Dienstag, 16. Februar 2016

Gelesen: "Für immer Blue" von Amy Harmon



-          Taschenbuch: 448 Seiten 
-          Verlag: Egmont INK (1. Oktober 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3863960769 
-          ISBN-13: 978-3863960766 
-          Originaltitel: A Different Blue



Jeder Mensch hat eine Geschichte. Wie lautet deine?
Die 19-jährige Blue Echohawk hat nur ein einziges Ziel: herausfinden, wer sie wirklich ist. Sie weiß nicht, woher sie kommt oder wer ihre Eltern sind, und fühlt sich nirgends dazugehörig. Auch unter ihren Kommilitonen ist sie eine Außenseiterin. Sie kleidet sich anders als die anderen, sie schminkt sich auffällig und umgibt sich mit den falschen Menschen. Blue spürt, wie ihr Leben ihr  jeden Tag ein bisschen mehr zu entgleiten droht. Doch dann trifft sie auf Darcy Wilson, der – als Erster und Einziger – an sie glaubt und ihr zeigt, warum es sich lohnt, ein guter Mensch zu sein und für das Leben zu kämpfen. Blue entwickelt Gefühle für Darcy, obwohl sie weiß, dass eine Liebe zwischen ihnen unmöglich ist. Denn Darcy ist ihr Lehrer …
(Quelle: Egmont INK)


Blue ist 19 Jahre alt und hat ihren ganz eigenen Kopf. Ihr Leben besteht aus rebellieren und dem Umgang mit doch recht zwielichtigen Jungs. Sonst hat Blue keinerlei Freunde, denn es ist schwer zu ihr durchzudringen. In ihrem letzten Schuljahr lernt sie den gutaussehenden Geschichtslehrer Darcy Wilson kennenlernt gerät ihre Welt gehörig ins Wanken. Blue fühlt sich erstmals angekommen, akzeptiert und wahrgenommen. Ganz langsam baut sie Selbstvertrauen auf und lernt wie sich das Gefühl im Mittelpunkt zu stehen anfühlt. Dann aber funkt eine ungewollte Schwangerschaft dazwischen. Darcy aber steht auch hier Blue zur Seite und bald schon fühlt sich diese sehr zu ihm hingezogen. Es beginnt eine zarte Freundschaft, doch kann daraus mehr werden? Wird Darcy sich darauf einlassen?

Der Roman „Für immer Blue“ stammt von der Autorin Amy Harmon. Für mich war es der zweite Roman der Autorin und ich war sehr gespannt wohin mich die Reise hier wohl führen würde.

Blue ist 19 Jahre alt und sie rebelliert eigentlich nur. Freunde hat Blue soweit keine und auch sonst kommt nicht wirklich jemand an sie heran. Blue ist sehr schüchtern und hat Null Selbstbewusstsein. Sie fühlt sich alleingelassen, denn ihr Ziehvater ist gestorben. Hier ist der Autorin der Gegensatz zwischen dem wie Blue sich gibt und wie es wirklich in ihr aussieht sehr gut gelungen. Blue wirkt zudem sehr unsicher und ängstlich. Durch Darcy macht Blue eine enorme Entwicklung durch. Sie wird offener und selbstbewusster und zeigt das auch.
Darcy Wilson ist ein Lehrer. Er sieht sehr gut aus, ist charmant und wirklich liebenswert. Und er steht Blue zur Seite, hilft ihr, zeigt ihr, dass sie akzeptiert und angenommen wird. Darcy ist ebenso sehr gut beschrieben und wirkte auf mich zu jeder Zeit glaubhaft.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Sie schreibt sehr tiefsinnig, vor allem die Dialoge zwischen Blue und Darcy haben es mir sehr angetan.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Blue. Amy Harmon hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet, die ich hier wirklich absolut passend empfunden habe. Man ist so als Leser sehr nah an Blue dran, lernt ihre Gedanken und Gefühle sehr gut kennen.
Die Handlung selbst erzählt im Großen und Ganzen vom Erwachsenwerden. Der lange Weg dahin, mit all den Hindernissen, die sich einem in den Weg stellen können. Es ist alles doch sehr ernst gehalten, Blues Entwicklung nimmt hier den Mittelpunkt ein.
Es gibt aber auch eine Liebesgeschichte. Hier muss ich aber gestehen ich weiß nicht so recht was ich von ihr halten soll. Sie wird zwar nur angedeutet aber es ist halt eine Liebe zwischen Schüler und Lehrer. Und dieses Thema ist doch mehr oder minder noch immer ein Tabu. Amy Harmon deutet sie wie erwähnt leider nur an. Die damit verbundene Problematik aber spricht sie nicht wirklich an. Und genau das fand ich schade. Hier hätte ruhig mehr kommen können.

Das Ende fand ich, so wie es gehalten ist, gut. Es passt zur Gesamtgeschichte und macht den Roman am Ende rund.


Kurz gesagt ist „Für immer Blue“ von Amy Harmon ein sehr guter Roman zu einem doch sehr schwierigen Thema.
Die gut gestalteten Charaktere, der angenehm zu lesende Stil der Autorin und eine Handlung, die vom Erwachsenwerden erzählt und eine angedeutete Liebesgeschichte enthält, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!


1 Kommentar:

  1. Hallo Manja,

    danke für die Rezension. Eigentlich klingt das Buch echt gut, aber hier hätte ich erwartet, dass das Thema "Schüler-Lehrer-Beziehung" im Mittelpunkt steht, aber so wie ich das lese, ist dies nicht der Fall?! Schade, das Thema finde ich nämlich recht interessant, weil es eben ein "Grenzthema" ist.

    Danke für deine Rezension!

    Alles Liebe,
    Anna

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