Samstag, 25. Juni 2016

Gelesen: "Verschwundene Seelen: die Vergessenen der Wirklichkeit" von Annika Meyer



-          Gebundene Ausgabe: 340 Seiten 
-          Verlag: fabulus Verlag (1. März 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3944788176 
-          ISBN-13: 978-3944788173  
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre 




Alina und weitere sechs Jugendliche gehören zum engeren Kreis der Auserwählten. Sie sollen das Buch des Lebens, das »Zauberbuch«, vor der Vernichtung durch die Schattenmenschen retten. Dazu sind die Auserwählten mit übernatürlichen Fähigkeiten ausgestattet. Im Kampf um das Gute haben sie es jedoch mit einem übermächtigen und verschlagenen Feind zu tun, der mit aller Brutalität vorgeht. Werden die sieben diese Schlacht letztendlich für sich entscheiden und die Schattenmenschen zurückdrängen können?
Der Preis ist hoch, den die Auserwählten für ihre Berufung zu zahlen haben: Solange sie sich in ihrer Parallelwelt bewegen, verlieren Freunde, Verwandte und Kameraden in der »normalen« Welt jegliche Erinnerung an sie. Die Auserwählten sind dann die »verschwundenen Seelen«.
(Quelle: fabulus Verlag)


Der Roman „Verschwundene Seelen: die Vergessenen der Wirklichkeit“ stammt aus der Feder der Autorin Annika Meyer. Es handelt sich hierbei um das Debütwerk der Autorin.

Alina, die Protagonistin hier, war mir zu Beginn ein wenig suspekt. Ich hatte so meine Probleme mit ihr, hatte Schwierigkeiten ihr näherzukommen, mich in sie hineinzuversetzen. Sie wirkte doch ein wenig zu naiv und zu egoistisch, mit der Zeit aber gab sich dies etwas. Sie wurde mir zugänglicher, doch ganz warm wurde ich mit ihr leider nie.

Neben Alina gibt es noch weitere Charaktere. Sie sind vielfältig gestaltet auch wenn es mir manchmal doch ein paar zu viel waren. Man gewöhnt sich aber dran und kann sie am Ende doch recht gut zuordnen.

Der Schreibstil der Autorin ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte etwa 1/3 um wirklich mit Annika Meyers Stil vertraut zu werden, zu Anfang ist es etwas holprig, mit der Zeit aber merkt man die Autorin hatte sich „eingeschrieben“. Ich kam dann besser voran und das Buch konnte mich mehr für sich gewinnen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Alina. Hierfür hat Annika Meyer die personale Erzählperspektive verwendet. So bleibt man als Leser zwar außen vor, schaut von oben herab aufs Geschehen, behält aber auch einen guten Überblick über alles.
Die Handlung beginnt direkt und ohne Umschweife. Durch den Klappentext erhält man als Leser nur geringfügig Einblick ins Geschehen, man muss sich hier wirklich überraschen lassen was passiert. Die Geschichte baut langsam aber sich Spannung auf, zu der sich immer mehr Action und Abenteuer gesellten. Es wird also nicht langweilig, eher im Gegenteil. In manchen Situationen aber war es mir ehrlich etwas zu viel. Annika Meyer hat hier nicht immer alles wirklich gut durchdacht, es wirkte etwas unglaubwürdig, unlogisch auf mich.
Die Grundidee aber ist der Autorin wirklich gelungen und auch wenn es nicht immer stimmte, so entwickelte sich die Handlung an sich richtig gut.

Das Ende mit dem dazugehörigen Showdown wirkte überraschend auf mich. Hier konnte Annika Meyer wirklich bei mir punkten. Ich empfand das Ende als passend und den Roman abschließend.


Abschließend kann ich sagen ist „Verschwundene Seelen: die Vergessenen der Wirklichkeit“ von Annika Meyer ein etwas durchwachsenes Debüt der Autorin.
Die ganz gut beschriebenen vielfältigen Charaktere, ein zu Anfang etwas holpriger Stil der Autorin, der sich aber mit der Zeit immer mehr entwickelt und eine Handlung, die zwar Spannung aufbaut aber doch zum Teil unlogische Passagen beinhaltet, lassen mich zwiegespalten zurück. Potential ist hier auf jeden Fall vorhanden, die junge Autorin hat es aber nicht komplett ausgeschöpft.
Schade!



Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


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