Donnerstag, 21. April 2016

Gelesen: "Feuerrot" von Nina Blazon


-          Gebundene Ausgabe: 512 Seiten 
-          Verlag: Ravensburger Buchverlag (16. Februar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3473401331 
-          ISBN-13: 978-3473401338 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

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Spätsommer 1484. In Ravensburg verbreitet sich die Hexenverfolgung. Als auch die junge Magd Magdalene ins Visier der Inquisition gerät, ist der Schmiedegeselle Martin ihre letzte Hoffnung. Kann er sie vor Folter und Hinrichtung retten?
Ein mysteriöser Gast kommt ins Haus des Ravensburger Kaufmannes Humpis. Schon am ersten Tag flirtet Lucio mit der schönen Magd Magdalene. Doch er ist ihr nicht geheuer, in seinen Bernsteinaugen lodert ein gefährliches Feuer. Ihre Ahnung soll sie nicht täuschen: Als sie nicht auf Lucios Verführungskünste hereinfällt, nennt er sie eine Hexe. In Zeiten der Inquisition kommt dies einem Todesurteil gleich...
(Quelle: Ravensburger Buchverlag)


Der Jugendroman „Feuerrot“ stammt aus der Feder von Nina Blazon. Für mich war dieser Roman, den man im Historischen ansiedeln kann, nicht der erste der Autorin, im Gegenteil ich mag sie sehr gerne und habe bisher jedes ihrer Bücher gelesen.

Die Hauptfiguren haben es mir hier sehr angetan. Es sind hier Beno, Elisabeth und Madda, die alle drei wirklich sympathisch gestaltet sind. Jeder von ihnen ist zudem sehr glaubhaft aufgrund von Ecken und Kanten.
So ist Madda beispielsweise recht launisch und auch vorlaut. Beno hingegen ist eher der Denkende. Er grübelt gerne über Probleme, macht sich einen Kopf wie er sie lösen könnte. Und Elisabeth ist doch noch recht naiv.

Die anderen, im Buch vorkommenden, Charaktere sind Nina Blazon ebenso gut gelungen. Der Inquisitor zum Beispiel ist jemand, den man als Leser eigentlich so überhaupt nicht mögen kann. Das Besondere an ihm, es gab ihn wirklich, Nina Blazon hat sich hier an historischen Dingen orientiert.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich sehr leicht lesen. Ich mag Nina Blazons Stil der sehr gerne, sie fängt mich immer wieder ein und erst am Ende tauche ich aus ihren Geschichten wieder auf.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. So zum einen aus der Sicht von Madda aber auch Beno  kommt zu Wort. Dieser Perspektivenwechsel macht die Handlung komplex und liefert verschiedene Einblicke auf die Geschichte.
Die Handlung selbst hat mich beeindruckt. Nina Blazon entführt den Leser hier ins 15. Jahrhundert, in die Zeit der Hexenverbrennung und der Inquisition. Sie hat hier wirklich sehr gut recherchiert und alles ist verständlich und nachvollziehbar aufgebaut. Die Handlung ist spannend und sehr interessant aufgebaut. Doch nicht nur das, es gibt auch Liebe, sie kommt nicht zu kurz.
Was mir besonders gut gefallen hat ist das Glossar am Ende des Buches. So werden Dinge, die während des Lesens vielleicht unklar geblieben sind, nachhaltig erklärt.

Das Ende des Buches ist so wie es ist wirklich gut. Es macht die Handlung rund, schließt sie wunderbar ab und lässt den Leser letztlich zufrieden zurück.


Mit „Feuerrot“ hat Nina Blazon einen Jugendroman gezaubert, den sich auch Erwachsene nicht entgehen lassen sollten.
Die gut gestalteten Charaktere, der flüssig leicht zu lesende Stil der Autorin und eine Handlung, die sehr  spannend und wirklich hervorragend recherchiert ist und dem Leser die damalige Zeit anschaulich näherbringt, haben mich perfekt unterhalten und auf ganzer Linie überzeugt.
Ganz klar zu empfehlen!



Mein Dank geht an den Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!


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