Dienstag, 15. März 2016

Gelesen: "Schrank am Strand" von Heike Karen Gürtler



-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 2375 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 232 Seiten 
-          Verlag: Amazon Publishing (12. Januar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 

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Auf einer kleinen Nordseeinsel sucht Lena Abstand zu ihrem Leben und den würgenden Panikattacken, mit denen sie tagtäglich zu kämpfen hat. Doch was sie dort findet, geht weit über die Hilfe hinaus, die sie sich von der abgeschiedenen Insel erhofft hatte. Ein geheimnisvoller, unnatürlich blasser Junge, dessen unschuldiger Rat Saiten in ihr zum Klingen bringt, die lange stumm waren. Eine rätselhafte Flaschenpost und ein am Strand liegender Schrank, in den Lena eintaucht wie in eine andere Welt. Wird sie zu sich selbst finden oder sich in den Rätseln der Insel verlieren?
(Quelle: amazon)


Lena sucht Abstand von ihrem Leben und den ständig wiederkehrenden Panikattacken, die sei quälen. Sie erhofft sich die nötige Ruhe auf einer kleinen Nordseeinsel. Dann aber findet sie etwas ganz anderes vor. Lena trifft auf einen kleinen Jungen, der blass und geheimnisvoll auf sie wirkt. Er schafft es sie zu berühren, ihr eine Seite von sich zu zeigen, die ihr lange verborgen blieb. Außerdem findet sie noch eine Flaschenpost, die ihr Rätsel aufgibt und einen Schrank am Strand, der sie in eine andere Welt entführt.
Kann Lena auf der Insel wieder zu sich selbst finden?

Der Roman „Schrank am Strand“ stammt von der Autorin Heike Karen Gürtler. Für mich war dies das zweite Buch der Autorin und ich war sehr neugierig darauf was mich hier wohl erwarten würde.

Lena ist eine Frau, die man gerne hat. Sie leidet an Panikattacken, diese quälen sie regelrecht. Auf der Nordseeinsel versucht sie sowohl Abstand zu ihrem Leben zu bekommen als auch diese Attacken zu überwinden. Man kann sich als Leser dank der ziemlich genauen Beschreibungen sehr gut in Lena hineinversetzen. Durch ihre täglichen Rituale hat Lena Halt im Leben, diesen Halt braucht sie.
Der blasse Junge und auch der alte Mann sind ebenfalls wichtiger Bestandteil der Handlung. Was es mit ihnen auf sich hat lernt man als Leser recht schnell.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und man kann das Buch wirklich gut lesen. Heike Karen Gürtler beschreibt zudem die Umgebung sehr detailliert und bildhaft. So kann man sich alles wirklich gut vorstellen und bekommt zugleich auch ein wenig Fernweh.
Die Gefühle im Buch werden hier sehr gut zum Leser transportiert. Die Stimmung würde ich als eher melancholisch und zum Teil auch recht bedrückend einschätzen.
Geschildert wird das Geschehen hier aus der Sicht von Lena. Es wirkt nicht unbedingt wie ein Roman, viel eher scheint es eine Art Tagebuch zu sein.
Die Handlung an sich ist nicht wie in normalen Romanen üblich. Man verfolgt hier Lena, erlebt mit ihr Begegnungen, lernt ihre Gedanken gut kennen als sie über Flaschenpost einen Briefwechsel betreibt.
Heike Karen Gürtler hat das Thema Panikattacken hier sehr gut thematisiert. Es ist ein Thema mit dem ich mich noch nicht so wirklich befasst habe, das den Leser aber doch sehr mitnimmt. Viele Dinge, die für normale Menschen zum Alltag gehören, sind für Lena beispielsweise schier unmöglich. Heike Karen Gürtler macht Betroffenen Mut ihre Attacken zu überwinden bzw. mit ihnen zu leben. Auf mich wirkte Lenas Weg sehr beeindruckend.

Das Ende wirkte eher nicht zufriedenstellend auf mich. Es war mir irgendwie zu offen gehalten. Es bleibt sehr viel Raum für eigene Interpretationen, wie es weitergehen könnte. Vielleicht wäre hier eine Fortsetzung doch wünschenswert, wer weiß.


Kurz gesagt ist „Schrank am Strand“ von Heike Karen Gürtler ein Roman der ein sehr ernstes Thema in den Mittelpunkt rückt.
Die gut gestaltete Protagonistin, der flüssige und bildhafte Stil der Autorin und eine Handlung, die melancholisch und auch sehr bedrückend wirkt und vor einer sehr schönen Kulisse spielt. Haben mich hier wirklich gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!



Ich danke der Autorin für das Buch und die Leserunde!



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