Sonntag, 24. Juli 2016

Gelesen: "Freestyler" von Katja Brandis




-          Gebundene Ausgabe: 438 Seiten
-          Verlag: Beltz & Gelberg (1. Februar 2016)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3407821018
-          ISBN-13: 978-3407821010
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre




Was zählt, ist nur der Sieg ...
Für ihren Traum vom Olympischen Gold optimieren »Freestyler« ihre Körper ganz legal mit High-Tech-Prothesen und Implantaten. Die junge Sprinterin Jola ist nicht sicher, ob sie sich operieren lassen will. Der Druck ist hoch: Mit einem modifizierten Körper hätte sie vielleicht eine Chance auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2032 - so wie Ryan, der beinamputierte Sprinter, in den sie sich verliebt hat. Aber die neue Technik birgt Gefahren. Und bald geht es nicht mehr nur um den Sieg, sondern um Leben und Tod ...
(Quelle: Beltz & Gelberg)


Ich habe vor „Freestyler“ schon weitere Romane von Katja Brandis gelesen. Bisher hat sie mich jeweils überzeugen können und so war ich sehr neugierig was mich hier wohl erwarten würde.

Die Charaktere dieses Romans sind sehr tiefgründig und facettenreich gestaltet.
Jola ist 17Jahre alt und eine Sprinterin. Sie hat einen großen Traum, an Olympia 2032 in Argentinien teilzunehmen. Hierfür könnte sie ihre Beine optimieren lassen, könnte sich Muskeln bzw. Sehnen implantieren lassen nur um schneller zu laufen. Ich empfand Jola als sehr ehrgeizig, zielstrebig und wirklich gut gestaltet.
Ryan ist ein weiterer Charakter der Geschichte. Er sitzt im Rollstuhl, bekommt aber Prothesen mit denen er sich nach und nach immer mehr anfreundet. Zwischen Jola und Ryan entwickelt sich eine schöne Freundschaft. Für mich war Ryan wirklich sympathisch und vorstellbar.

Es gibt in der Geschichte noch weitere Charaktere. So zum Beispiel Jolas Freundin, die ihre Datenbrille über alles liebt. Sie alle sind ebenso gut gestaltet und dementsprechend beschrieben.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut. Katja Brandis hat es geschafft mich einzufangen, mir die Atmosphäre ihrer Geschichte näherzubringen. Die Stimmung unter den Sportlern wirkte auf mich greifbar.
Die Handlung hat mich wirklich erreicht und ja auch zum Nachdenken angeregt. Sie spielt ja in einer recht nahen Zukunft. Je mehr ich hier gelesen habe desto realer wurde es für mich. Und genau das fand ich erschreckend. Als Leser begleitet man hier Sportler auf ihrem Weg und es zeigt sich das dies eine harte Welt ist, das es schwierig ist.
Die Modifikationen, die hier am menschlichen Körper möglich sind, sind sehr interessant beschrieben. Man erfährt aber als Leser das auch diese nicht immer ohne Folgen bleiben. Dadurch wird ja auch der Konkurrenzkampf unter den Sportlern mehr und mehr entfacht. Es ist eben doch nicht alles Gold was glänzt bzw. Erfolg verspricht.

Je weiter man zum Ende kommt desto spannender wird die Handlung.
Das eigentliche Ende dann empfand ich als passend gewählt. Es schließt den Roman sehr gut ab und nach dem Beenden bleibt man als Leser dann doch nachdenklich zurück.


Insgesamt kann ich sagen ist „Freestyler“ von Katja Brandis ein Roman, mit einem sehr interessanten Thema.
Sympathisch gehaltene Charaktere, der packende Stil der Autorin sowie eine Handlung, die den Leser in eine nicht allzu ferne Zukunft entführt, in der schnell Spannung aufkommt und die auch sehr zum nachdenken anregt, haben mich hier wirklich auf ganzer Linie überzeugt.
Wirklich empfehlenswert!



Mein Dank geht an den Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!


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