Freitag, 5. Februar 2016

Gelesen: "Killerverse" von Ben Bauhaus



-          Taschenbuch: 480 Seiten 
-          Verlag: Egmont LYX (14. Januar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3802596145  
-          ISBN-13: 978-3802596148





Jemand ermordet nach und nach die Mitglieder einer Reisegruppe, die vor Jahren zusammen in Irland waren. Er klebt seinen Opfern die Augen, Nasen und Münder zu und lässt sie ersticken. Neben den Leichen finden sich Zeilen eines irischen Kinderreims. Der ehemalige Kommissar Johannes Thiebeck wird von der jungen LKA-Beamtin Henni Herzog hinzugezogen, für die der Fall persönlich ist: Ihre eigene Schwester hat damals auch an der Reise teilgenommen. Thiebeck beginnt zu ermitteln, doch die Betroffenen hüllen sich in Schweigen. Eines steht jedoch fest. Etwas Schreckliches muss vorgefallen sein, damals während des schweren Sturms in den Wicklow Mountains …
(Quelle: Egmont LYX)

 
Thiebeck ist ehemaliger Hauptkommissar vom LKA. Doch mittlerweile arbeitet er als selbstständiger Sicherheitsberater. Doch dann wird er eines Tages von Henni Herzog aufgesucht, sie braucht Thiebecks Hilfe. Es geht um einen aktuellen Mordfall. Hennis Schwester kannte den Toten gut und nun ist sie sehr mitgenommen vom Verbrechen. Das Opfer ist ein Besitzer eines kleinen Reisebüros, der qualvoll erstickt ist, mit Hilfe von Sekundenkleber. Marlene scheint nun Angst zu haben.
Thiebeck willig letztlich ein Henni zu helfen. Bei den Nachforschungen wird schnell klar, sie haben es mit einem Serientäter zu tun, der auch schon in Irland zugeschlagen hat …

Der Thriller „Killerverse“ stammt vom Autor Ben Bauhaus. Es ist der zweite Fall von Johnny Thiebeck, man kann die Bücher aber durchaus auch alleine lesen, die Fälle sind immer abgeschlossen.
Ich selbst kannte „Bullet Schach“, Thiebecks ersten Fall, bereits vorher und es war schön alte Bekannte wiederzutreffen.

Johnny Thiebeck ist ein sympathischer Mann, intelligent und mit sehr guter Beobachtungsgabe. Er schafft es doch immer wieder Dinge zu entdecken die anderen entgangen sind. Bemerkenswert finde ich Thiebeck wirkt dabei nicht arrogant oder überheblich, eher im Gegenteil. Für seine Freunde ist Thiebeck stets verlässlich, man kann auf ihn zählen.

Es gibt noch weitere Charaktere. So zum Beispiel Jana, die ebenfalls bereits bekannt ist aus „Bullet Schach“. Hingegen neu  im Geschehen ist Henni, mit ihrer lockeren unkomplizierten Art, oder auch ihre Schwester Marlene. Ben Bauhaus hat es bei diesen Figuren auf jeden Fall geschafft mich zu überzeugen. Ich konnte sie mir gut vorstellen, ihre Handlungen sind nachvollziehbar und verständlich.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und hat mich für sich eingenommen. Ben Bauhaus erzeugt hier mühelos eine Atmosphäre, die den Leser zum Weiterlesen animiert.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Thiebeck. So ist man als Leser stets an ihm dran und verfolgt seine Nachforschungen immer aus erste Hand mit.
Die Handlung selbst ist spannend gehalten. Diese Spannung steigert sich im Verlauf der Handlung immer weiter. Die Morde stehen natürlich im Mittelpunkt, sie sind wirklich grausam und erschreckend. Ben Bauhaus schildert sie aber keinesfalls blutig oder abartig, nein es ist eher die Art und Weise der Morde die in meinen Augen Spannung erzeugt.
Als Leser kann man hier schön miträtseln und ich muss zugeben ich lag mit „meinem Täter“ leider nicht ganz richtig.

Das Ende ist, so wie es ist, gut gemacht. Es ist stimmig und klärt alle offenen Fragen komplett auf. Ich habe den Thriller letztlich zufriedengestellt zur Seite gelegt.


Zusammenfassend gesagt ist „Killerverse“ von Ben Bauhaus ein richtig guter Thriller, der den Leser gefangen nimmt.
Die vorstellbar gestalteten Charaktere, der flüssig lesbare fesselnde Stil des Autors und eine Handlung, die spannend gehalten ist und zum Miträtseln animiert, haben mich hier begeistert und überzeugt.
Klar zu empfehlen!


Ich danke dem Verlag für die Vorab-PDF!


1 Kommentar:

  1. Da schreckt mich die Kurzbeschreibung ja schon davon ab, jemals mit einer Reisegruppe unterwegs sein zu wollen. :/ *lol*

    LG,
    Tanja

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