Montag, 11. Juli 2016

Gelesen: "Durchs Feuer" von Jenny Valentine



-          Taschenbuch: 220 Seiten 
-          Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (19. Februar 2016) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3423650206 
-          ISBN-13: 978-3423650205  
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre 




Die Kunst des Liebens
Die junge Iris macht ihr Ding, zündelt schon mal, und für ihre Eltern hat sie nur Verachtung übrig. Aber wen wundert das? Mutter Hannah sieht nicht nur aus wie eine Barbiepuppe, sondern ist genauso leblos, und Stiefvater Lowell, der verkrachte Soap-Darsteller, macht die Sache auch nicht besser. Dann tritt Ernest, Iris' leiblicher Vater, in ihr Leben und ändert alles. Er, an den Iris keine Erinnerungen mehr hat, liegt im Sterben. Wäre das nicht schon genug an emotionaler Belastung, so bringt Iris` Mutter das Fass zum Überlaufen. Geldgierig und raffsüchtig, wie sie ist, hat Hannah keinerlei Respekt für den Todkranken. Stattdessen sieht sie sich bereits als Millionenerbin, denn Ernest ist ein hoch betuchter Kunstsammler - allein mehrere Picassos hängen in seinem Haus. Doch Ernests Tod bringt Klarheit. Es ist ein Abgang wie ein Paukenschlag! - Und die letzte große Liebeserklärung an seine Tochter Iris.
(Quelle: dtv Verlagsgesellschaft)


Der Jugendroman „Durchs Feuer“ stammt von der Autorin Jenny Valentine. Für mich war dies der erste Roman der Autorin überhaupt. Durch den Klappentext wurde ich hier neugierig und war gespannt was mich zwischen den Buchdeckeln wohl erwarten würde.

Die Protagonistin hier in diesem Roman ist Iris. Ihr Leben bisher war nicht wirklich leicht. Ihre Eltern sind getrennt, sie lebt bei ihrer sehr launischen Mutter von der sie nie die Liebe erfahren hat, die sie sich gewünscht hätte. Das macht Iris zu schaffen und so flüchtet sie sich ins Feuer. Dass heißt sie zündelt, was ihr gut tut. Nur so kann sie mit ihrem Frust umgehen. Und auch wenn man es nicht glaubt, Iris ist bei ihrer Zündelei immer vorsichtig. Außerdem wirkte Iris auf mich doch auch vernünftig und irgendwie auch liebenswert. Ich hatte des Öfteren doch auch Mitleid mit ihr.

Die weiteren Charaktere der Geschichte sind soweit ebenso gut gestaltet. Für Iris‘ Mutter hatte ich ganz ehrlich nur Verachtung übrig. Wie sie mit ihrer Tochter umgeht hat mir überhaupt nicht gefallen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und so kommt man flott durch die Seiten des Romans.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Iris. Jenny Valentine hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet. Sie passt hier wirklich gut, das man als Leser Iris noch viel besser kennenlernt.
Die Handlung selbst ist spannend und sehr gut umgesetzt. Der Plot ist wirklich gut dargestellt und ausgearbeitet, er besitzt viel Tiefe und Dramatik. Von der Idee her gefiel mir die Geschichte wirklich gut, Jenny Valentine versteht es wirklich ihren Leser zu überraschen und vor allem zu fesseln.

Das Ende ist absolut genial. Ich habe alles erwartet aber nicht das. Der angekündigte Paukenschlag tritt wirklich ein und ich habe auch noch lange nach dem Beenden über dieses Buch nachdenken müssen.


Insgesamt gesagt ist „Durchs Feuer“ von Jenny Valentine ein richtig guter Jugendroman, der mich zum Nachdenken angeregt hat.
Eine interessant gestaltete Protagonistin, der gut und angenehm lesbare Stil der Autorin und eine Handlung, die spannend gehalten ist und mit einem wirklichen Paukenschlag endet, haben mich begeistert und auf ganzer Linie überzeugt.
Sehr empfehlenswert!




Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!



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