Montag, 2. Januar 2017

Gelesen: "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson



-          Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
-          Verlag: cbt (21. November 2016)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3570164594
-          ISBN-13: 978-3570164594
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
-          Originaltitel: I'll give you the Sun


 

Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ...
(Quelle: cbt)


Bisher war mir die Autorin Jandy Nelson komplett unbekannt. Auf ihren Jugendroman „Ich gebe dir die Sonne“ bin ich allein durch das Cover aufmerksam geworden. Als ich dann den Klappentext las war ich sehr gespannt und begann letztlich neugierig mit dem Lesen.

Die beiden Protagonisten Jude und Noah sind Zwillinge. Zu Beginn noch unzertrennlich, ändert sich das im Verlauf der Handlung merklich. Sie machen unterschiedliche Entwicklungen durch.
Zu Anfang sind die beiden 13 Jahre alt. Noah ist zu diesem Zeitpunkt künstlerisch sehr begabt und leider auch ein ziemlicher Außenseiter. Er macht eine enorme Entwicklung durch, denn nur 3 Jahre später, mit 16 Jahren, hängt er eher mit den ganz coolen Kids rum. Die Kunst hat keinen Platz mehr in seinem Leben.
Jude ist mit 13 ein Mädchen das die Jungs reihenweise um den Finger wickelt. 3 Jahre später jedoch will sie von Jungs nichts mehr wissen und widmet sich lieber ihren Ton-Statuen.
Beide Charaktere sind sehr authentisch und glaubhaft beschrieben, sie sind greifbar, haben sehr viel Tiefe, sind lebendig beschrieben.

Der Schreibstil der Autorin war für mich doch sehr gewöhnungsbedürftig. Ich habe eine ganze Weile gebraucht um wirklich im Geschehen anzukommen. Dann aber kann ich gut und flüssig voran, konnte sehr gut folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus zwei Zeitebenen. Zum einen ist es Noah, der hier im Alter von 13 Jahren erzähl. Und andererseits kommt Jude als 16-jährige Zu Wort. Die Sichtweisen wechseln sich hier kapitelweise ab, treffen dann aber auch irgendwann zusammen. Beide Ebenen werden in der jeweiligen Ich-Perspektive geschildert. Man ist also sehr dich an den Zwillingen dran.
Die Handlung ist einerseits sehr unterhaltsam aber auch ungeheuer emotional und auch traurig. Das Chaos, in dem sich beide Teenager hier befinden wird glaubhaft geschildert, man kann sich als Leser ohne Probleme in beide hineinversetzen. Es geht hier nicht nur um die Pubertät, das Erwachsenwerden, auch Probleme in der Familie oder die erste große Liebe werden angesprochen.

Das Ende hat mir leider nicht so ganz gefallen. Irgendwie wirkte es auf mich zu einfach, zu leicht abgehandelt. Hier hätte ich mir wirklich mehr gewünscht.


Zusammengefasst gesagt ist „Ich gebe dir die Sonne“ von Jandy Nelson ein Jugendroman, der mich emotional berührt hat.
Authentische Charaktere, ein etwas gewöhnungsbedürftiger Stil der Autorin und eine Handlung, die vielerlei Themen anspricht, die Jugendlich sehr bewegen und die zum Teil richtig dramatisch wird, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


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