Sonntag, 15. Mai 2016

Gelesen: "Das Streben des Jägers (Wyvern)" von Veronika Serwotka



-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 1540 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 388 Seiten 
-          Verlag: Talawah Verlag (1. März 2016)  
-          Sprache: Deutsch

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"Jergan van Cohen starb durch sein Zögern, einen Blutreiter zu töten, unehrenhaft im Kampf gegen einen Wyvern. Seither gilt der getötete Jäger als geächtet.
Die entehrten Söhne Tarik und sein zehnjähriger Bruder Quirin müssen in einer kleinen Hütte unter den Armen in Canthar leben. Tarik kämpft durch harte Arbeit und noch härteres Training jeden Tag aufs Neue um seine Ehre und um die Zulassung zur Prüfung als Jäger. Obwohl er zu den Besten der Akademie gehört, will ihm die Kommission diese erneut verweigern.
Khaled, sein Mentor, setzt sich für ihn ein, doch da überschreitet Quirin eines der strengsten Gesetze der Stadt. Er versteckt das Ei eines Wyvern in einer Grotte. Die geflügelte Echse schlüpft."
(Quelle: Talawah Verlag)


Der Fantasyroman „Das Streben des Jägers (Wyvern)“ stammt von der Autorin Veronika Serwotka. Es ist der erste Teil der High-Fantasy-Trilogie der Autorin und angesprochen vom wirklich toll aussehenden Cover war ich sehr neugierig auf die Geschichte, die mich hier wohl erwarten würde.

Insgesamt gibt es hier drei Protagonisten in der Geschichte, die da wären Quirin, Fajeth und Tarik. Sie alle 3 sind unterschiedlich gestaltet, wirkten aber auf mich sehr gut gezeichnet. Jeder von ihnen hat seine ganze eigene Geschichte, sein eigenes Päckchen zu tragen. Sie sind alle 3 sehr stark vom Charakter, wissen was sie wollen und wie zu ihrem Ziel gelangen. Das gefiel mir wirklich sehr gut, denn es macht sie glaubhaft und authentisch.

Es gibt auch noch andere Charaktere. Ein in meinen Augen sehr wichtiger von ihnen ist Fyrndolf. Er hat besonders im letzten Part des Buches eine wichtige Rolle, auch wenn nicht ganz klar ist wohin seine Reise geht. Hoffentlich gibt es im zweiten Teil ein wenig mehr über ihn und seine Ziele zu erfahren.
Ansonsten sind die Nebenfiguren gut gestaltet und man kann sie sich vorstellen.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und sehr angenehm flüssig zu lesen. Man wird durch den Prolog, der ein wenig untypisch gehalten ist, neugierig auf die folgende Geschichte gemacht.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Hierfür hat Veronika Serwotka die personale Erzählperspektive verwendet. Diese passt hier gut, denn so lernt man verschiedene Seiten gut kennen. Die Handlung wird so komplex, man verliert aber niemals den Überblick, kann dem Geschehen mühelos folgen. Vor allem auch weil jedes Kapitel eine eigene Überschrift trägt, die es dem Leser einfacher macht.
Das Geschehen selbst ist sehr gelungen. Nach dem etwas untypischen Prolog wird man als Leser zuerst einmal ruhig in die Handlung geführt. Nach und nach aber steigert sich die Spannung merklich und man kann sich dem Bann der Geschichte nicht mehr entziehen. Man kann sich auch anhand einer Karte gut orientieren. Die bildhaften und detaillierten Beschreibungen tun ihr übriges dazu. Die geschaffene Welt ist gut gestaltet und man merkt der Autorin hier ihre Liebe zu dieser Welt an.
Leider muss ich aber anmerken das es ab etwa der Hälfte etwas zu sehr in die Länge gezogen wirkt. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Und irgendwie gibt es keinen wirklichen roten Faden in der Handlung. Man weiß nicht so recht wie alles wirklich zusammenhängt, was alles miteinander verbindet.

Das Ende ist gut so wie es ist. Es ist aber ein doch gemeiner Cliffhanger, der sehr neugierig auf die Fortsetzung macht. Diese wird hoffentlich nicht zu lange auf sich warten lassen.


Alles in Allem kann ich sagen ist „Das Streben des Jägers (Wyvern)“ von Veronika Serwotka ein doch guter Auftakt der High-Fantasy-Trilogie.
Die vorstellbar gestalteten Charaktere, ein angenehm lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die nach einem ruhigen Einstieg rasch an Spannung gewinnt, ab der Hälfte aber leider etwas zu lang wirkte, haben mich dennoch sehr gut zu unterhalten gewusst und machen Lust auf mehr.
Durchaus lesenswert!



Ich danke dem Verlag für das eBook und die Leserunde!


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