Samstag, 30. April 2016

Gelesen: "Barfuß im Sand" von Hannah Siebern



- Format: Kindle Edition 
          - Dateigröße: 5086 KB
- Seitenzahl der Printausgabe: 434 Seiten
- Sprache: Deutsch 








Chrissie will einfach nur weg. Weg aus Deutschland, weg von ihren Problemen und weg von dem Wahnsinn, der ihr Leben sein soll. Daher kommt ihr ein Praktikum in Namibia gerade recht. Sonne, Palmen und Strand, so hat Chrissie sich ihren Aufenthalt dort vorgestellt. Stattdessen landet sie mitten in den Slums von Namibia, wo Chrissies komplettes Weltbild auf den Kopf gestellt wird.
Am liebsten würde sie sofort wieder zurückfliegen. Doch dann trifft sie auf Adam. Der Namibier kann Weiße aus gutem Grund nicht leiden und übt trotzdem eine große Faszination auf Chrissie aus. Langsam kommen die beiden einander näher, aber hat eine solche Beziehung überhaupt eine Zukunft? Immerhin hat Chrissie nicht vor für immer in Namibia zu bleiben ...
(Quelle: amazon)


„Barfuß im Sand“ ist ein weiterer Roman aus der Feder von Hannah Siebern. Nachdem ich bereits ihre „Nubila“ – Reihe und ihre anderen beiden „Barfuß“ – Romane sehr gemocht habe, war ich neugierig darauf wohin mich die Reise hier führen würde.

Chrissie ist die Protagonistin der Geschichte. Zu Anfang wirkte sie ein wenig oberflächlich auf mich. Sie hatte ihr Aussehen im Kopf, wie sie auf andere wirkt. Sie ist quasi nach Namibia geflüchtet, vor ihrem Leben, ihrer Vergangenheit. Chrissie wirkte naiv und irgendwie eingebildet, macht aber eine große Veränderung durch. Ich empfand alles um sie herum glaubhaft und authentisch.

Es gibt noch zahlreiche, zum Teil bereits gut bekannte Charaktere im Geschehen. Beispielsweise sind da Janna uns Josh, die beide beim Projekt von Joshs Tante fleißig mithelfen. Oder Adam, der zu Anfang ein wenig mürrisch ist, mir aber am Ende auch sehr sympathisch geworden ist, oder die Kinder des Projekts, die ich fest ins Herz geschlossen habe. Sie alle sind wunderbar gestaltet und man fühlt sich als Leser als gehöre man dazu.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und lässt sich wirklich angenehm lesen. Hannah Siebern hat mich von Anfang an abgeholt und mich nach Namibia entführt. Sie beschreibt die Landschaft bildhaft und absolut vorstellbar. Man merkt hier richtig wie ihr dieses Land gefällt, man bekommt richtig gehend Fernweh beim Lesen.
Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Einerseits ist es Chrissie, die hier ihre Geschichte erzählt. Aber zwischendrin gibt es immer wieder Passagen, die kursiv gehalten sind, und in den Adam zu Wort kommt. Mir gefiel diese Mischung sehr gut, man lernt so verschiedene Sichtweisen gut kennen.
Die Handlung hat mir erneut sehr gut gefallen. Zeitlich ist sie zwischen den beiden anderen Teilen „Barfuß im Regen“ und „Barfuß durch Scherben“ anzusiedeln. Man kann die Geschichte aber ohne Vorwissen lesen, mit macht es aber mehr Spaß, da man eben alte Bekannte wiedertrifft.
Hannah Siebern hat hier nicht nur einen schlichten Liebesroman geschrieben, es geht um viel mehr. Sie hat auch Themen wie Freundschaft, Verzweiflung und auch Vergebung mit ins Geschehen eingeflochten. Man durchlebt eine regelrechte Achterbahnfahrt der Gefühle, kann sich komplett in der Geschichte fallen lassen. Und so ganz nebenbei erfährt man noch einiges über Namibia, seine Einwohner und die Landschaft.

Das Ende hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es passt gut, macht das Geschehen rund und schließt es wunderbar ab.


Mit „Barfuß im Sand“ hat Hannah Siebern einen richtig schönen kurzweiligen Roman geschaffen, der vor einer wirklich tollen Kulisse spielt.
Die authentisch gestalteten Charaktere, der flüssig lesbare sehr angenehme Stil der Autorin und eine Handlung, die mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt und mich komplett gefangen genommen hat, haben mich begeistert und wirklich überzeugt.
Ganz klar zu empfehlen!



Ich bedanke mich bei der Autorin für das bereitgestellte eBook!


1 Kommentar:

  1. Das klingt wirklich alles sehr schön. Finde die Kulisse Namibia auch einfach mal was anderes. Eine sehr schöne Rezension, liebe Manja.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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