Mittwoch, 4. Mai 2016

Gelesen: "Drei mal wir" von Laura Barnett




-          Gebundene Ausgabe: 496 Seiten 
-          Verlag: Kindler (11. März 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3463406594 
-          ISBN-13: 978-3463406596 
-          Originaltitel: The Versions of Us 




Das erfolgreichste belletristische Debüt des Jahres 2015 in England: 'Drei mal wir' ist ein reicher Roman über die Was-wäre-wenn-Momente des Lebens. Darüber, wie ein Augenblick über unser Leben entscheiden kann. Und es ist ein Plädoyer für die Liebe – auch wenn man sie nicht immer gleich erkennt.
Eva und Jim sind neunzehn und Studenten in Cambridge, als ihre Wege sich 1958 zum ersten Mal kreuzen. Eine Fahrradpanne führt die beiden zusammen. Was dann passiert, wird den Rest ihres Lebens bestimmen.
Wir folgen drei unterschiedlichen Versionen ihrer Zukunft, zusammen und getrennt. Sehen Eva dabei zu, wie sie eine berühmte Schriftstellerin wird. Und Jim, wie er für die Kunst seinen Beruf als Anwalt hinter sich lässt. Wir sehen Partner kommen und gehen, reisen mit ihnen nach London, New York und Los Angeles. In all den Jahren nimmt ihre Liebe immer wieder ungeahnte Wege, von den ersten drei Treffen bis hin zum Finale: Drei Liebesgeschichten, ein Paar.
'Drei mal wir', das im Original „The Versions of us“ heißt, war in England das Sommerbuch des Jahres 2015: Nummer-1-Bestseller, verkauft in 22 Länder und ein sensationeller Presseerfolg. Die deutsche Ausgabe ist besonders liebevoll gestaltet: durchgängig vierfarbig, florale Vignetten und illustrierte Zwischentitel, bedruckter Einbandbezug.
(Quelle: Rowohlt Verlag)


„Drei mal wir“ ist der Debütroman von Laura Barnett, der mich vom Cover und Klappentext wirklich sehr angesprochen hat. Umso neugieriger war ich auf die Geschichte, die sich zwischen den Buchdeckeln befindet.

Eva und Jim sind die beiden Hauptcharaktere im Buch. Beide sind 19 Jahre alt und studieren. Im Jahr 1958 treffen Eva und Jim das erste Mal aufeinander. Ab da gibt es drei Visionen, wie die Zukunft aussehen könnte.
Eva beispielsweise wird in einer Vision Autorin, in einer anderen wird sie Journalistin. In allen Visionen aber ist sie immer erfolgreich.
Bei Jim sieht es etwas anders aus. Er studierte Jura, hat dieses Studium aber abgebrochen um Künstler zu werden. Allerdings verläuft sein Weg nicht immer erfolgreich, er muss sogar einmal zusätzlich als Lehrer arbeiten weils nicht anders geht. Hier unterscheiden sich die Protagonisten merklich voneinander. Was aber immer wieder geschieht, sie treffen in jeder der 3 Visionen immer aufeinander. Und diese Treffen zeigen ihnen immer, dass sie voneinander fasziniert sind.

Der Schreibstil der Autorin ist okay. Sie schreibt angenehm flüssig und man kommt leicht durch die Seiten.
Die 3 Visionen sind sowohl von der Farbe als auch im Schriftbild voneinander abgetrennt. Man kann sie also quasi als 3 Romane in einem Buch betrachten.
Die Handlung hat mich irgendwie zwiegespalten zurückgelassen. Ich weiß eigentlich gar nicht was genau ich erwartet habe. Es sind, wie bereits angesprochen drei Geschichten, die aber immer einen ganz ähnlichen Verlauf nehmen. Und genau da lag irgendwie mein Problem. Mir fehlte irgendwie die Entwicklung. Zwar sind die Visionen unterschiedlich, Jim ist mal mehr, mal weniger erfolgreich. Eva aber ist immer erfolgreich. Auch sonst verlaufen die Geschichten eher so lala. Sie plätschern eigentlich sehr dahin, es gibt keine Höhepunkte. Und somit auch kaum Spannung oder mitreißende Momente.
Die Idee ist sicherlich toll, allerdings hapert es hier doch merklich an der Umsetzung.

Das Ende befindet sich im Jahr 2014. Es ist schon gefühlvoll, keine Frage. Aber mich hat es leider auch nicht zu hundert Prozent überzeugt und ich war dann letztlich froh das Buch beendet zu haben.


Insgesamt gesehen ist das Debüt „Drei mal wir“ von Laura Barnett ein Roman, der mich nicht eindeutig überzeugen konnte.
An sich gut gestaltete Charaktere, ein gut zu lesender angenehmer Stil der Autorin stehen einer Handlung gegenüber, die von der Idee her toll ist, deren Umsetzung mir aber so einige Probleme bereitet hat und mich nicht wirklich packen konnte. Es gibt sicherlich Potential, allerdings nutzt es die Autorin nicht gänzlich.
Schade!



Mein Dank geht an den Rowohlt Verlag und Blogg dein Buch für das bereitgestellte Buch!


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