Sonntag, 22. Mai 2016

Gelesen: "Wenn du mich sehen könntest" von Jessica Winter



-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 2634 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 402 Seiten 
-          Sprache: Deutsch

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Könntest du lernen, dein Leben durch die Augen eines anderen zu sehen?
Der fünfundzwanzigjährige Nate Foster kennt beide Seiten der Medaille. In seiner Zeit als Feuerwehrmann hat er etliche Leben gerettet. Er kennt aber auch jedes Detail der Gesichter jener Menschen, die er verloren hat. Und er schwört sich, es nie wieder soweit kommen zu lassen. Nate glaubt nicht mehr daran, noch einmal mehr zu sehen als den tristen Grauton, der seitdem seinen Alltag beherrscht.
Die Bekanntschaft mit der sonnigen und auf den ersten Blick sorglosen Lexi Davis stellt Nates Versuche, seine Schutzmauern zu wahren jedoch in mehr als einer Hinsicht auf den Kopf.
Nie hätte er es für möglich gehalten, sein Leben wieder in Farbe zu sehen. Und nie hätte er gedacht, dass sich seine Vergangenheit wiederholen könnte.
(Quelle: Homepage der Autorin)


„Wenn du mich sehen könntest“, so heißt der neue Roman von Jessica Winter. Für mich war dieses Buch nicht das erste von ihr, kenne ich doch schon „Bis du wieder atmen kannst“ und „Solange du bleibst“ aus ihrer Feder. Ich war hier sehr neugierig wohin mich die Reise wohl führen würde.

Jessica Winter hat ein Händchen für sehr individuelle und außergewöhnliche Charaktere. So auch in diesem Roman. Hier sind die beiden Protagonisten Nate, der eigentlich Nathan heißt, und Lexi, deren voller Name Alexandra ist.
Nate ist ein Mann, der bereits viel durchgemacht hat. Früher war er Feuerwehrmann, ein Job der ihn gezeichnet hat. Doch Nate hat sich nicht unterkriegen lassen, er weiß wie man mit schlechten Dingen umgehen muss. Er ist ein eher ruhiger Typ, wirkte gelassen und unvoreingenommen auf mich. Ich konnte gar nicht anders als Nate zu mögen.
Lexi ist eine junge Frau, die ebenfalls bereits viel erlebt hat. Und dennoch wirkte sie ausgeglichen auf mich. Sie will stark sein, obwohl sie eine sehr verletzliche Seite an sich hat. Und Lexi trägt ihr Handicap mit Fassung. Ich muss zugeben als dies zur Sprache kam musste ich schon schlucken. Jessica Winter hat mich hier wirklich kalt erwischt. Ich habe Lexi sehr ins Herz geschlossen, von ihrer Art her hat sie mich von Anfang wirklich begeistert.

Die Nebencharaktere sind, genauso wie die beiden Protagonisten, wirklich gelungen. Jeder trägt hier irgendetwas mit sich herum, hat Dinge erlebt, die verändern, die ein Leben beeinflussen. Und sie alle passen hier wunderbar zusammen, machen die Handlung zu dem was sie ist.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und man kommt leicht und sehr angenehm durch die Seiten.Die Gefühle der Charaktere werden eingefangen und kommen beim Leser an.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Perspektiven von Lexi und Nate. Für beide Sichtweisen hat Jessica Winter die Ich-Perspektive verwendet. Hinzu kommen immer wieder Chats zwischen den Protagonisten und auch Telefonate. Diese lockern das Geschehen ein wenig auf, nehmen dem Thema die bedrückende Stimmung ein wenig.
Die Handlung hat mich von Beginn an mitgerissen. Man kann sich als Leser hier wunderbar einfühlen, mitfiebern, mitlachen und auch mitweinen. Es dreht sich hier alles um Freundschaft, um Liebe und darum das man mit seiner Vergangenheit leben muss, dass sie zu einem dazugehört. Aber auch Akzeptanz ist hier ein wichtiges Thema. Jeder Mensch ist, so wie er ist, einzigartig, ganz egal was er erlebt hat oder welche Dinge ihn einschränken.
Ich habe das Buch nahezu komplett in einem Rutsch gelesen, ich wollte wissen wie es mit Nate und Lexi weitergeht, ob sie alles überwinden können was sich ihnen an Steinen in den Weg legt.

Das Ende hat mich glücklich gestimmt. Und ja ich geb zu eine Tränchen war da auch. Das Ende passt wie es ist, macht den Roman rund und ich habe das Buch zufrieden und mit einem Lächeln zur Seite gelegt.


Abschließend kann ich sagen hat Jessica Winter sich mit „Wenn du mich sehen könntest“ selbst übertroffen und mich von Anfang an mitgerissen.
Die authentisch gestalteten Charaktere, der leicht lesbare flüssige Stil der Autorin und eine Handlung, in die ich mich einfühlen konnte und in der Jessica Winter auch wieder wichtige ungewöhnliche Themen anspricht, haben mich begeistert und rundum überzeugt.
Ganz klare Leseempfehlung!



Ich bedanke mich bei der Autorin das ich testlesen durfte!


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