Samstag, 19. November 2016

Gelesen: "Die Spuren meiner Mutter" von Jodi Picoult



-          Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
-          Verlag: C. Bertelsmann Verlag (29. August 2016)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 357010236X
-          ISBN-13: 978-3570102367
-          Originaltitel: Leaving Time


 

Mitreißend und berührend: Eine Tochter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter
Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung.
(Quelle: C. Bertelsmann Verlag)


Jodi Picoult ist eine Autorin, die mir bereits gut bekannt gewesen ist. Daher war ich hier auch neugierig darauf was mich in „Die Spuren meiner Mutter“ wohl erwarten würde. Der Klappentext jedenfalls versprach bereits eine spannend und interessante Geschichte.

Jenna ist 13 Jahre alt. Sie hat einen einzigen großen Wunsch, sie will ihre Mutter finden. Diese ist vor 10 Jahren in einem Elefantenreservat verschwunden. Ich konnte diesen Wunsch nachvollziehen, immerhin ist die Mutter ein wichtiger Bezugspunkt für ein Kind. Was ich schade fand, Jenna bekommt von ihrer Großmutter keine Hilfe. Nur eine Hellseherin und ein ehemaliger Polizist stehen Jenna bei. Jenna ist gut beschrieben, man kann sie sich als Leser gut vorstellen.

Die anderen Charaktere wie die Hellseherin Serenity oder Virgil sind der Autorin sehr gut gelungen. Nur die Großmutter konnte bei mir nicht wirklich punkten, da sie ihrer Enkelin nicht zur Seite steht.
Und es gibt hier noch ganz besondere Figuren, die Elefanten. Sie haben mich besonders begeistert.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Jodi Picoult konnte mich mit ihren Worten berühren und für ihre Geschichte gewinnen.
Geschildert wird das Geschehen in der personalen Erzählperspektive. Es kommen unter anderem Jenna, Serenity oder auch Virgil zu Wort. Somit wird das Geschehen komplex und vielsichtig.
Die Handlung ist interessant und durchaus auch spannend gehalten. Allerdings manchmal empfand ich die Melancholie doch ein wenig erdrückend, es war mir manchmal etwas zu viel.
Das Thema Elefanten ist sehr präsent, sie nehmen einen großen Raum im Geschehen ein. Interessant fand ich persönlich die hellseherischen Fähigkeiten von Serenity. Diese fügen sich sehr gut ins Gesamtgeschehen ein.

Das Ende ist nicht vorherzusehen. Mich hat es sehr überrascht aber auch traurig gestimmt. Es passt aber wirklich gut zur Gesamtgeschichte und schließt sie gut ab.


Abschließend gesagt ist „Die Spuren meiner Mutter“ von Jodi Picoult ein wirklich interessanter Roman.
Gut gezeichnete Charaktere, ein flüssig lesbarer Stil der Autorin sowie eine Handlung, die interessant und spannend gehalten ist, mir aber doch manchmal ein wenig zu bedrückend und melancholisch war, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!



Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!


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