Mittwoch, 16. März 2016

Gelesen: "Das Nest" von Kenneth Oppel


-          Gebundene Ausgabe: 217 Seiten 
-          Verlag: Dressler (25. Januar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3791500058 
-          ISBN-13: 978-3791500058 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre




Steve durchlebt eine schwere Zeit: sein neugeborener Bruder kämpft um sein Leben und fordert damit natürlich alle Aufmerksamkeit seiner Eltern. Währenddessen zeichnet sich vor dem Dachüberhang bedrohlich ein Wespennest ab. Als sich eines Nachts die Wespenkönigin in Steves Träume einschleicht und ihm anbietet, das Baby zu "reparieren", scheinen seine Wünsche erhört zu werden. Doch die Dinge nehmen eine finstere Wendung, als Steve erkennt, was wirklich mit dem Kleinen geschehen soll.
"Das Nest" von Kenneth Oppel wurde eindringlich illustriert von Jugendliteraturpreis-Gewinner Jon Klassen.
(Quelle: Dressler)


Steve muss eine schwere Zeit durchmachen. Sein neugeborener Bruder fordert die gesamte Zeit seiner Eltern, denn er kämpft ums Überleben. Zu dieser Zeit bildet sich am Dachüberhang ein Wespennest. Eines Nachts schleicht sich die Wespenkönigin in Steves Träume und macht ihm das Angebot seinen Bruder zu „reparieren“. Zunächst scheint es, dass Steves Wünsche erhört wurden. Dann aber nimmt alles eine bedrohliche Wendung …

Der Roman „Das Nest“ stammt vom Autor Kenneth Oppel. Ich kannte den Autor bereits vor diesem Buch und war gespannt was mich hier wohl erwarten würde.

Steve ist ein sehr gut beschriebener Charakter. Man lernt ihn als Leser gut kennen, erkennt wie es ihm geht in der Situation, in der er sich aktuell befindet. Er fühlt sich ausgegrenzt und unverstanden, denn seine Eltern sind nur fürs Baby da. Er wirkt aber auch sehr hin- und hergerissen, weiß nicht so ganz wie er sich verhalten soll. Kenneth Oppel hat Steve sehr gut gezeichnet. Man kann seine Handlungen und Gefühle jederzeit nachvollziehen. Im Verlauf der Handlung wächst Steve mehr und mehr über sich hinaus, was mir wirklich sehr gut gefallen hat.

Der Schreibstil des Autors lässt sich angenehm flüssig lesen. Kenneth Oppel versteht es den Leser abzuholen und mitzureißen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Steve. So bekommt er Tiefe und man kann ihn sich noch viel besser vorstellen.
Die Handlung hat mich gepackt. Kenneth Oppel hat mich immer wieder zu überraschen gewusst. Er geht in seiner Handlung sehr auf Steve ein. Leider aber kommt so das Familienleben doch zu kurz, was ich doch ein wenig schade fand. Hier hätten ein paar mehr Informationen doch gut getan.
Das Thema Wespen wird hier sehr ausführlich eingebracht. Man kann noch sehr viel Neues dazulernen.

Zum Ende hin nimmt die Handlung nochmals Fahrt auf. Man fühlt hier mit Steve mit, kann sich in ihn hineinversetzen.
Das eigentliche Ende dann hat mir persönlich zugesagt. Es passt gut zum Geschehen, schließt es ab, macht es rund.


Zusammenfassend gesagt ist „Das Nest“ von Kenneth Oppel ein richtig guter Roman der den Leser mitzureißen weiß.
Die gut gestalteten Charaktere, der flüssig lesbare Stil des Autors und eine Handlung, die spannend ist und zu überraschen weiß, haben mich hier wirklich gut zu unterhalten gewusst.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


1 Kommentar:

  1. Hallo Manja,
    bei der Kurzbeschreibung wusste ich nicht so wirklich ob mir das Buch gefallen könnte. Es scheint eine sehr berührende Geschichte zu sein. Das mit den Wespen schreckt mich irgendwie nur ein wenig ab ;-).

    Liebe Grüße,
    Vanessa

    AntwortenLöschen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!