Sonntag, 27. November 2016

Gelesen: "Die Schande der Lebenden" von Mark Billingham



-          Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
-          Verlag: Atrium Zürich (26. August 2016)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3855350108
-          ISBN-13: 978-3855350100


 

Fünf Menschen, die sich zufällig begegnen, bilden einen Kreis. Jeder von ihnen hat ein dunkles Geheimnis. Doch eines davon ist schwarz wie die Nacht. Fünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versammeln sich jeden Montag im selben Haus. Sie alle sind Verlorene, die in ihrem Leben Schande auf sich geladen haben und sich nun auf der Suche nach Hilfe zufällig begegnet sind. In ihrer Mitte sitzt der Therapeut Tony De Silva, der eine ganz eigene Vergangenheit hat. In ihrem Kreis offenbaren sich die fünf gegenseitig ihre dunkelsten Geheimnisse. Dabei gibt es nur eine Regel: Nichts von dem, was zwischen ihnen besprochen wird, darf jemals nach außen dringen. Selbst als einer der fünf ermordet aufgefunden wird, bricht keiner sein Schweigen. Und doch ist nichts mehr wie zuvor. Denn zum Kreis gehört nun auch ein Mörder – der alles über die anderen weiß.
(Quelle: amazon)


Von Mark Billingham habe ich zuvor bereits etwas gelesen. Daher war ich nun gespannt auf „Die Schande der Lebenden“, das mich vom Klappentext her sehr angesprochen hat. Neugierig habe ich mich also ans Lesen gemacht.

Die Charaktere werden hier nicht gerade in einem guten Licht dargestellt. Es geht hier um 5 Menschen, die verschieden sind und sich im Wintergarten von Tony treffen.
Tony ist von Beruf Therapeut, die Menschen hier ehemalige Süchtige. Als Leser trifft man hier auf einen Junkie, einen Spieler, eine Fresssüchtige und einen Alkoholiker. So unterschiedlich sie auch sind, es gibt dennoch Gemeinsamkeiten. Diese Gruppe wirkte auf mich irgendwie auch skurril.

Die Nebencharaktere, wie beispielswiese die Polizistin Tanner, die im hier eintretenden Mordfall ermittelt, sind soweit gut gestaltet. Auch sie sind facettenreich und ich konnte sie mir gut vorstellen.

Der Schreibstil des Autors ist ganz gut zu lesen. Zu Beginn brauchte ich ein paar Seiten um ins Geschehen hineinzukommen, dann aber ging es ganz gut voran.
Die Handlung unterteilt sich in Kapitel von Damals und Jetzt. Diese Mischung macht es ziemlich komplex und ich muss gestehen die Fragen in meinem Kopf wurden von Seite zu Seite mehr. Man wird hier als Leser dazu animiert mitzurätseln. Es kommt Spannung auf aber auch die Emotionen kommen hier nicht zu kurz. Alles wirkte gut durchdacht auf mich und soweit auch nachvollziehbar. Es ist aber etwas eigenwillig und man muss sich schon konzentrieren um nicht den roten Faden zu verlieren.

Das Ende, die Auflösung des Ganzen ist wirklich gelungen. Es passt alles zusammen, wird rund und ist in sich abgeschlossen.


Insgesamt gesagt ist „Die Schande der Lebenden“ von Mark Billingham ein Roman, der es mir nicht immer leicht gemacht hat.
Recht skurrile Charaktere, ein Schreibstil der, abgesehen vom Beginn, gut zu lesen ist und eine Handlung, die spannend ist und in der es auch an Emotionen nicht mangelt, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!


Kommentare:

  1. Hallöchen :)

    Ich hab es normalerweise nicht so mit thriller aber dieser hier klingt ganz interessant! Vor allem hat mich der Titel auf dazu verleitet weiter zu lesen (und der Klapptext dann deine Rezi) Und ich muss sagen, dass ich irgendwie lust jetzt habe es zu lesen... mal schauen... vielleicht zieht es ja bald bei mir ein ^^

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag!

    Alisia

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  2. Guten Morgen,
    Ich habe das Hörbuch von "Die Schande der Lebenden" gehört und war ehrlich gesagt eher etwas ernüchtert.
    Interessant deine Meinung dazu zu lesen.
    LG Ulrike

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