Freitag, 6. Mai 2016

Gelesen: "The other Girl: Du kannst niemals ganz entkommen" von Maggie Mitchell



-          Broschiert: 384 Seiten 
-          Verlag: List Hardcover (26. Februar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3471351124 
-          ISBN-13: 978-3471351123  
-          Originaltitel: Pretty Is 



Zwei Mädchen, eine Entführung, zwei Wahrheiten
Lois und Carly May sind zwölf, als sie entführt und in einer abgelegenen Jagdhütte für zwei Monate eingesperrt werden. In diesem Sommer, unter dem wachsamen Blick des Entführers, gehen sie eine innige Freundschaft ein, die sie für immer verbinden wird. Aber nach ihrer Befreiung dürfen sie sich nicht mehr sehen und verlieren den Kontakt. Zwanzig Jahre später. Lois ist Professorin für Literatur und hat unter Pseudonym einen Roman über ihre Entführung geschrieben. Carly May kämpft in L. A. um Filmrollen und gegen den Alkohol. Bis sie ein Drehbuch in die Hände bekommt, das genau ihre Geschichte erzählt. Ihr wird die Rolle der Ermittlerin angeboten. Zufall? Es gibt nur eine Person, mit der sie jetzt sprechen will: Lois. Doch die ist nicht so leicht aufzuspüren. Nur eins ist deutlich: Die Vergangenheit ist nicht vorbei.
(Quelle: Ullstein List)


Der Roman „The other Girl“: Du kannst niemals ganz entkommen“ wurde von der Autorin Maggie Mitchell geschrieben. Ich wurde hier durch den interessant klingenden Klappentext angesprochen und so begann ich zu lesen.

Die beiden Protagonistinnen Lois und Carl May wurden als Kinder entführt. Dabei hat sich eine Freundschaft zwischen den beiden entwickelt. Nach ihrer Befreiung aber wurde ihnen der Kontakt zueinander untersagt. Was ich schade empfand, man erfährt im Verlauf des Buches nicht so sonderlich viel über die Mädchen, die zu Frauen geworden sind.
Lois ist Dozentin geworden. In der Liebe aber läuft es bei ihr nicht unbedingt super. Dafür aber spielt ihr bester Freund eine große Rolle in ihrem Leben.
Carly nennt sich mittlerweile Chloe. Aus ihr ist eine Schauspielerin geworden, allerdings keine wirklich erfolgreiche. Zudem hat sie ein ziemliches Alkoholproblem und auch bei ihr läuft es in Liebessachen nicht gut.
Das war es aber auch schon was man über die beiden Frauen erfährt. Ich hätte mir hier wirklich mehr gewünscht, mehr über ihre Familien beispielsweise.

Der Schreibstil der Autorin ist soweit gut. Man kommt flüssig und leicht durch die Seiten. Die Kapitel haben eine ganz angenehme Länge.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Perspektiven von Lois und Carly May. Hinzu kommt ein Teil der komplett aus Lois‘ Sichtweise geschrieben ist.
Und dennoch konnte ich kaum eine eindeutige Bindung zu den beiden Frauen aufbauen. Mir bleiben sie irgendwie doch sehr fremd.
Die Handlung hat es mir schwer gemacht. Ich hatte mir etwas komplett anderes vorgestellt. Wenn man den Klappentext betrachtet erwartet man Spannung und unerwartete Wendungen. Wenn man aber liest sieht das ganze schon anders aus. Es gibt hier viele Längen, zähe Passagen in denen ich mich zwingen musste weiterzulesen. Konnte ich mich zu Anfang der Geschichte noch für das Geschehen begeistern, so ließ dies, je weiter ich voran kam, immer mehr nach.
Es gibt viele Fragen, die sich während des Lesens stellen. Wirkliche Antworten aber habe ich vergebens gesucht.
Einzig das warum des Entführers hat mich am Buch gehalten. Ich wollte wissen welche Absichten hinter seinem Tun steckten. Doch leider wurden mir diese Absichten nicht beantwortet, was ich wirklich unheimlich schade fand.

Das Ende konnte es leider nicht mehr rausreißen. Ich war hier wirklich froh nachdem ich dieses Buch beendet hatte.


Insgesamt muss ich leider sagen, konnte mich „The other Girl: Du kannst niemals ganz entkommen“ von Maggie Mitchell nicht wirklich begeistern.
Ziemlich blass gestaltete Charaktere und eine langwierige und zähe Handlung ohne viel Spannung und in der sehr viele Fragen offen bleiben stehen einem angenehmen leicht lesbaren Schreibstil der Autorin gegenüber. Das vorhandende Potential der Geschichtewurde hier leider nur sehr unzureichend bis gar nicht genutzt.
Wirklich sehr schade!



Mein Dank geht an den Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!


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