Donnerstag, 26. Mai 2016

Gelesen: "Alba & Seven: Vertraue niemals der Erinnerung" von Natasha Ngan



-          Gebundene Ausgabe: 432 Seiten 
-          Verlag: Arena (1. Januar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3401601385 
-          ISBN-13: 978-3401601380  
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre 




Alba will nur eins: endlich aus ihrem goldenen Käfig im Nordbezirk Londons ausbrechen. Als Tochter des mächtigsten Mannes des Landes ist ihre Zukunft jedoch längst vorherbestimmt. Die letzte Chance, frei zu sein, kommt in Gestalt eines jungen Diebes: Seven. Und der ist nicht nur total unverschämt, sondern auch Mitglied einer Straßengang, die mit gestohlenen Erinnerungen auf dem Schwarzmarkt handelt. Ausgerechnet ihm folgt Alba zum ersten Mal in den Süden. Doch in einer Welt, in der keine Erinnerung privat ist, bleiben auch Geheimnisse nicht lange verborgen. Geheimnisse, die Albas Leben für immer verändern, und Seven in tödliche Gefahr bringen. Die beiden müssen alles aufs Spiel setzen – ihr Leben … und ihre Liebe.
(Quelle: Arena Verlag)


Der dystopische Jugendroman „Alba & Seven: Vertraue niemals der Erinnerung“ stammt von Natasha Ngan. Es ist das Debüt der Autorin und ich war sehr gespannt auf den Inhalt der Geschichte.

Die Protagonisten sind sehr verschieden.
Zum einen ist das Alba. Sie ist 16 Jahre alt und kommt aus dem Norden von London. Alba hat ziemlich reiche Eltern, was sie aber nicht unbedingt interessiert. Denn für Alba ist dieses Leben langweilig. Sie will ausbrechen, will etwas erleben. Es soll nicht alles durchgeplant sein, sondern auch mal was zufällig passieren. Zu Beginn wirkte Alba eher zurückhaltend und zurückgezogen, sie entwickelt sich aber zu einer starken und selbstbewussten jungen Frau.
Neben Alba gibt es auch noch Seven. Er lebt im Süden Londons, in einem Teil wo es nur Armut und Gewalt gibt. Seven arbeitet als Erinnerungsdieb für Carpenter. An ihm gefielen mir vor allem sein Sarkasmus und seine tollen Sprüche, die er immer auf Lager hat. Und das obwohl seine Vergangenheit bisher nicht leicht war.

Die weiteren Charaktere, wie zum Beispiel Albas Zofe Dolly, sind auch sehr gut gestaltet. Sie passen sehr gut ins Geschehen hinein, man kann sie sich gut vorstellen.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht zu lesen. Man kann sich recht schnell ins Geschehen einfinden und mühelos folgen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus dem Perspektiven von Alba und Seven. So lernt man die beiden nicht nur sehr gut kennen, sondern kann ihre Handlungen gut nachvollziehen.
Die Handlung selbst ist spannend gehalten. Es scheint zunächst so als ob es eine Idee wäre, die nicht unbedingt neu ist. Doch das ist weit gefehlt. Ich fand die Idee sehr interessant und vor allem auch recht aktuell. Es geht um Arm und Reich, um die gesellschaftlichen Unterschiede. Immer wieder gibt es geschickt gestaltete Wendungen, die neue Impulse ins Geschehen bringen.
Allerdings an manchen Stellen hätte ich mir schon gerne mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Davon gibt es leider nicht immer genug, was es manchmal schwer macht durchzublicken.

Der Showdown ist nervenaufreibend und sehr spannend. Man fiebert mit und bangt und hofft.
Ganz am Ende gibt es noch einen Epilog. Dieser gibt einen Ausblick und schließt den Roman letztlich gut ab.


Alles in Allem ist der dystopische Jugendroman „Alba & Seven: Vertraue niemals der Erinnerung“ von Natasha Ngan ein wirklich sehr gutes Debüt der Autorin.
Die gut gezeichneten vorstellbaren Charaktere, der leicht zu lesende flüssige Stil der Autorin und eine Handlung, die spannend ist und eine interessante Idee hat, haben mich hier wirklich sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!



Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!