Samstag, 18. Juni 2016

Gelesen: "Unter uns nur Wolken" von Rose Snow



-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 386 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 189 Seiten 
-          Sprache: Deutsch 

Das Buch kaufen – Kindle 





Wer ist wirklich für dich da, wenn du jemanden an deiner Seite brauchst?
Toms Leben ist das absolute Chaos. Seine Bar droht bankrott zu gehen, seine Eltern sind in Wahrheit keine Eltern, und sein sturer Großvater Florian hat Alzheimer, gibt es aber nicht zu. Lieber verscheucht Florian mit fiesen Tricks jede Pflegerin, die man ihm aufhalst. Doch als Ani, die selbst aus dem Chaos kommt, das Leben von Tom und Florian kreuzt, verändert sich Stück für Stück alles ...
Ein Buch über die Unplanbarkeit des Lebens und die Kraft, die in uns steckt. Ein Buch über die berührende Geschichte von Ani & Tom.
(Quelle: Homepage der Autorinnen)


Rose Snow, zwei Autorinnen die mir bisher nur durch ihre „Acht Sinne“ – Reihe bekannt waren. Nun haben die beiden mit „Unter uns nur Wolken“ einen Roman geschrieben, der rein gar nichts mit Fantasy zu tun hat. Angesprochen von Cover und dem vielversprechend klingenden Klappentext habe ich hier mit Lesen begonnen.

Tom ist jemand der mir schnell ans Herz gewachsen ist. Er leitet eine Bar, vor allem auch um es seinen Eltern zu zeigen. Diese glauben nämlich nicht wirklich an ihn. Neben dem anstrengenden Job pflegt er seinen Großvater Florian. Dieser leidet an Alzheimer und egal ob er gerade durch seine Krankheit eingeschränkt ist oder nicht, er macht es Tom nicht unbedingt leicht. Ich mochte Ton total gerne, wie er sich aufopfert und trotzdem versucht sein Leben zu leben, sich nicht unterkriegen zu lassen.
Ani hat mir ebenso unheimlich gut gefallen. Sie kommt eher durch Zufall in Toms Leben und wird somit die Pflegerin von Florian. Männer stehen bei Ani nicht unbedingt hoch im Kurs, zumindest nicht bis Tom in ihr Leben tritt. Sie gibt es aber nicht zu und trotzdem als Leser merkt man es. Ani ist toll beschrieben, wirkte glaubhaft und realistisch.
Florian, Toms Großvater, ist ein so toller Mensch, ich hätte ihn so gerne einfach mal in den Arm genommen und ihm gesagt, dass er nicht alleine ist. Ich habe mit ihm und ja auch über ihn gelacht aber auch mit ihm mitgefiebert. Florian hat es so verdient sein restliches Leben würdig zu leben, auch wenn er Alzheimer hat.

Es gibt noch weitere Charaktere im Geschehen, wie beispielsweise Toms Eltern. Diese mochte ich überhaupt nicht, sie wollen Florian abschieben, ihn ins Heim stecken. Auf mich wirkten sie gefühlskalt und unnahbar. Auch die anderen Personen sind Rose Snow gut gelungen. Ich konnte sie mir alle vorstellen, sie haben Tiefe, wirkten glaubhaft und sehr realistisch auf mich.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist flüssig und gefühlvoll. Ich wurde hier von Anfang an in den Bann der Geschichte gezogen, ich konnte gar nicht anders als zu lesen. Ich konnte die Emotionen spüren, habe mitgelacht, mitgeweint und mitgefiebert. Es stimmte einfach alles.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Ani und Tom. Für beide Erzählweisen haben die Autorinnen die Ich-Perspektive verwendet. Diese empfand ich hier als sehr passend, so kann man sich in beide gut hineinversetzen und ihre Gedanken und auch Gefühle nachvollziehen.
Die Handlung ist einerseits humorvoll. Aber eben auch emotional und auch traurig. Es ist nicht nur ein Liebesroman, sondern viel mehr. Rose Snow haben hier ein schwieriges Thema eingebaut, Alzheimer. Es ist etwas alltägliches, etwas womit jeder von uns kann damit in Verbindung kommen. Die zeitweise bedrückende Stimmung aufgrund dieser Krankheit wird durch eine wirkliche schöne, zarte Liebesgeschichte aufgelockert. Beides passt sehr gut zueinander, wirkte harmonisch auf mich. Gepaart mit den tollen Charakteren eine wirklich tolle Geschichte, die jedoch auch zum Nachdenken anregt, die berührt.

Das Ende ist so toll. Ich bin rundum zufrieden mit diesem Schluss, es ist so ein „Hach – Moment“, wenn alles genauso zutrifft wie man es sich wünscht. Genauso war es hier, ich habe das Tablet letztlich glücklich zur Seite gelegt.


Kurz und gut ist „Unter uns nur Wolken“ von Rose Snow ein Roman, der mit berührt und mitgerissen hat.
Die authentisch gestalteten Charaktere, der leicht lesbare emotionale Stil der Autorinnen und eine Handlung, die so viel mehr ist als man glaubt, die zum Nachdenken anregt und den Leser mitten ins Herz trifft, haben mich sprachlos gemacht und auf ganzer Linie begeistert.
Unbedingt lesen!



Ich danke den Autorinnen für das Testlese - eBook!


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