Dienstag, 28. Juni 2016

Gelesen: "Tausend Nächte aus Sand und Feuer" von Emily Kate Johnston


-          Gebundene Ausgabe: 368 Seiten 
-          Verlag: cbt (24. Mai 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3570164063 
-          ISBN-13: 978-3570164068 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren 
-          Originaltitel: A Thousand Nights 

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Fantasy meets Orient
Lo-Melkhinn hat schon dreihundert Mädchen auf dem Gewissen, bevor er in ihr Dorf kommt, um sich eine neue Braut zu suchen. Als sie die Staubwolke am Horizont sieht, weiß sie, dass er das hübscheste Mädchen im Dorf mitnehmen wird: ihre Schwester. Aber das wird sie nicht zulassen. Stattdessen kehrt sie selbst mit dem geheimnisvollen Wüstenherrscher in seinen Palast zurück. Der Tod scheint ihr sicher, doch am nächsten Morgen ist sie immer noch am Leben. Von nun an erzählt sie Lo-Melkhinn jede Nacht eine neue Geschichte und jeden Morgen erwacht sie mit einem magischen Funken in sich, der von Tag zu Tag mächtiger wird ...
(Quelle: cbt)


Der Jugendroman „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ stammt von der Autorin Emily Kate Johnston. Aufgrund des sehr interessanten Klappentextes war ich neugierig wohin mich die Reihe hier wohl führen würde.

Die Protagonistin bleibt hier leider ohne Namen. Trotzdem gefiel sie mir richtig gut. Sie ist mutig, stark und aufopfernd. Als Lo-Melkhinn in ihr Dorf kommt hat sie nur eines im Sinn, ihre Schwester retten. Sie geht mit ihm mit. Ihre Geschichten waren nicht so unbedingt meins, mir fehlte hier irgendwie die Magie, das märchenhafte.
Lo-Melkhinn wirkte auf mich auch gut gestaltet. Warum er zu dem Herrscher geworden ist, der er ist, das erfährt man in Verlauf der Handlung. Dies war für mich nachvollziehbar und verständlich erzählt.

Die Nebenfiguren blieben mir hier leider ein wenig zu blass. Da hätte man doch mehr rausholen können. So konzentriert sich das Geschehen hauptsächlich auf die Protagonistin und Lo-Melkhinn.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich bin flüssig und recht locker durch das Geschehen gekommen. Es war zum Teil wirklich schon auch poetisch.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht der namenlosen Protagonistin. Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet. Diese passt hier sehr gut zum Geschehen.
Die Handlung ist von der Idee her wirklich gut. Ich weiß aber nicht so recht, irgendwie fehlte mir doch etwas. Ich habe Manches nicht wirklich verstanden, mir fehlten Erklärungen.
Dennoch hat sich, je weiter ich vorankam, Spannung entwickelt. Dies gefiel mir gut, ich war zum Ende hin wirklich gefesselt, auch wenn ich vorher so meine Probleme hatte.

Das Ende selbst ist actionrech und hat mir gut gefallen. Es passt in meinen Augen dann sehr gut zur Gesamtgeschichte und rundet diese ab.


Abschließend gesagt ist „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ von Emily Kate Johnston ein Jugendbuch das vor einer tollen Kulisse spielt.
Eine mutige und interessant gezeichnete Protagonistin, der flüssige Stil und eine Handlung, die zwar Spannung aufkommen lässt, in der mir aber dennoch etwas gefehlt hat, lassen mich unschlüssig und auch zwiegespalten zurück.
Ich wurde gut unterhalten, das I-Tüpfelchen fehlte aber!
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


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