinne: 

5 Bücher in Print

 

Um in den Lostopf zu hüpfen beantwortet doch einfach die nachstehende Tagesfrage in den Kommentaren hier unter dem Post.
Ausgelost wird dann am Ende der Tour!

Tagesfrage:

Depressionen bzw. Freitod (Suizid) seid ihr bereits damit in Kontakt gekommen?
Wenn ja, wie war eure Reaktion?
Wenn nein, wie würdet ihr in solch einer Situation reagieren?


Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.



Kommentare:

  1. Guten Morgen!
    Vielen Dank für diesen sehr ernsten Beitrag.
    Direkt in Kontakt mit Depressionen bzw. Freitod bin ich noch nicht gekommen. Die Tochter meiner Arbeitskollegin hat jedoch Depressionen... Eines Tages rief sie sie wohl an und meinte nur "Ich glaub ich spring jetzt von der Brücke..." und sie stand wirklich da und war kurz davor. Ich stelle mir das so schrecklich vor als Mutter... So etwas von der eigenen Tochter zu hören. Mittlerweile ist die Tochter jetzt in ärztlicher Behandlung und bekommt Anti-Depressiva.... Richtig arbeiten kann sie jedoch immer noch nicht. Das ist nun auch schon mindestens 2 Jahre her, dass das alles begann.
    Wie ich selbst reagieren würde, könnte ich jetzt so spontan nicht sagen. Da würde ich wahrscheinlich situationsbedingt reagieren...
    Meine Arbeitskollegin lag ja noch im Bett, als ihre Tochter sie anrief. Sie hat sie dann erst einmal beruhigt, ihr gesagt, sie solle ein Taxi rufen und erst einmal in eine "Auffangstation" fahren. Das tat sie dann auch, während die Mutter die ganze Zeit am Handy blieb und sie quasi begleitete...
    Einfach nur schrecklich :(
    Liebe Grüße
    Charleen

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  2. Hallo! :)

    Wirklich eine sehr spannende Erläuterungen! Leider bin ich schon mit diesem Thema in Kontakt gekommen und ich kann jetzt leider nicht viel dazu schreiben da es doch privat ist aber zu sehen das es einer nahestehenden Personen so schlecht geht und sie so sehr mit dem Leben zu kämpfen hat ist sehr schlimm für alle Beteiligten. :(

    Alles Liebe, Jasi ♥

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  3. Guten Morgen,
    mit Depression habe ich schon Erfahrung machen müssen. Eine mir nahestehende Person hatte vor 3 Jahren eine "Winterdepression", die dann auch behandelt werden musste. Das war nicht wirklich schön, weil ich der Meinung bin, dass hier zumindest nahe Angehörige auch Gesprächsmöglichkeiten mit Fachärzten haben sollten. Die sind nämlich mindestens genauso hilflos wie die Patienten.
    LG Yvonne

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  4. Guten Morgen Manja,

    Ein sehr toller, informativer Beitrag, vielen Dank dafür. Ich bin mit beidem schon in Berührung gekommen, zum einen leide ich selbst an Depressionen und zum anderen habe ich auch schon erlebt, wie jemand den Freitod wählt. Die Reaktion? Nun ja, ich war zutiefst bestürzt und kann es bis heute nicht ganz realisieren :( Aber ich glaube das wird man niemals können.

    Liebe Grüße Ina

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  5. Ja ich selber bin betroffen davon. Bin seit 15 jahren in Behandlung. Ich selber hab schon öfters über den freitod gedacht aber ihn nie als lösung gesehen. Da mich deine sehr guten Recherchen faszinieren aber aich traurig machen und zeigt was man eigentlich alles so hat, hoffe ich nicht weiter auf das Thema eingehen zu müssen.

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  6. Guten Morgen!

    Ein sehr interessanter und berührender Beitrag. Ich bin durch verschiedene Situationen und Menschen mit beidem leider schon in Berührung gekommen. Weiter möchte ich mich dazu nicht äußern, aber Depressionen werden heutzutage immer noch viel zu leicht abgetan und nicht als "richtige" Krankheit gesehen. Dies finde ich sehr schlimm und unverständlich. Keiner von uns kann sich anmaßen, wie es in einem anderen Menschen aussieht, wodurch er zu Depressionen neigt oder den Freitod wählt. Es ist immer einfach zu sagen, dass das der einfachere Weg ist - sehe ich nicht so.

