Montag, 9. Mai 2016

Gelesen: "Das Seehaus" von Kate Morton



-          Gebundene Ausgabe: 608 Seiten 
-          Verlag: Diana Verlag (29. Februar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3453291379 
-          ISBN-13: 978-3453291379 
-          Originaltitel: The Lake House 





Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft
Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.
Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …
(Quelle: Diana Verlag)


Mit „Das Seehaus“ von Kate Morton habe ich, nach einiger Zeit, mal wieder zu einem historischen Roman gegriffen. Für mich war dies auch das erste Buch der Autorin überhaupt. Angesprochen wurde ich hier vom sehr ansprechend klingenden Klappentext und so habe ich mich neugierig zwischen die Buchdeckel begeben.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.
Zum einen ist es hier die 16-jährige Alice Edevane. Sie lebt in Cornwall im Jahr 1933. Alice freut sich auf das Mittsommernachtsfest auf dem Landgut ihrer Familie. Allerdings naht ihr und ihrer Familie ein großes Unheil.
Dann gibt es Sadie, die im Jahr 2003 auf ein verfallenes Haus trifft. Dieses liegt an einem See und sie ist auf Anhieb fasziniert davon. Dieses Haus aber verbirgt etwas vor Sadie, was deren Leben komplett verändert. Sadie ist Polizistin, allerdings steht sie kurz vor ihrer Suspendierung.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Zu Beginn war es leicht verwirrend, ich habe ein paar Seiten gebraucht um mich wirklich zurecht zu finden.
Es gibt hier verschiedene Erzählstränge. Man wechselt hier zwischen unterschiedlichen Jahren hin und her und hat stets eine andere Frau, die man begleitet. Insgesamt sind es 3 Zeiten und somit auch 3 Frauen von denen man hier erfährt wie ihre Geschichten sind. Man verliert hier aber nicht den Überblick, denn mit jedem neuen Kapitel wird man durch die Jahreszahl darauf eingestimmt wo man sich gerade befindet.
Die 3 Handlungsstränge werden von Kate Morton sehr geschickt erst nebeneinander geführt und dann sehr gut zueinander gebracht. Als Leser wird man immer wieder auf falsche Fährten gelockt und letztlich möchte man einfach wissen wie alles zusammenhängt.
Spannung ist hier genug vorhanden. Man sollte aber als Leser stetig am Ball bleiben, sonst verliert man vielleicht doch recht schnell den Überblick und kommt nicht mehr wirklich mit. Es gibt viele Personen und eben auch Details, die man nicht außer Acht lassen sollte. Ich persönlich war sehr fasziniert von der Idee rund um das Haus und seine Geschichte.

Das Ende hat mir an sich gut gefallen. Es wirkte schon ein wenig herbeigeführt, um nicht zu sagen gewollt. Es gibt hier sehr viele Zufälle, es wirkte alles zu konstruiert. Nichts desto trotz aber schließt es den Roman wirklich gut ab und macht ihn rund.


Alles in Allem ist Kate Morton mit „Das Seehaus“ ein sehr guter historischer Roman gelungen.
Die gut beschriebenen Charaktere, der, nach einer gewissen Einlesezeit, doch flüssig Stil der Autorin und eine Handlung, die faszinierend und auch wirklich spannend gehalten ist, haben mir wirklich sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!


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