Montag, 24. Oktober 2016

Gelesen: "Für König und Vaterland: Der Wechselbalg" von Susanne Gerdom



-          Taschenbuch: 400 Seiten
-          Verlag: Drachenmond-Verlag (14. Dezember 2015)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3959910517
-          ISBN-13: 978-3959910514




London im Jahr 1815 – England erfährt eine Atempause im Krieg gegen Napoleon, aber die englischen Vampire, Werwölfe und Elfen müssen sich immer noch gegen die Dämonenjäger des Vatikans zur Wehr setzen. Das »Liederliche Quartett«, eine Freundesgruppe tollkühner junger Adliger, steht im Dienste des Innenministers, um eine Verschwörung gegen das Königshaus aufzudecken.
Idris Hathaway, Marquess of Auden, der »Wechselbalg«, soll in eine Gruppe von Hochverrätern eingeschleust werden. Doch dann wird seine Mätresse ermordet und er als Mörder verdächtigt, während ihm selbst ein Attentäter auf den Fersen ist.
Wie nahe steht Idris der Verräter, nach dem das Quartett sucht? Und welches Geheimnis verbirgt die verruchte Lady Falconer? Idris gerät in Lebensgefahr, und nur die Elfen von London können ihn retten …
(Quelle: Drachenmond Verlag)


„Für König und Vaterland: Der Wechselbalg“ stammt aus der Feder von Susanne Gerdom. Für mich war dies nicht der erste Roman der Autorin. Aufgrund des ansprechend klingenden Klappentextes und des Covers war ich neugierig auf die Geschichte, die mich zwischen den Buchdeckeln erwarten würde.

Die Charaktere, von denen es hier sehr viele verschiedene gibt, sind an sich gut gestaltet. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen hier 4 Adlige. Ich muss zugeben auf mich machten sie den Eindruck, dass sie doch verwöhnt und arrogant seien. Vor dem Hintergrund der Zeit, in der das Geschehen angesiedelt ist, wurden sie mir aber nach und nach doch sympathisch.
Idris ist einer von ihnen. Bei ihm fuhr meine Sympathie im wahrsten Sinne Achterbahn. Er hats mir echt schwer gemacht. Er wirkte aber nichts desto trotz menschlich. Idris ist der Wechselbalg und er denkt er wäre ausgestoßen und missachtet.

Auch die anderen 3 der Adligen sind gut gestaltet. Sie konnte ich mir sehr gut vorstellen und deren Handlungen auch gut nachvollziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich gut und leicht lesen. Ich bin flott durch das Geschehen, das zu Anfang eigentlich gar nicht so einfach gehalten ist, gekommen und konnte gut folgen.
Das Geschehen selbst ist unvorhersehbar und hat mich immer wieder überraschen können. Nichts ist hier durchsichtig oder zu erahnen, so gefällt mir das wirklich gut. Allerdings der Anfang war mir etwas zu schleppend. Die Handlung brauchte mir ein wenig zu lange bis wirklich Fahrt aufkam. Dann aber war es sehr spannend und interessant gehalten.
Angesiedelt ist das Geschehen im 19. Jahrhundert und Susanne Gerdom hat sich in ihrer Schreibweise auch dieser Zeit angepasst. So wirkt alles authentisch und glaubhaft.

Das Ende kam mir etwas zu flott. Ich hatte irgendwie das Gefühl man wird aus der Handlung gerissen. Es passt irgendwie aber irgendwie auch nicht. Ich würde mich über eine Fortsetzung auf jeden Fall freuen.


Abschließend gesagt ist „Für König und Vaterland: Der Wechselbalg“ von Susanne Gerdom ein doch sehr guter Roman, der im 19. Jahrhundert angesiedelt ist.
Gut gestaltete Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ein wenig Zeit braucht, dann aber spannend und interessant gehalten ist, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!


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