Freitag, 23. Dezember 2016

Gelesen: "Cindy & Rella" von Marie Menke



-          Format: Kindle Edition
-          Dateigröße: 2026 KB
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 263 Seiten
-          Verlag: Impress (1. Dezember 2016)
-          Sprache: Deutsch



**Die Prinzessin und das Aschenputtel**
Ihr siebzehnter Geburtstag ist der Tag, an dem sich alles entscheiden wird – da sind sich Cindy und Rella einig. Sei es eine glitzernde Party, die Cindy zur Prinzessin des Berliner Nachtlebens krönt, oder ein auf Pergament geschriebener Brief, der Rellas Bestimmung offenbart: An diesem Tag rechnen sie beide fest damit, dass etwas geschehen wird, das ihr Leben für immer verändert. Womit sie jedoch nicht rechnen, ist, dass sie sich ausgerechnet an diesem Tag zum ersten Mal über den Weg laufen werden. Zwei Mädchen, die sich äußerlich bis aufs Haar gleichen und deren Schicksale von Geburt an miteinander verwoben sind. Verliebt in zwei Jungen, von denen nur einer ein Prinz sein kann…
(Quelle: Impress)


Marie Menke konnte mich bisher mit ihren Geschichten immer gut unterhalten. Nun ist ihr neuer Roman „Cindy & Rella“ erschienen und durch Cover und Klappentext angesprochen war ich wirklich gespannt auf die Geschichte hier.

Cindy und Rella sind zwei Protagonistinnen, die sehr unterschiedlich gestaltet sind. Cindy ist hier sowas wie die Prinzessin. Sie bekommt alles was sie sich wünscht, was sie haben möchte. Ein Leben in Luxus. Cindy muss immer im Mittelpunkt stehen, sie braucht diese Aufmerksamkeit. Mir gefiel Cindy gut, ich konnte sie mir gut vorstellen.
Rella ist genau das Gegenteil von ihr. Sie ist eher ein Aschenputtel, lebt in einer Fabrik wo sie auch arbeitet. Ihr Leben besteht nur aus Arbeit. Rella hat aber Träume, sie will die große weite Welt sehen.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und angenehm zu lesen. Ich bin ganz gut durch die Geschichte gekommen und konnte gut folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Perspektiven von Cindy und Rella. Für beide Sichtweisen hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet, die hier, so finde ich zumindest, wirklich gut passt. Man lernt so beide Mädchen sehr gut kennen und kann deren Handlungen verfolgen.
Die Handlung ist von der Idee her toll. So hat man das Märchen noch nicht gelesen. Allerdings ich hatte so ein paar kleinere Probleme mit der Umsetzung. Beide Welten sind richtig gut gestaltet aber mir fehlte irgendwie die Spannung. Ich empfand das Geschehen als lang und zäh. Zwar blitzt immer mal wieder Marie Menkes Schreibttalent auf aber diese Szenen halten leider nicht lange vor. Ich fand es total schade, denn es hätte so gut werden können. Doch irgendwie dreht sich das Geschehen im Kreis. Es hätte gern mehr passieren dürfen.

Das Ende hat meine Meinung etwas besänftigt. Mir hat es gefallen, es passt, schließt den Roman ab und macht das Geschehen soweit rund.


Insgesamt gesagt ist „Cindy & Rella“ von Marie Menke ein Roman, von dem ich mir sehr viel erhofft hatte.
Gut gezeichnete Charaktere und ein angenehm lesbarer Stil der Autorin stehen hier aber einem Geschehen gegenüber, das mir von der Umsetzung nicht ganz zugesagt hat. Es sind gute Stellen vorhanden, doch leider verlieren sich diese immer wieder. Potential ist auf jeden Fall da, nur leider bleibt es ungenutzt.
Schade!




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