Dienstag, 13. Dezember 2016

Gelesen: "Das Frostmädchen" von Stefanie Lasthaus



-          Broschiert: 400 Seiten
-          Verlag: Heyne Verlag (14. November 2016)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3453317297
-          ISBN-13: 978-3453317291



Als ihr Freund Gideon bei einem Streit handgreiflich wird, flieht die zwanzigjährige Neve hinaus in die klirrend kalte Nacht des kanadischen Winters und verirrt sich. Glücklicherweise wird sie rechtzeitig von dem jungen Künstler Lauri gefunden, der sie in seiner abgelegenen Blockhütte gesund pflegt. Bei Lauri fühlt sich Neve vom ersten Augenblick an geborgen, und zwischen den beiden entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch in der Nacht im Wald ist etwas mit Neve geschehen – etwas, das die uralte Wintermagie in ihr entfesselt hat …
(Quelle: Heyne Verlag)


Ich kannte bereits Geschichten der Autorin Stefanie Lasthaus, allerdings unter einem anderen Namen. Umso neugieriger war ich daher auf „Das Frostmädchen“, das mich sowohl vom Cover als auch vom Klappentext sehr angesprochen hat.

Die Charaktere haben es mir leider nicht sonderlich leicht gemacht. Ich habe lange gebraucht um ein wenig an sie heranzukommen.
Neve wirkte recht unsympathisch auf mich. Sie handelt nicht unbedingt überlegt, ist zum Teil schon sehr naiv veranlagt. Sie ändert sich im Verlauf der Handlung ein wenig, doch wirklich Freunde wurden wir beide nicht.
Bei Lauri war das anders. Mit ihm kam ich besser zurecht, seine doch sympathisch, gerade Art gefiel mir gut. Außerdem Lauri hat das Herz auch am rechten Fleck.

Die angesprochenen Nebenfiguren des Romans blieben doch sehr blass und unscheinbar. Die Geschichte konzentriert sich hauptsächlich auf Neve und Lauri.

Der Schreibstil der Autorin an sich ist gut und leicht zu lesen. Es ist alles nachvollziehbar und verständlich beschrieben, man kommt also recht gut durch die Seiten des Buches.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Perspektiven beider Protagonisten. So kann man als Leser sowohl Neve als auch Lauri gut folgen.
Die Handlung beginnt leicht und man kommt gut ins Geschehen hinein. Allerdings ich habe mir mehr versprochen, der Klappentext versprach so viel. Es kommt hier kaum Spannung auf, es zieht sich doch merklich in die Länge. Das passiert zum Großteil in der Mitte des Romans. Hier habe ich schon arg kämpfen müssen.
Die im Klappentext angesprochene zarte Liebesgeschichte passte nicht wirklich in die Handlung hinein. Auch die Erotikszenen wirkten vollkommen fehlplatziert.
Von der Grundidee hätte es wirklich toll werden können, ich fühlte mich aber als würde ich mich im Kreis drehen.

Der Schluss wiederum hat mir gefallen. Hier holt die Autorin doch einiges heraus, aber leider reicht es nicht für das gesamte Buch. Das Ende passt gut und schließt den Roman letztlich gut ab.


Zusammengefasst gesagt ist „Das Frostmädchen“ von Stefanie Lasthaus ein Roman, der richtig gut hätte werden können.
Der flüssig lesbare Stil der Autorin steht hier leider etwas blassen Charakteren und einer doch ziemlich zähen und nicht wirklich spannenden Handlung gegenüber.
Die Grundidee hat mir gefallen, der Rest leider nicht so. Das Potential wurde nicht vollkommen ausgeschöpft, leider.
Schade eigentlich!



Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


1 Kommentar:

  1. Ich habe bereits mit mir gerungen, ob ich das Buch kaufen soll oder nicht. Schön, wenn es passend dazu eine Rezension gibt.
    Danke dafür! :)

    Liebe Grüße
    Ulrike

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