Sonntag, 6. März 2016

Gelesen: "Gabriel: Gebundene Herzen 4" von Amelia Blackwood

Achtung:
Dies ist der 4. und abschließende Teil der Reihe!
Die Rezension kann Spoiler enthalten!


-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 986 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 300 Seiten 
-          Verlag: Sieben Verlag (1. Februar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 

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Gabriel, der General der Königin der Vampire, wird von allen geschätzt und respektiert. Jedoch weiß niemand etwas über seine Vergangenheit. Er ist darum bemüht, keinen Vampir zu nah an sich heran zu lassen. Er verschließt sich vor allem, bis ihn die unterdrückten Gefühle übermannen und er sich eingestehen muss, dass er noch eine Rechnung offen hat. Nämlich mit sich selbst. Lucy, eine Vampirin, die ihm nahe steht, bringt die Mauer, die er um sich herum errichtet hat, zum Einstürzen. Doch für Gabriel kommt es nicht in Frage, etwas mit einer Vampirin anzufangen. Schon gar nicht, wenn der Herzensbund ins Spiel kommt. Lieber flieht er vor seinen Gefühlen - nicht ahnend, dass er sich damit beinahe selbst zugrunde richtet.
(Quelle: Sieben Verlag)


Gabriel wird von allen, die ihn kennen, respektiert und geschätzt. Doch kaum einer weiß etwas über seine Vergangenheit oder was wirklich in ihm vorgeht. Er lässt kaum jemanden an sich heran, wirkt beinahe schon unnahbar. Auch seine Gefühle unterdrückt er, hat eine Mauer um sich aufgebaut.
Bis Lucy in sein Leben tritt. Sie bringt die Mauer nach und nach zum Einstürzen. Sie bringt Seiten in ihm zu klingen, von denen er dachte, dass sie gar nicht mehr existieren würden. Doch Gabriel weigert sich etwas mit ihr anzufangen und einen Herzensbund will er schon gar nicht mit ihr eingehen. Er flieht lieber, ohne zu wissen, dass ihn dies fertig macht …

Der Roman „Gabriel“ stammt aus der Feder der Autorin Amelia Blackwood. Es ist der 4. Und somit abschließende Teil der „Gebundene Herzen“ – Reihe und man sollte vor diesem Teil unbedingt die 3 Vorgänger gelesen habe. Die Zusammenhänge sind so einfach viel klarer und man kann der Handlung besser folgen.

Gabriel ist kein Charakter, der neu eingeführt wird, man kennt ihn bereits von den anderen Teilen. Dort wurde er aber nicht so thematisiert, man konnte ihn nie wirklich einschätzen. Das ändert sich hier, man lernt Gabriel nun wirklich kennen. Ich empfand ihn als einen ruhigen Charakter, der nie wirklich aus sich herausgeht. Um sich herum hat er eine Mauer aufgebaut, wirkliche Gefühle lässt Gabriel nicht zu. Das hängt einfach damit zusammen, dass er verzweifelt ist. Hier in diesem Teil muss Gabriel kämpfen und das nicht zu knapp. Er handelt des Öfteren sehr unüberlegt, macht so Fehler, die ihn wiederum mit sich selbst hadern lassen.
Lucy ist Orions Witwe. Für sie steht es außer Frage sich neu zu binden. Zu sehr trauert sie noch um Orion. Allerdings kann sie nicht wirklich etwas gegen die Gefühle tun, die sich in ihr entwickelt haben. Doch diese Gefühle machen ihr Angst und so flieht sie. Auch Lucy ist Amelia Blackwood wirklich gut gelungen. Man kann ihre Handlungen nachvollziehen, auch wenn man sich als Leser vielleicht etwas anderes für sie wünscht, mit ihr hofft und bangt.

Auch die anderen Figuren haben mir wieder sehr gut gefallen. Es ist so schön zu sehen wie sich Blue, Tom, die Zwillinge und all die anderen entwickelt haben. Sie gehören einfach dazu, ohne sie ist die Reihe nicht komplett.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und das Buch lässt sich locker und sehr flott weglesen. Ich war wieder sehr gerne Gast in der Vampirwelt Zürichs, konnte mir die Orte des Geschehens ganz wunderbar vorstellen.
Die Handlung dieses 4. Teil ist zum Teil sehr brutal. Das kennt man von den Vorgängern so nicht, es war schon ungewöhnlich. Aber es passt hier einfach.
Die Geschichte ist spannend gehalten, nichts ist langweilig oder gar zäh, nein das Gegenteil ist der Fall. Irgendwann ist man so gefangen, man rast regelrecht durch die Seiten. Neben der Spannung gibt es auch Action und sehr viel Unerwartetes, die Mischung passt hier ganz wunderbar.

Das Ende ist, so wie es ist, gut. Es passt und ist rund. Mir fällt es aber dennoch sehr schwer die Vampire, die ich über 4 Teile begleitet und mit denen ich über 4 Teile mitgefiebert habe gehen zu lassen.


Kurz gesagt ist „Gabriel“ von Amelia Blackwood ein rundum gelungener 4. Teil der „Gebundene Herzen“ – Reihe.
Ein sehr gut beschriebener Protagonist, der mir gemeinsam mit all den anderen ans Herz gewachsen ist, ein flüssig lesbarer mitreißender Stil der Autorin und eine Handlung, die spannend ist und viel Unerwartetes beinhaltet, haben mich hier gefesselt, begeistert und auf ganzer Linie überzeugt.
Unbedingt lesen!


Ich danke der Autorin und dem Verlag für das Buch!


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