    LG, Claudia

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  7. Hallo,
    ja, leider bin ich schon allzu dicht damit in Kontakt gekommen, weil ein sehr guter Freund sich das Leben genommen hat. Der erste Versuch misslang und das hat mich schon sehr geschockt, danach haben wir viel geredet und er hat immer gesagt, er hätte jetzt ein zweites Leben geschenkt bekommen und ist wachgerüttelt worden - das stimmte wohl nicht, leider. Ich hätte ihm so gern geholfen, fühle mich noch immer hilflos.

    lg, Jutta

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  8. Guten Morgen und danke für den schönen ausführlichen Beitrag.

    Ich habe von Depressionen betroffene Familienangehörige und man fühlt sich sehr hilflos. Gott sei Dank sind diese Leute nur depressiv aber nicht suizidal veranlagt.

    Es gibt wirklich Dinge auf der Welt, die man nicht braucht - aber man kann nicht vor ihnen fliehen. Leider.

    Für die Betroffenen ist es wichtig, dass sie sowohl ärztlich als auch psychologisch betreut und nicht alleine gelassen werden.

    Viele Grüße
    Babsi

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  9. Hallo,

    ich bin persönlich noch nicht mit dem Thema in Berührung gekommen. Kenne es nur aus Büchern oder Erzählungen. Wie ich selber mit umgehen würde kann ich nicht sagen.

    LG
    SaBine

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  10. Hallo Manja,

    schön, dass ihr euch in dieser Blogtour mit solch ernsten Themen beschäftigt, denn Aufklärung ist bei sowas immer enorm wichtig! Das Buch steht auf jeden Fall auf meiner Wunschliste, da ich mich mit dem Thema Mobbing viel beschäftige.

    Ich habe schon Erfahrungen mit Depressionen gemacht, wobei noch nicht in der Ausprägung, dass sich eine Person das Leben nehmen wollte. Ich wurde selbst 1,5 Jahre an der Schule intensiv gemobbt - damals gab es aber noch kein Cybermobbing, vermutlich wäre das noch schlimmer gewesen. Das hat mein Leben, meinen ganzen Charakter grundlegend verändert, gerade in der Pubertät ist ja vieles richtungsweisend. Ich war damals auch depressiv, und eine gewisse Grunddepression hat sich bei mir auch ins Erwachsenenalter eingeschlichen, ich kann gar nicht sagen, woher das kommt, aber ich neige schon dazu. Über Freitod habe ich damals zwar nachgedacht, es aber nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. Es hätte mir nichts ausgemacht, wäre ich z. B. überfahren worden, aber ich hätte es aktiv nicht fertig gebracht, auch schon allein wegen meiner Familie. Außerdem hätte ich zu viel Angst gehabt vor dem Sterben.^^ Man muss schon sehr verzweifelt sein, wenn man sich selbst umbringt.

    In meinem Freundeskreis gibt es auch Menschen, die depressiv sind (auch zum Glück nicht so schwer, dass sie an Freitod denken). Es ist wichtig, dass man mit ihnen viel redet, sich ihre Probleme anhört, auch ein Gespür dafür hat, ob sie jetzt eine konkrete Hilfestellung brauchen oder einfach nur einen Zuhörer. Bei einem Freund hat sich das so lange hingezogen, dass ich ihn nach vielen zermürbenden Gesprächen endlich dazu brachte, zu einem Therapeuten zu gehen, was dann auch (etwas) geholfen hat. Ich finde, man muss auch einsehen, wenn man als Freund nicht die Möglichkeiten hat, jemandem zu helfen. Oft ist professionelle Hilfe nötig, und diese sollte man der Person dann auch ans Herz legen, selbst wenn sie erstmal beleidigt ist. ("Ich bin doch kein Psycho!")

