Dienstag, 27. September 2016

Gelesen: "Kein Kuss wie dieser" von Tanja Voosen



-          Format: Kindle Edition
-          Dateigröße: 2500 KB
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 360 Seiten
-          Verlag: Impress (1. September 2016)
-          Sprache: Deutsch




**Pures Bauchkribbeln!**
Auf Partys mit fremden Typen rumzuknutschen, gehört für Jessa zum Leben so sehr dazu wie eine Tüte Eis zum Sommer. Ein Kuss bleibt doch immer nur ein Kuss, an eine vermeintliche Magie glaubt sie nicht. Ganz anders sieht es der Mädchenschwarm Quinn Paxton, der für seine Bettgeschichten weit über die Schule hinaus bekannt ist, aber niemanden jemals küssen würde. Kein Wunder, dass zwischen den beiden Gegensätzen die Funken sprühen, wenn sie sich über den Weg laufen. Als sich während der Sommerferien dann auch noch herausstellt, dass Quinn der neue Angestellte in der Pension von Jessas Tante ist, bebt der Boden unter Jessas Füßen. Eigentlich hat sie genug eigene Probleme, als dass sie sich auch noch über einen dahergelaufenen Herzensbrecher Gedanken machen könnte, aber irgendetwas zieht sie immer wieder zu ihm…
(Quelle: Impress)


„Kein Kuss wie dieser“ stammt von der Autorin Tanja Voosen. Vor diesem Roman kannte ich bereits andere Geschichten der Autorin. Umso neugieriger war ich daher auf ihr neuestes Buch.

Die Charaktere dieser Geschichte haben mir wirklich gut gefallen. Sie wirkten auf mich persönlich realistisch, authentisch und glaubhaft gezeichnet.
Jessa musste bereits einige Dinge aushalten. Das Schicksal meinte es bisher nicht unbedingt gut mit ihr. Sie hat ihre Mutter verloren, musste sich so um Vater und Bruder kümmern. Sie lenkt sich mit Party und Jungs ab. Ich mochte Jessa schon gerne, sie hat Ecken und Kanten, die sie menschlich erschienen ließen.
Quinn hatte es bisher auch nicht unbedingt leicht, sein Vater ist gestorben. Er ist eher zickig, arrogant und ziemlich selbstsüchtig. Er wirkte aber auch unsicher auf mich, gerade als er auf Jessa trifft.
Diese beiden treffen hier aufeinander, so gegensätzlich sie auch sind.

Die Nebenfiguren wie Felix oder auch Miranda sind der Autorin sehr gut gelungen. Sie sind ebenso gut und vor allem glaubhaft gestaltet, ich konnte sie mir gut vorstellen.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker zu lesen. Ich bin flüssig durch die Seiten der Geschichte gekommen, konnte mühelos folgen und alles nachvollziehen.
Die Handlung selbst konnte mich nicht auf gesamter Linie überzeugen. Es lag ein wenig an der Liebesgeschichte, diese ist nicht so toll geschrieben wie in den anderen Romanen der Autorin. Sie ist zart und süß, keine Frage, aber mir hat hier was gefehlt. Es geht emotional und gefühlvoll zu, das gefiel mir gut. Aber mir fehlte dieser Kick, dieser Wow-Effekt, der für mich eine Geschichte unvergesslich macht.

Das Ende ist okay, so wie es ist. Es passt gut zur Gesamtgeschichte und macht sie rund. Aber ich persönlich hätte mir hier ein paar mehr Worte gewünscht. Es kam mir irgendwie zu kurz.


Alles in Allem ist „Kein Kuss wie dieser“ von Tanja Voosen ein sehr guter kurzweiliger Roman, der mich aber nicht ganz mitreißen konnte.
Glaubhaft und vorstellbare Charaktere, ein leicht und locker zu lesender Stil der Autorin, sowie eine Geschichte, die eine süße Liebesgeschichte beinhaltet, in der mir aber doch etwas gefehlt hat, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!




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