Mittwoch, 18. Mai 2016

Gelesen: "Exit Sugartown" von Martin Petersen



-          Gebundene Ausgabe: 288 Seiten 
-          Verlag: Dressler (21. März 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3791500074 
-          ISBN-13: 978-3791500072  
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre 




Eine Geschichte, wie sie jeden Tag auf der ganzen Welt geschieht: Die 17-jährige Dawn wächst mit ihren Eltern und ihrem jüngeren Bruder Charlie in Sugartown auf. Ihr Vater findet immer seltener Arbeit, kommt dafür immer öfter betrunken nach Hause. Ihre Mutter näht zum minimalen Lohn. Als Dawn 16 ist, stirbt ihre Mutter. Doch schließlich muss auch ihr kleiner Bruder den Schulbesuch gegen die Arbeit in einer Ziegelei eintauschen. Da lernt sie zwei junge Männer kennen, die von den guten Verdienstchancen der "Weißen Welt" erzählen. Dawn trifft einen schicksalsschweren Entschluss. Um ihrer Familie, allen voran Charlie, zu helfen, lässt sie sich auf eine Schlepperbande ein: der Anfang einer gnadenlosen Flucht.
(Quelle: Dressler)


Der Jugendroman „Exit Sugartown“ stammt vom Autor Martin Peterson. Es ist ein Roman, der auf aktuellen Dingen basiert und ich war neugierig auf die Umsetzung.

Dawn ist 17 Jahre alt und sie wohnt mit ihrer Familie in Sugartown. Allerdings wirklich viel haben sie nicht zum Leben. Ihre Mutter stirbt dann leider und Dawns Vater tut sich schwer damit Arbeit zu finden. So ist es an Dawn die Familie zu ernähren. Ich empfand das junge Mädchen als ziemlich stark. Allerdings wirkte sie auch recht emotionslos auf mich, irgendwie wie abgestumpft. Ich vermute aber es liegt an ihrer Situation, dass sie so ist wie sie ist.

Die Nebencharaktere bleiben in meinen Augen leider zu blass. Man kann sich kaum ein Bild von ihnen machen, was ich hier sehr schade fand.

Der Schreibstil des Autors ist soweit okay. Man kommt flüssig durch die Seiten, allerdings hat mich auch hier die Emotionslosigkeit etwas gestört. Außerdem gibt es doch einige Wiederholungen und auf mich wirkte es eher wie eine Beschreibung der Geschehnisse und nicht wie ein Roman. Daran musste ich mich erst gewöhnen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Dawn. Martin Petersen hat hier die Ich-Perspektive verwendet. Zwar passt diese hier gut, doch leider gibt Dawn nicht unbedingt das preis was man erwartet. Man kann kaum in ihre Gedanken und Gefühle blicken.
Die Handlung ist zu einem sehr aktuellen Thema. Diese Idee find ich sehr gut und es ist alles auch recht gut umgesetzt. Man wird zum Nachdenken angeregt, es ist wirklich erschreckend zu lesen was hier alles passiert. Ich hatte oftmals ziemliches Mitleid mit Dawn. So kommt auch Spannung auf, die konstant oben gehalten wird. Es ist der Weg in eine bessere Zukunft, ein Weg voller Gefahren und Schwierigkeiten.

Das Ende konnte mich überraschen. Es passt gut, macht das Buch rund und regt zusätzlich auch nochmals zum Nachdenken an.


Letztlich kann ich sagen ist „Exit Sugartown“ von Martin Petersen ein Jugendroman der nachdenklich stimmt.
Ich hatte zwar ein paar Probleme mit der Emotionslosigkeit der Protagonistin und dem Stil des Autors, doch die Handlung konnte mich aufgrund der Aktualität einnehmen.
Durchaus lesenswert!



Mein Dank geht an den Verlag für das Exemplar und die Leserunde!


1 Kommentar:

  1. Hallo Manja,

    schade das es so emotionslos war. Da hätte der Autor wohl noch einiges mit rausholen können. Aber insgesamt hat es dir ja zum Glück doch gefallen. Die Thematik finde ich sehr interessant und neugierig bin ich jetzt natürlich auch geworden.
    Wünsche dir noch einen schönen Tag.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

    AntwortenLöschen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!