    Es ist ebenfalls wichtig, dass man aufpasst, die Depressionen der Anderen nicht auf sich selbst zu übertragen. Manche laden regelrecht ihren Seelenmüll bei Anderen ab, und das wirkt sich auf Dauer auch auf deren Psyche aus. Hier muss man auch mal die Notbremse ziehen. Richtig schlimm finde ich Menschen, die nur so tun, als würden sie sich umbringen wollen, weil sie Aufmerksamkeit haben möchten. Solche Freundschaften sind Gift für einen selbst. Ein Psychologe hat mir mal erklärt, dass man ab einem bestimmten Punkt Menschen auch fallen lassen muss, weil sie es sonst nicht lernen, sich selbst Hilfe zu holen. Diese Erfahrung habe ich tatsächlich auch gemacht.

    Liebe Grüße
    Bianca

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  11. Hallo Manja,

    Mensch was für ein ernstes Thema. Aber auch sowas muss unbedingt behandelt und aufgegriffen werden. Depressionen sind ja wirklich schon sehr weit verbreitet. Die zahlene vom Freitod haben mich da gerade ein wenig erschreckt. Ich finde es super, dass du auch gleich Möglichkeiten für Hilfe aufgezeigt hast. So ein Krisentelefon habe ich zwar noch nie gebraucht, kann mir aber vorstellen das man seine Probleme auch gerne mal jemandem erzählt, den man nicht kennt und vielleicht nie sieht.

    Zu deiner eigentlichen Frage. Ja, in meiner Familie hatte meine Mama mal eine Depression. Aber zum Glück hat sie die schnell in den Griff bekommen. Jetzt ist sie davon befreit. Aber das macht schon eine Menge aus. War eine zeitlang gar nicht so einfach. Bis sie dann eingestellt war. Heute braucht sie keine Medikation mehr nehmen und es geht ihr gut. Es gibt nur im winter manchmal so Anflüge aber die sind schnell wieder vorbei. Traurig ist nur, wenn jemand mal sowas hatte oder daran leidet wird immer alles schnell auf die Psyche abgestempelt, dass nervt mich oft. Meine beste Freundin litt auch schon mal darunter. Aber das ist auch zum Glück wieder alles gut.

    Da ich in einer Arztpraxis arbeite erlebe ich auch immer wieder Fälle, wo es Patienten ricghtig schlecht geht und da mehr hinter steckt als nur "Rückenleiden".

    Liebe GRüße,
    Vanessa

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  12. Hi,

    ich selbst bin schon mehrmals mit Suizid in Kontakt gekommen. Das war teils in meiner Familie, meinen Freunden, aber auch bei mir selbst. Zum Glück ist nie jemand gestorben!
    Ich selbst kenne mich damit also "gut" aus und lasse mich zurzeit auch als Online-Beraterin für suizidal gefährdete Jugendliche ausbilden, um anderen zu helfen, da ich weiß, dass diese Menschen einfach nur verzweifelt und allein sind. Zumindest fühlen sie sich vereinsamt und brauchen jemanden, der zu ihnen hält. Ich selbst finde nicht, dass Suizid etwas Verwerfliches ist, weil die Menschen von der Gesellschaft in der Regel dazu verleitet werden. Niemand entschließt sich mal eben so zum Selbstmord, denn das ist ein langwieriger Prozess.

    Sehr gerne würde ich dieses Buch lesen, weil es mir auch bei der Beratung sehr helfen würde!

    Liebe Grüße
    Mira

    mira.smiles@web.de

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  13. Hallo,
    Depressionen sind meiner Meinung nach ein sehr ernstes Thema, das vorallem heutzutage immer öfters vorzufinden ist bzw diagnostiziert wird. Immer mehr Menschen sind davon betroffen - so auch einige Bekannte von mir. Zum Großteil sind diese aber in Behandlung. Man selbst steht in einer solchen Situation oft in einer Art Zwischenweg. Auf der einen Seite möchte man ihnen helfen, auf der anderen Seite weiß man nicht wie. Oftmals ist es auch so, dass sie sich nicht helfen lassen wollen..
    Auch durch mein Studium (Psychologie) bedingt, habe ich viel Kontakt zu diesem Thema.

    Liebe Grüße
    Ricarda

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  14. Hallo Manja...

    danke dir erstmal für diesen ernsten und detaillierten Beitrag. Musste grad beim Lesen schon schwer schlucken.
    Ich selber kam Gott sei dank mit so einer Situation noch nicht in Berührung... drum ist die Frage, was ich tun würde, auch gar nicht so einfach.

