Mittwoch, 23. März 2016

Gelesen: "All die schönen Dinge" von Ruth Olshan



-          Gebundene Ausgabe: 288 Seiten 
-          Verlag: Oetinger (22. Februar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3789103713 
-          ISBN-13: 978-3789103711 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre




Tammie hat eine Vorliebe für Pistazieneis. Und für Sprüche. Genauer gesagt: für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. Ein etwas ungewöhnliches Hobby für eine 16-Jährige. Weniger ungewöhnlich wird es, wenn man weiß, dass Tammie ein Aneurysma im Kopf hat. Es hat sich dort inmitten ihrer Synapsen bequem gemacht und kann jeden Moment explodieren. Oder eben nicht. Das ist die entscheidende Frage und um die kreist ziemlich viel in Tammies Leben. Erst als Tammie eines Tages auf dem Friedhof einen Jungen kennenlernt, der an Grabsteinen rüttelt, ändert sich von Grund auf alles für sie. "All die schönen Dinge" von Ruth Olshan ist die ideale Lektüre für alle, die John Green & Co lieben.
(Quelle: Oetinger)


Tammie weiß sie hat ein Aneurysma im Kopf, das jeden Moment explodieren kann. Ihr Leben und das ihrer Familie dreht sich komplett nur um dieses Thema. So kommt es auch das Tammie sich sehr viel mit dem Thema Tod beschäftigt. Ihr Teenagerleben gerät dabei mehr und mehr in den Hintergrund. Ihr Hobby ist es Grabsprüche zu entdecken und dabei den richtigen für ihr eigenes Grab zu finden. Auf dem Friedhof lernt sie auch Fynn kennen. Er arbeitet auf dem Friedhof und hat einen Hund namens Okay. Auf die erste Begegnung folgen weitere und für Tammie ändert sich so einiges …

Der Jugendroman „All die schönen Dinge“ stammt von der Autorin Ruth Olshan. Es ist das Debüt der Autorin und ich war aufgrund des tollen Titels sehr gespannt auf die Geschichte, die mich hier erwarten würde.

Tammie als Protagonistin hat mir wirklich sehr gut gefallen. Sie ist jung aber ihr Leben könnte jeden Tag vorbei sein, da sie ein Aneurysma im Kopf hat. Sie richtet ihr Leben danach aus, lebt eher zurückgezogen und sammelt Grabsprüche. Erst durch Fynn ändert sich bei ihr einiges.
Fynn ist ein Junge, der auf dem Friedhof arbeitet. Er genießt sein Leben, war mir sehr sympathisch und charmant.
Sein Hund Okay ist eine treue Seele. Er ist immer an Fynns Seite.

Auch die anderen Charaktere, wie beispielsweise Fynns Mutter Anne, sind Ruth Olshan sehr gut gelungen. Man kann sie sich vorstellen und ihre Handlungen nachvollziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich leicht und lässt sich flüssig und gut lesen. Zudem schreibt Ruth Olshan sehr bildhaft, man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Tammie. Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet. Diese passt hier ganz wunderbar, denn so lernt man Tammie sehr gut kennen.
Die Handlung ist ganz anders als ich es vermutet hatte. Die Beziehung zwischen Tammie und Fynn wird in den Mittelpunkt gestellt. Und der Verlust wird auch immer wieder thematisiert. Manche Szene  wirken vielleicht ein wenig merkwürdig und unrealistisch.
Die Atmosphäre der Handlung wirkte aber sehr stimmig auf mich. Immerhin verbringt man hier viel Zeit auf dem Friedhof, was schon recht ungewöhnlich ist für ein Jugendbuch.
Im Verlauf der Geschichte wird klar das Tammie und Fynn auch etwas entschlüsseln müssen. Hier gibt es immer wieder Überraschungen, die ich so nicht erwartet hatte.

Das Ende war für mich persönlich sehr überraschend und hat mich komplett ergriffen. Es passt aber ganz wunderbar zur Geschichte und ich habe letztlich das Buch zufrieden zur Seite gelegt.


Zusammenfassend gesagt ist „All die schönen Dinge“ von Ruth Olshan ein wirklich wunderbares Debüt der Autorin.
Die glaubhaft gestalteten Charaktere, der flüssig lesbare jugendliche Stil der Autorin und eine Handlung, die sich anders entwickelt als erwartet und in der es auch ein kleines Rätsel zu entschlüsseln gibt, haben mich überzeugt und wunderbar unterhalten.
Unbedingt lesen!


Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!


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