Freitag, 12. Februar 2016

Gelesen: "Ein Sommer ohne uns" von Sabine Both



-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 1205 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 240 Seiten 
-          Verlag: Loewe Verlag (15. Februar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 

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Eine große Liebe. Und eine Auszeit von der Treue.
Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen?
Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben.
Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage.
Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar.
Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden?
(Quelle: Loewe)


Verena und Tom sind das Traumpaar schlechthin. Sie kennen sich bereits seit Kindertagen, seit ihrem dreizehnten Lebensjahr sind die beiden ein Paar. Für alle ist klar, die beiden werden zusammenziehen, heiraten und später auch mal Kinder bekommen.
Während die beiden nun mitten im Abistress stecken quält vor allem Verena die Frage wie es wohl wäre jemanden anderes zu küssen. Bisher kennt sie ja nur Tom, konnte sich nicht „austoben“. Sie vertraut sich ihrem Freund an und die beiden fassen einen Entschluss. Sie wollen eine Auszeit nehmen, für 3 Monate, eine offene Beziehung führen. Zuerst genießen die beiden die Zeit, doch dann schleichen sich immer mehr Zweifel und auch Ängste ein.
Werden die beiden wieder das Paar werden das sie vorher waren? Können sie wieder glücklich werden?

Der Jugendroman „Ein Sommer ohne uns“ stammt von der Autorin Sabine Both. Für mich war dies der erste Roman der Autorin überhaupt, auch ihre Bücher, die sie unter einem anderen Namen veröffentlicht hat kenne ich nicht.

Tom und Verena sind zwei wirklich sehr gut gestaltete Charaktere. Sie kennen sich seit Kindheitstagen, seit ihrem dreizehnten Lebensjahr sind sie ein Paar. Als Leser merkt man sofort, die beiden sind einander sehr vertraut. Der Plan ist eigentlich einfach, sie wollen zusammenziehen, heiraten und Kinder bekommen. Einerseits sind Tom und Verena sehr nah aber irgendwie wirkten sie auch sehr fern voneinander. Zwischen ihnen herrscht irgendwie Gewohnheit. Ich konnte mir beide Protagonisten sehr gut vorstellen. Sie wirkten glaubhaft und authentisch auf mich.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich leicht und locker. Zu Beginn aber, das muss ich leider zugeben, hatte ich ein paar Probleme wirklich in der Geschichte anzukommen. Es wirkte irgendwie komisch auf mich, das hat sich aber nach ein paar Seiten lesen gegeben.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Perspektiven von Tom und Verena. Für beide Sichtweisen hat Sabine Both die personale Erzählweise verwendet. Und dennoch ist man als Leser immer dabei, weiß stets was in beiden vorgeht.
Die Handlung fand ich gut gemacht. Die Idee dahinter ist interessant und ich war neugierig auf die Umsetzung. Je weiter ich vorankam desto bedrückender wurde es dann aber. Und es stimmte mich nachdenklich. Es ist eine Liebesgeschichte, eigentlich, doch irgendwie kam es mir auch so vor als ob sich Tom und Verena selbst im Weg stehen. Sie machen ihre Erfahrungen und als Leser begleitet man sie auf diesem Weg. Ihre Gedanken und Gefühle sind dabei immer nachzuvollziehen.
Sabine Both hat hier beispielsweise Themen wie die erste Liebe, Freundschaft aber auch Ängste und Zweifel eingebaut. Alles ist miteinander verwoben und ergibt letztlich ein Ganzes.

Das Ende hat mich zugegeben doch überrascht. Es ist aber durchaus passend gewählt, vor allem wenn man es dann nach dem Epilog betrachtet, du macht die Geschichte rund. Mich hat es aber auch nachdenklich zurückgelassen.


Zusammenfassend gesagt ist „Ein Sommer ohne uns“ von Sabine Both ein sehr gutes Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt.
Die authentisch und glaubhaft gestalteten Charaktere, der jugendlich leichte Stil der Autorin und eine Handlung, die einerseits eine Liebesgeschichte ist aber auch durchaus ernste Themen beinhaltet, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich danke dem Verlag für das Vorab - eBook!


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