    Ich hoffe, wenn es mich mal betreffen sollte (was ich nicht hoffe).. die richtige Entscheidungen zu treffen, die Anzeichen frühzeitig zu erkennen und dementsprechend Hilfe annehmen würde an den richtigen Stellen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wenn meine Tochter in so eine Situation käme... wirklich erschreckend das ganze Thema.

    LG Bianca

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  15. Nein, bis jetzt noch nichts, zum Glück.

    daniela.schiebeck (at) t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  16. Hi,
    ich bin schon oft mit Depressionen in Kontakt gekommen. Leider ist das meiner Meinung nach ein immer schlimmer werdendes Problem, vorallem durch die heutige Zeit. Meiner Meinung nach.
    Ich selbst habe auch schon einmal gegen Depressionen gekämpft, aber die waren nie in dem Ausmaß, dass ich mir das Leben nehmen wollte, auf keinen Fall! Aber näher möchte ich darauf nicht eingehen!
    Manchmal haben die Menschen Depressionen und das Umfeld merkt es nicht, erst wenn es zu spät ist. Und das sind für mich die schlimmsten Depressionen....hatten bereits so einen Fall im Umfeld....schlimme Sache....beschäftigt uns heute noch! Man gibt sich als Außenstehender dann im Nachhinein die Schuld, wobei ich denke, dass man vielen einfach nicht helfen kann, solange sie sich nicht helfen lassen wollen! Diejenigen müssen irgendwo selbst erst erkennen, dass sie Probleme haben und Hilfe brauchen, ansonsten bringt alles nichts.

    Eine wirklich tolle Blogtour und ich würde das Buch ehrlich gerne lesen! Alles was ich bis jetzt von dem Buch gehört habe ist einfach nur toll <3 Und emotional!!

    Lg
    Gaby

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  17. Hallo,
    ein sehr guter Beitrag zu einem ernsten Thema. Ich glaube man unterschätzt oft eine Depression oder man will es garnicht wahr haben, dass man eine hat. Ich selbst kann mich nur erinnern, als unsere 2. Tochter geboren wurde, dass ich mich mit einem Mal in einer sogenannten Wochenbettdepression befand. Das war richtig furchbar, ich war nur am weinen und hatte Angst, das bzw. beide Kinder nicht mehr versorgen zu können. Durch viel Unterstützung in der Familie und meiner damaligen Hebamme habe ich das auch gut überstanden. Ich musste auch dabei lernen, Hilfe anzunehmen.
    Mit Freitod bin ich Gott sei Dank noch nicht in Berührung gekommen.
    LG Bettina Hertz bettinahertz66@googlemail.com

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  18. Guten Abend,

    Ein sehr gut recherchierter Beitrag und auch sehr interessant.
    Ich bin in meinem engsten Kreis mit Depressionen in Berührung gekommen. Mein Freund hatte in der Pubertät starke Depressionen, eine Nachwirkung von Mobbing, ab und zu hat er depressive Phasen mit starken Kopfschmerzen und an diesen Tagen kann er 24 Stunden am Stück schlafen. Das beste für ihn ist dann nur über oberflächliches zu reden. Er hat die Depression ganz gut im Griff, darf allerdings nicht belastet werden.
    Meine Mutter leider zur Zeit auch unter Depressionen und Angstzuständen. Bei ihr ist es schwieriger, ich weiß meistens nicht was ich machen soll, da alles was ich sage schlecht für sie ist und soe nichts beruhigt. Das ist eine schlimme Nerven zehrende Situation für alle amgehörigen.

    Liebe Grüße

    Giulia

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  19. Hallo,
    ich bin selbst seit Jahren an Dysthymie erkrankt - einer chronischen Depression. Zwischendurch erwischten mich dann auch immer mal noch "normale" Depressionen.
    Mehr möchte ich dazu jetzt nicht schreiben, da es ein Thema ist über das ich ewig schreiben/reden könnte.
    Vor zwei Jahren habe ich darüber auch mal einen Post geschrieben.

