Samstag, 7. Mai 2016

Gelesen: "Die längste Nacht" von Isabel Abedi



-          Gebundene Ausgabe: 408 Seiten 
-          Verlag: Arena (10. März 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3401061895 
-          ISBN-13: 978-3401061894 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre 



Es sind nur ein paar Sätze in einem noch unveröffentlichten Manuskript, das Vita im Arbeitszimmer ihres Vaters findet – aber etwas an ihnen verzaubert und verstört die Siebzehnjährige gleichzeitig. Wenig später bricht sie mit ihren Freunden zu einer Fahrt quer durch Europa auf und stößt in Italien durch Zufall auf den Schauplatz des Manuskripts: Viagello, ein malerisches kleines Dorf. Der Ort strahlt für Vita eine merkwürdige Anziehungskraft aus, die noch stärker wird, als ihr der Seiltänzer Luca buchstäblich vor die Füße fällt. Auf den ersten Blick ist Luca für Vita etwas Besonderes, doch etwas an ihm und seiner Familie kann sie nicht fassen. Noch ahnt sie nicht, dass er sie auf eine Reise tief in ihre Erinnerungen führen wird, an deren Ende etwas steht, was einst in Viagello geschah – in jener längsten Nacht ...
(Quelle: Arena Verlag)


Der Jugendroman „Die längste Nacht“ wurde von der Autorin Isabel Abedi geschrieben. Für mich war dies der erste Roman der Autorin überhaupt. Ich war wirklich sehr neugierig und begann voller Vorfreude zu lesen.

Vita ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ist sehr aufgeweckt, hinterfragt die Dinge, lässt nicht locker. Ich empfand sie als starke Persönlichkeit, die aber trotz allem irgendwie einsam ist. Sie sehnt sich nach Zuneigung, danach jemanden an ihrer Seite zu haben.
Luca ist Seiltänzer mit Leidenschaft. Wenn er jemanden gerne mag dann ist er für ihn da und sorgt sich um ihn. Freunden gegenüber verhält sich Luca loyal. Ich mochte seine gesamte Art und Weise, wie er sich gibt und verhält sehr gerne.
Vitas beste Freundin Trixie steht ihr bei. Sie versucht Vita zu helfen wo sie kann, sie gibt nicht auf.

Auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere, wie beispielsweise Trixies Freund Danilo, haben mir ebenso gut gefallen. Isabel Abedi hat sie vorstellbar und lebendig beschrieben, genau wie die Protagonisten auch.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und man kann sich schnell in der Handlung verlieren. Ich bin sehr leicht und locker durch die Seiten gekommen.
Geschildert wird das Geschehen hauptsächlich aus der Sichtweise von Vita. So ist man als Leser immer direkt an ihr dran und erlebt die Geschichte immer hautnah. Man lernt sie so sehr gut kennen und kann ihre Handlungen und Gedanken sowie ihre Gefühle sehr gut einschätzen und nachvollziehen.
Die Handlung selbst hat mir richtig gut gefallen. Es gibt einen roten Faden, der sich durch die Geschichte zieht und so Spannung erzeugt. Da gibt es etwas in der Vergangenheit und auch ein Geheimnis dem man auf die Spur kommen möchte. Immer wieder gibt es Andeutungen, doch wirklich viel Licht ins Dunkel erfährt man während der Geschichte bis zu Ende hin nicht. Genau das aber machte dieses Buch so faszinierend für mich. Die eingebauten Wendungen und dann die Zwischeneischübe von Sol Shepards lassen den Leser mitfiebern und miträtseln.
Ins Geschehen ist auch eine kleine aber feine Liebesgeschichte eingebaut. Sie drängt sich nicht auf, passt sich wunderbar in die Handlung ein.

Das Ende ist richtig gelungen. Es gibt Antworten auf alle während des Lesens entstandenen Fragen, schließt es sehr gut ab. Und es ist doch auch ziemlich berührend.


Abschließend gesagt ist „Die längste Nacht“ von Isabel Abedi ein sehr gelungener Jugendroman, der mich gefangen genommen hat.
Die vorstellbar gestalteten Charaktere, der leicht lesbare Stil der Autorin und eine Handlung mit unvorhersehbaren Wendungen, Spannung und einer kleinen süßen Liebesgeschichte haben mich begeistert und wunderbar unterhalten.
Auf ganzer Linie zu empfehlen!



Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!



1 Kommentar:

  1. Hallo Manja,
    das klingt super. Ich habe whisper von der Autorin gelesen und war wirklich hin und weg. Das war unglaublich spannend und düster obwohl es nur so eine kurze Geschichte ist. Ich mag den Schreibstil sehr gerne. Kann dir whisper also sehr empfehlen ;-).

    Liebe Grüße,
    Vanessa

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