Mittwoch, 21. Dezember 2016

Gelesen: "Lamantin: Aufbruch ins Ungewisse" von Markus J. Beyer



-          Gebundene Ausgabe: 248 Seiten
-          Verlag: familia Verlag (28. September 2016)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3943987787
-          ISBN-13: 978-3943987782
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre



Der zwölfjährige Thilo ist ein lebhafter und wissbegieriger Junge. Selbst der Rollstuhl, der seit einem schweren Unfall sein Leben beherrscht, kann daran nichts ändern. Thilo träumt davon, ein großer Entdecker zu werden. Seine größte Entdeckung macht er allerdings in einem Naturalienkabinett. Dort bezaubert ihn ein seltsames Wesen mit seinem plätschernden Gesang. Zwischen den beiden entsteht eine tiefe Bindung und Thilo tauft das Meermädchen auf den Namen Undine. Doch auch eine tiefe Traurigkeit nimmt in Undines Nähe von Thilo Besitz. Schnell ist klar – das Meerwesen wird sterben, wenn es nicht bald zurück ins Meer gelangt. Zusammen mit dem technikbegeisterten Paul schmiedet Thilo einen waghalsigen Plan, der Undines Leben retten soll. Doch die beiden sind nicht die Einzigen, die Interesse an dem wundersamen Meerwesen zeigen.
(Quelle: familia Verlag)


Bisher kannte ich den Autor Markus J. Beyer noch nicht. Nun hatte ich die Chance sein neuestes Werk „Lamantin: Aufbruch ins Ungewisse“ zu lesen. Das Cover dieses kleinen Büchleins sowie der Klappentext haben mich sehr angesprochen und so begann ich neugierig mit dem Lesen.

Der Protagonist Thilo ist 12 Jahre alt und sehr wissbegierig. Außerdem ist Thilo auch sehr mutig und intelligent, Tiere und die Natur haben es ihm am meisten angetan. Leider sitzt Thilo im Rollstuhl, mir hat aber sehr gefallen wie er mit seinem Schicksal umgeht. Er hat es angenommen, sich sehr gut damit arrangiert. Thilo verschlingt regelrecht Bücher, vor allem über Wissenschaft. Ich fand ihn sehr gut beschrieben und seine Handlungen konnte ich gut nachvollziehen.
Ein weiterer Charakter der Geschichte ist Paul. Er ist ebenso technikbegeistert und sehr interessiert. Gemeinsam mit Thilo begibt er sich auf ein sehr waghalsiges Abenteuer.

Es gibt noch weitere Charaktere in der Geschichte. Den meisten von ihnen begegnen Thilo und Paul auf ihrer Reise ans Meer. Manch einer von ihnen ist den beiden wohlgesonnen, andere nicht so wirklich.

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und locker zu lesen. Man kommt auch sehr flott durch die Seiten, die Handlung ist recht gut erzählt.
Die Handlung selbst hat mir sehr gefallen. Sie ist abenteuerlich und auch spannend gehalten. Und das Geschehen erreicht den Leser, es ist sehr sensibel geschrieben. Der Autor zeigt hier, dass jeder Mensch einzigartig ist, jeder hat besondere Stärken und ja auch Schwächen. Aber mit diesen muss man leben, sie akzeptieren.
Angesiedelt ist die Geschichte zu Ende des 19. Jahrhunderts. Daher wirkte beispielsweise der Rollstuhl von Thilo ein wenig altmodisch. Die hatte ich ein paar Probleme ihn mir vorzustellen, mich überhaupt in das Zeitalter hineinzudenken. Das ist natürlich Geschmackssache, das empfindet jeder anders.

Das Ende der Geschichte ist gelungen. In meinen Augen passt es gut zur Gesamthandlung, schließt sie wirklich gut ab und macht sie rund.


Zusammengefasst gesagt ist „Lamantin: Aufbruch ins Ungewisse“ von Markus J. Beyer ein Roman, der mir gut gefallen und mich nachdenklich gestimmt hat.
Sehr gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger angenehm zu lesender Stil des Autors sowie eine Handlung, die interessant, abenteuerlich und spannend gehalten ist, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich beim familia Verlag und Blogg dein Buch für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


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