Freitag, 12. Februar 2016

Gelesen: "Infernale" von Sophie Jordan



-          Gebundene Ausgabe: 384 Seiten 
-          Verlag: Loewe (15. Februar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 378558167X 
-          ISBN-13: 978-3785581674 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre 
-          Originaltitel: Uninvited




Der erste Band der neuen Jugendbuch-Reihe von Firelight-Autorin Sophie Jordan konfrontiert Leser mit der Frage, inwiefern unsere DNA unser Schicksal bestimmt. Der Auftakt zu einer spannenden Reihe überzeugt mit packender Action, gefühlvoller Romantik und der schwierigen Suche nach der eigenen Identität.
Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet.
Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand.
Niemand sagte: Das geht nicht.
Niemand sagte: Mörderin.
Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency Syndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin?
(Quelle: Loewe)


Wir schreiben das Jahr 2021. Bereits seit einigen Jahren gibt es das Mördergen, das sogenannte HTS. Alle Träger von HTS werden über kurz oder lang gewalttätig. Zumindest wird es so berichtet. Aus diesem Grund werden auch alle Teenager auf dieses Gen getestet.
Davy Hamilton lebt in dieser Zeit. Sie hat viele Talente, gilt sogar als Wunderkind. Dann aber erfährt Davy das auch sie HTS in sich trägt. Und alles verändert sich, ihr Leben gerät vollkommen aus den Fugen.
Wird Davy jemals wieder normal leben können? Kann sie je wieder glücklich sein?

Der dystopische Jugendroman „Infernale“ stammt von der bekannten Autorin Sophie Jordan. Es ist der Auftakt einer neuen Reihe und da ich von den bisherigen Romanen, egal ob nun Fantasy oder Yung adult, sehr begeistert war, war ich wirklich neugierig auf diese Geschichte.

Davy ist eigentlich ein typisches junges Mädchen. Sie gilt als Wunderkind, hat vielerlei Talente und auch Freunde, mit denen sie sich versteht. Sie ist ziemlich willensstark und lebt unbeschwert mit ihrer Familie zusammen. Bis zu dem Tag als sie erfährt das sie, dass sie HTS in sich trägt. Es bricht alles zusammen, Davy verzweifelt regelrecht und wirkt auch unsicherer als vorher. Immerhin ist ihre Zukunft ungewiss. Es stehen viele Veränderungen an, angefangen mit einem Schulwechsel. Ich empfand Davy als eine sympathische und gut beschriebene Protagonistin. Ihre Handlungen konnte ich zu jeder Zeit nachvollziehen und verstehen.
Sean O’Rourke ist auch ein Träger von HTS. Er ist allerdings komplett anders als Davy. Sean sieht gut aus und wirkt wie ein echter Bad Boy. Und Sean ist markiert, er trägt ein „H“. Da dies nur in ganz extremen Fällen nötig ist, wird schnell klar Sean ist so ein Extremfall. Sean ist zudem auch ganz anders als die Jungs, die Davy bisher kannte. Und genau  deshalb übt er auch eine ziemlich Anziehungskraft auf Davy aus.

Weitere Charaktere sind beispielsweise Davys Familie. Ihre Reaktion auf Davys Testergebnis habe ich mir aber anders vorgestellt. Bis auf ihren Bruder verhalten sich die Eltern sehr zurückhaltend und beinahe schon abweisend.
Leider bleiben die Nebencharaktere doch ein wenig blass und ohne Tiefgang. Hier hätte ich mir doch ein wenig mehr gewünscht aber wer weiß was Sophie Jordan in den Folgebänden noch geplant hat.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen. Sophie Jordan schafft es den Leser mitzureißend, ihn gefangen zu nehmen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Davy. Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet. Dies hat zur Folge das Davy dem Leser noch näher ist, man sie noch besser kennenlernt.
Die Handlung fand ich sehr interessant gestaltet. Der Anfang ist zwar eher verhalten, es steigert sich aber merklich. Spätestens als es ums Lager geht kommt Spannung auf, gewinnt die Handlung an Fahrt. Ab hier wird es dann auch recht brutal, actionreich und hart.
Ins Geschehen eingebaut ist auch eine Liebesgeschichte. Diese passt sich sehr gut ins Geschehen ein und drängt sich nicht auf.

Das Ende hat mir gefallen. Es ist nicht allzu offen, der Leser bleibt also nicht mit einem bösen Cliffhanger zurück. Es macht dennoch sehr neugierig auf die Fortsetzung, man fragt sich wie es wohl weitergehen wird.


Alles in Allem ist „Infernale“ von Sophie Jordan ein sehr guter Auftakt der Jugendbuchreihe.
Die glaubhaft gestalteten Charaktere, der flüssig lesbare lockere Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar zu Anfang etwas verhalten ist, sich dann aber sehr spannend steigert, haben mich hier wirklich gut unterhalten und machen Lust auf mehr.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das Vorab-Exemplar!


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