Samstag, 20. August 2016

Gelesen: "Elanus" von Ursula  Poznanski



-          Broschiert: 416 Seiten
-          Verlag: Loewe (22. August 2016)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3785582315
-          ISBN-13: 978-3785582312
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre



Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.
Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.
(Quelle: Loewe)


Ich kannte bereits einige Romane aus der Feder der Autorin Ursula Poznanski. Bisher konnte sie mich immer begeistern, umso gespannter war ich auf ihr neuestes Werk „Elanus“. Der Klappentext versprach bereits sehr viel und auch das Cover wirkte schon ansprechend auf mich.

Jona ist 17 Jahre alt. Eigentlich zu jung für eine Universität aber er hat ein Stipendium bekommen und besucht nun eine Eliteuni. Allerdings Jona hat es nicht so mit seinen Mitmenschen in Kontakt zu treten. Er wirkt hier immer irgendwie arrogant und ja fast schon wie ein kleiner Klugscheißer. Am Anfang mochte ich Joan nicht sonderlich, seine Art war mir irgendwie unsympathisch. Zum Glück aber hat es sich im Verlauf gegeben, Jona eckt zwar immer noch sehr an aber insgesamt entwickelt er sich doch merklich zum Positiven.

Neben Jona gibt es noch andere Charaktere, wie beispielsweise seine Kommilitonen, oder auch Jonas Gastfamilie. Alle haben sie so ihre Eigenarten, sind aber sonst ganz gut und vorstellbar gestaltet.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker leicht zu lesen. Man kommt sehr gut ins Geschehen hinein und kann auch mühelos folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Jona. Ursula Poznanski hat hier die personale Erzählperspektive verwendet. Ich empfand sie als wirklich passend gewählt, denn man behält so einen guten Überblick, kann aber gleichzeitig Jona besser kennenlernen.
Die Handlung ist zu Anfang etwas hektisch, das gibt sich aber zum Glück wieder. Nach und nach zog die Spannung dann merklich an, es kommt merklich Fahrt auf. Man fragt sich als Leser was ist hier Wahrheit und was Lüge. Dadurch das man als Leser immer den gleichen Wissenstand hat wie Jona weiß man irgendwann nicht mehr wem man noch trauen kann. Man rätselt mit, will wissen was hier wirklich Sache ist.
Die Idee mit der kleinen Drohne gefiel mir unheimlich gut. Auch wenn es zugegeben doch gefährlich werden kann, wie Jona hier ja selbst erfahren muss.

Das Ende ist, so wie es ist, sehr gut. Allerdings hat mir hier doch etwas gefehlt, es bleiben ein paar Fragen offen auf die ich sehr gerne Antworten gehabt hätte. Schade eigentlich, das Ende hätte das I-Tüpfelchen werden können.


Abschließend gesagt ist „Elanus“ von Ursula Poznanski ein sehr guter Thriller, der mich mitgerissen hat.
Ein etwas eigenwilliger Protagonist, der sich im Verlauf aber sehr gut entwickelt, der flüssig und leicht zu lesende Stil der Autorin sowie eine Handlung, die spannend gehalten ist, deren Ende mich aber nicht ganz überzeugen konnte, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!


 

Kommentare:

  1. Hallo Manja,

    neugierig machst du mich allemal. Und eigenwillige Figuren sind meistens mein Fall. Ich bin auf jeden Fall gespannt, weil das Buch sogar gestern hier angekommen ist.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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  2. Schöne Rezi. Da bekomme ich Lust das Buch zu lesen. :)
    LG Ulrike

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