    Alles Liebe
    Sophie

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  20. Hallo,

    ja bin ich. Ich leide seit über 20 Jahren an diversen sozialen Ängsten, Panikattacken, Depressionen und natürlich hat man auch oft komische Gedanken. Ohne Therapien oder dementsprechende Medikationen hält es es manchmal gar nicht mehr aus. Ich bin sehr frustriert zu lesen, dass es immer mehr sensible Menschen gibt, die darunter leiden. Es gilt schon als Volkskrankheit und ist oftmals einfach nicht aufzuhalten. Du kannst heute noch ein ganz anderer Mensch sein und morgen ist alles vorbei :(. Vom fröhlichen, gutgelaunten, lebensfrohen Menschen zum introvertieren, ängstlichen, depressiven Menschen ist es nicht weit. Und niemand ist davor gefeit, das musste ich schon oft selber erleben. Aber ich möchte keinen Roman schreiben, obwohl das wäre auch mal eine Idee :). Jedenfalls allen Gleichgesinnten wünsche ich von Herzen alles Gute und dass ihr niemals die Hoffnung aufgebt.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Jutta

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  21. Hallo ,

    Ich bin zum Glück noch nicht mit Depressionen bzw. Freitod (Suizid) in Kontakt gekommen
    und hoffe das es auch so bleibt aber es liest und hört man sehr viel .

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  22. Ich bin schon mit dem Thema Depression und Suizid in Kontakt gekommen. Einmal durch meine Arbeit im Krankenhaus und im persönlichen Umfeld. Zu helfen finde ich da sehr schwierig, gerade wenn man persönlich betroffen ist, z.B. in der Familie. Nicht immer möchte derjenige sich helfen lassen und manchmal wird dieses helfen auch zu einer enormen Belastungsprobe und man muss aufpassen, nicht selbst krank zu werden. In einem konkreten Fall würde ich heute bei professioneller Stelle um Rat fragen und dann entscheiden, was ich tun kann.

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  23. Depressionen scheinen bei uns genetisch bedingt - sowohl meine Mutter, wie auch ich und auch meine Tochter waren/sind deshalb schon in Behandlung. Auch gibt es in meinem Freundeskreis Menschen mit Depressionen. Das Thema ist mir also sehr vertraut.
    Mein Freundeskreis hat sich sehr minimiert, nachdem ich krank wurde - was aber im Nachhinein nicht schlimm war, denn es sind nur die Menschen gegangen, die Depresionen nicht als Krankheit akzeptieren, sondern sie als Tarnmantel für "Faulheit" sehen.

    Ein sehr guter Bekannter von mir hat sich vor ein paar Jahren umgebracht _ das war ein tiefer Schock. Wir haben zusammen in einer Gruppe Theater gespielt und ich/wir haben uns danach oft gefragt, ob es Anzeichen gab, die wir übersehen haben. Noch schlimmer war es sicherlich für seine engen Freunde und Eltern.

    Liebe Grüße,
    Elja
    Leselinchen(at)gmx.de

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  24. Hallo Manja, auch ich kenne jemanden, der unter Depressionen leidet. Meine Schwester muss starke Medikamente dagegen nehmen, aber es gibt trotzdem mal gute und mal schlechtere Tage. Die Symptome, die du oben aufgezählt hast, stimmen mit ihren genau überein. Es ist für uns oft sehr schwierig damit umzugehen. Sie hat einen behinderten Sohn und redet sich ein, dass keiner ihn mag und immer wieder sagt sie, sie wäre schuld. Was natürlich nicht was ist. Es ist ein Genfehler. Wenn sie tief in einem Depressionsschub steckt, ist es ganz schlimm. Dann kommt man nicht mehr an sie ran und alles ist schlecht und falsch was man sagt. Manchmal wächst es mir selber über den Kopf und ich muss mich dann zurückziehen, um sie nicht zu schütteln. Es ist wirklich nicht einfach, mit einem depressiven Menschen umzugehen.

    Ganz liebe Grüße
    Renate

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  25. Hallo :)

    zum Glück bin ich nicht damit konfontriert worden. Aber wenn es der Fall sein sollte, würde ich jede Bemerkung dieser Person wahrnehmen. Manche nehmen diese Aussagen hin und sagen einfach "alles wird gut". Aber das hilft demjenigen nicht.
    Ich würde auch professionelle Hilfe zur Rate ziehen. Es ist eine ernstzunehmende Lage und daher sollte man nicht "wegschauen".

    Liebe Grüße
    http://schneefloeckchen.blogspot.de/

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