Montag, 17. Oktober 2016

Gelesen: "Dich immer wiedersehen" von Jennifer E. Smith



-          Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
-          Verlag: Carlsen (28. Juli 2016)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3551556598
-          ISBN-13: 978-3551556592
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren




Stromausfall in New York: Lucy und Owen lernen sich irgendwo zwischen dem 10. und 11. Stock kennen, steckengeblieben im Fahrstuhl eines Hochhauses. Doch auch in völliger Dunkelheit sind sich die beiden gleich sehr sympathisch. Als sie nach ihrer Rettung durch die dunklen Straßen von Manhattan schlendern, steht für beide fest, dass sie ziemlich gut zusammenpassen. Doch mit dem Strom kehrt leider auch die Realität zurück: Lucy wird mit ihren Eltern in wenigen Tagen nach Europa ziehen. Wann und wo wird sie Owen wiedersehen? Ein wunderbarer neuer Schmöker von Jennifer Smith (“Geschmack von Glück”) – hochromantisch, unterhaltsam und trotzdem mit Tiefgang.
(Quelle: Carlsen)


Der Jugendroman „Dich immer wiedersehen“ stammt von der Autorin Jennifer E. Smith. Für mich war dies nicht der erste Roman der Autorin, ich kenne bereits ein anderes Werk aus ihrer Feder. Angesprochen vom Klappentext war ich sehr gespannt auf die Geschichte, die mich hier zwischen den Buchdeckeln erwarten würde.

Die beiden Protagonisten Lucy und Owen kommen aus komplett verschiedenen Gesellschaftsschichten. Während Lucy eher reich ist, hat Owen nicht besonders viel Geld. Doch für beide sind diese Unterschiede nicht wichtig. Für sie zählen nur ihre Gefühle und ihr Herz. Die Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellen, meistern sie sehr gut. Beides sind starke und charismatische Figuren, die ich wirklich sehr gerne gemocht habe. Ich empfand sie beide als authentisch und glaubhaft beschrieben, so konnte ich sie mir auch wunderbar vorstellen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker leicht zu lesen. Jennifer E. Smith schreibt jugendlich und verständlich.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Lucy und Owen. Die Autorin hat hierbei jeweils die personale Erzählperspektive verwendet. Die Gedanken der beiden werden so durchaus auch deutlich und man erfährt auch etwas über die Vergangenheit der Protagonisten. Aber ich empfand die Perspektive nicht als hundert prozentig passend.
Die Handlung beginnt sehr plötzlich, ohne irgendwelche Vorreden oder Einführung. Lucy und Owen stecken plötzlich im Fahrstuhl und los geht’s auch schon. Die Zeit im Fahrstuhl gefiel mir auch wirklich sehr gut. Hier stimmt die Chemie zwischen den beiden und ich empfand hier alles als glaubhaft beschrieben. Auch die dunkle Stadt wirkte realistisch auf mich.
Danach allerdings hat die Geschichte für mich irgendwie n Charme verloren. Es gibt kaum noch Begegnungen zwischen Lucy und Owen, was ich ganz ehrlich doch schade fand. Die beiden sind so süß miteinander, ein paar mehr Szenen hätten der Geschichte wirklich gut getan.
Und dennoch gibt es immer wieder unerwartete Wendungen, vor allem auch in der Entwicklung der beiden, dass ich wissen musste wie es ausgeht.

Leider hat mich das Ende nicht komplett überzeugt. Es ist leider etwas zu offen gehalten. Ich hätte mir hier noch etwas mehr über die Zukunft der beiden gewünscht.


Insgesamt gesagt ist „Dich immer wiedersehen“ von Jennifer E. Smith ein Jugendroman, der stark beginnt, dann aber leider nachlässt.
Authentisch beschriebene Charaktere, ein flüssig lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die mich in der ersten Hälfte wirklich begeistern konnte, dann aber leider doch Charme verliert, haben mir, durch unerwartete Wendungen, unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


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