Freitag, 2. September 2016

Gelesen: "Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen" von Mary Kubica



-          Taschenbuch: 304 Seiten
-          Verlag: HarperCollins (18. Juli 2016)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3959670338
-          ISBN-13: 978-3959670333
-          Originaltitel: Pretty Baby




Schon immer hat Heidi Wood sich gern um andere gekümmert. Doch als sie eines Tages ein mysteriöses obdachloses Mädchen und dessen Baby mit nach Hause bringt, geht sie zu weit! Heidis Mann Chris hat Angst um seine Tochter – und um seine Frau. Denn sie beginnt sich zu verändern, scheint immer mehr in den Bann des unbekannten Mädchens zu geraten.
Chris beginnt zu recherchieren und stößt auf ein schreckliches Geheimnis. Aber um seine Frau und seine Tochter zu retten, scheint es schon zu spät zu sein …
Aus einer Zufallsbegegnung entspinnt sich ein undurchschaubares Netz der Lügen – ein aufwühlender Psychothriller von New York Times-Bestsellerautorin Mary Kubica!
(Quelle: HarperCollins)


Der Thriller „Pretty Baby – Das unbekannte Mädchen“ stammt von der Autorin Mary Kubica.
Angesprochen vom sehr interessant klingenden Klappentext war ich neugierig und sehr gespannt was mich wohl für eine Geschichte erwarten würde.

Die Protagonistin Heidi hat mir gut gefallen. Sie hat das Herz genau am richtigen Fleck und ist sehr hilfsbereit. Heidi ist bei einer Hilfsorganisation beschäftigt, die sich um Flüchtlinge kümmert. Sie selbst ist verheiratet und hat eine Tochter. Eines Tages lernt Heidi die junge Willow kennen. Diese hat ein Baby und ist obdachlos. Heidi nimmt Willow bei sich auf, was weder ihrem Mann noch ihrer Tochter gefällt. Im Verlauf der Handlung verändert sich Heidi merklich, sie lässt vieles schleifen.
Über Willow erfährt man nicht so viel. Als Leser ahnt man Willow verbirgt etwas.
Auch Heidi Mann und ihre Tochter sind gut gestaltet. Bei ihrem Mann wusste ich manchmal nicht so recht wie ich ihn nehmen sollte und die Tochter pubertiert wirklich sehr.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Allerdings, manche recht alltägliche Dinge empfand ich schon etwas übertrieben beschrieben. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Geschildert wird das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven. So unter anderem aus Heidis Sichtweise oder aus der von Willow und gegen Ende hin kommt noch Heidis Mann zu Wort. So wird das Geschehen von vielen Seiten beleuchtet, man kann aber alles recht gut nachvollziehen und auch verstehen.
Die Handlung konnte mich nicht direkt von Beginn an begeistern. Es dauert schon sehr lange bis hier endlich Fahrt und somit Spannung aufkommt. Ich hatte etwas komplett anderes erwartet. Es wirkte zäh und langwierig auf mich und ich war drauf und dran das Buch zur Seite zu legen. Ich habe mich aber durchgebissen und ab ca. der Hälfte wurde ich endlich dafür belohnt. Denn ab da kommt Spannung auf, hier wurde es interessant. Allerdings ich kann es nicht als Thriller bezeichnen. Für mich war es eher ein Drama.

Das Ende konnte mich auch nicht komplett überzeugen. Auf mich wirkte es zu konstruiert, zu geradlinig. Klar es passt aber mir war es zu einfach.


Abschließend gesagt ist „Pretty Girl – Das unbekannte Mädchen“ von Mary Kubica ein Roman, der es mir schwer gemacht hat.
Recht gut gestaltete Charaktere, ein gut lesbarer Stil der Autorin, der mir aber oftmals zu ausschweifend gewesen ist und eine Handlung, die leider erst ab etwa der Hälfte wirklich spannend und interessant wird, lassen mich zwiegespalten zurück.
Ich empfand das vorhandene Potential wurde hier nicht wirklich ausreichend genutzt.
Schade!



Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


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