Donnerstag, 30. Juni 2016

Gelesen: "Im Jahr des Affen" von Que Du Luu



-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 2579 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 288 Seiten 
-          Verlag: Königskinder (18. März 2016) 
-          Sprache: Deutsch 

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Mini ist eine Banane: außen gelb und innen weiß. Ihr Vater hingegen bleibt durch und durch gelb: Er spricht nur gebrochen Deutsch und betreibt ein Chinarestaurant.
Als ihr Vater ins Krankenhaus kommt, muss Mini im Restaurant schuften, sich mit dem trotzigen Koch streiten – und sie kann Bela nicht wiedertreffen, bei dem sie so viel Ruhe gefunden hat. Dann reist auch noch Onkel Wu an. Der traditionsbewusste Chinese holt die Vergangenheit wieder hoch: das frühere Leben, die gefährliche Flucht als Boatpeople aus Vietnam.
Poetisch, klug, unterhaltsam: Der ungewöhnliche Roman erzählt von der Tragik des Andersseins, der Suche nach Heimat – und der Suche nach Glück.
(Quelle: Königskinder Verlag)


Der Roman „Im Jahr des Affen“ stammt aus der Feder der Autorin Que Du Luu. Für mich war dies das erste Buch der Autorin und ich war wirklich gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde. Der Klappentext versprach mir eine interessante Geschichte.

Mini hat mir gut gefallen. Sie ist ziemlich tough und schlagfertig. Nur manchmal ging sie mir mit ihrer teilweisen egoistischen Art auf die Nerven. Und dennoch ich mochte sie sehr gerne. In ihrem Leben hat sie es nicht unbedingt leicht, vor allem ihr Onkel hat nicht unbedingt die beste Meinung von ihr. Für ihn ist sie eine Banane, außen gelb und innen weiß. Diesen Vorurteilen ist Mini ständig ausgesetzt, sie versucht aber allen zu zeigen was sie wirklich kann. Im Verlauf der Geschichte wird Mini reifer. Diese Entwicklung ist nachvollziehbar und verständlich geschildert.

Die anderen Charaktere, wie eben Minis Vater, sind soweit gut vorstellbar. Auch wenn mir der Vater nicht wirklich gefallen hat.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig lesbar. Ich bin sehr angenehm durch die Zeilen gekommen. Zudem ist er auch recht bildhaft und ja auch humorvoll gehalten.
Die Handlung an sich ist interessant. Es beginnt sanft, leise und ruhig. Zunächst steht Minis Leben im Mittelpunkt. Dann aber geschieht etwas, Minis Vater muss ins Krankenhaus und es taucht ihr Onkel auf. Und der wirbelt Minis Leben ganz schön durcheinander. Und dies bringt Wendungen, die mich überrascht haben.
Das Thema des Buches hat mich ganz ehrlich überrascht. Es geht um Selbstfindung, die eigene Identität, Mini findet sich, wird reifer im Verlauf. Die Emotionen schlagen schließlich hohe Wellen, ganz ehrlich damit hatte ich so nicht gerechnet.

Das Ende dieses Romans hat mir sehr gut gefallen. Es passt einfach zum gesamten Geschehen, schließt es ab, macht es rund.


Kurzum kann ich sagen ist „Im Jahr des affen“ von Que Du Luu ein Jugendroman, der mehr ist als man glaubt.
Die gut beschriebenen Charaktere, der angenehm lesbare flüssige Stil der Autorin und eine Handlung, die zunächst eher ruhig ist, dann aber emotional hohe Wellen schlägt und mich so überrascht hat, haben mich begeistert und wunderbar unterhalten.
Absolut zu empfehlen!





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