Freitag, 27. Januar 2017

Gelesen: "Lost Boy" von Johannes Groschupf



-          Taschenbuch: 240 Seiten
-          Verlag: Oetinger Taschenbuch (13. Januar 2017)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3841504477
-          ISBN-13: 978-3841504470
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


 

Verloren in den Tunneln des Vergessens: Als Lennart nachts im Hamburger Hauptbahnhof erwacht, weiß er weder wo er ist, noch wer er ist oder warum er hier ist. Nur mit dem Foto eines ihm unbekannten Mädchens in der Tasche macht er sich auf die Suche nach seiner Identität und seiner scheinbar verlorenen Liebe. Seine Reise führt ihn tief in die Clubszene Berlins und bringt ihn seiner Vergangenheit immer näher. Nach und nach findet Lennart heraus, dass er den musikalischen Manipulationen des charismatischen, aber gefährlichen DJs Bulgur verfallen ist. Wird Lennart sich retten können? Der neue Roman vom Autor von "Lost Places".
(Quelle. Oetinger Taschenbuch)


„Lost Boy“ stammt von dem Autor Johannes Groschupf. Bisher konnten mich alle Bücher dieses Autors immer überzeugen und so war ich gespannt was mich hier wohl erwarten würde. Vom Klappentext her versprach es mir bereits sehr viel.

Die Charaktere dieser Geschichte hier sind geübten Johannes Groschupf Lesern bereits gut bekannt. Aber auch wenn man noch nichts vom Autor kennt findet man sich gut mit ihnen zurecht.
Lennart ist hier der Protagonist. Er ist ziemlich einsam und hilflos, immerhin weiß er zunächst rein gar nichts. Er war von Beginn an sympathisch, man fühlt sich als Leser auf Anhieb mit ihm verbunden. Im Verlauf der Handlung kehrt Lennarts Erinnerung langsam zurück und so nach und nach wird hier klar was passiert ist.

Es gibt noch andere Charaktere in dieser Geschichte. Auch sie sind dem Autor sehr gut gelungen, da sie vorstellbar beschrieben sind. Bei manch einem von ihnen weiß man aber nicht auf Anhieb woran man wirklich ist.

Der Schreibstil des Autors ist mitreißend und hat mich von Anfang an für sich eingenommen. Ich mag den Stil des Autors sehr, er ist unverwechselbar.
Geschildert wird das Geschehen hier aus Sicht von Lennart. Man ist also als Leser immer direkt an ihm dran, weiß zu Beginn genauso viel wie er und kann ich seine Gedanken und Gefühle schauen.
Die Handlung selbst wirkte zunächst sehr mysteriös. Die Atmosphäre war sehr dunkel und geheimnisvoll. Es gibt so durchaus auch Gänsehautmomente. Durch den Stil des Autors wirkte alles sehr bildhaft auf mich. Hinzu kommt das auch Musik eingebunden ist.
Beim Geschehen selbst wirkte es mir manchmal etwas zu oberflächlich. Hier hätte man gerne noch tiefer gehen können.

Das Ende war mir persönlich leider zu offen. Man hat als Leser so zwar die Möglichkeit sich selbst Gedanken zu machen wie es wohl weitergehen könnte. Ein klarer Schnitt aber wäre mir ehrlich lieber gewesen. Zum Gesamtgeschehen aber passt der Schluss dennoch richtig gut.


Zusammengefasst gesagt ist „Lost Boy“ von Johannes Groschupf ein Jugendroman, der mich mitreißen konnte.
Gut beschriebene Charaktere, ein fesselnder Stil des Autors sowie eine Handlung, die zwar sehr spannend und richtig gehend mysteriös gehalten ist, in der mir aber ein paar Mal doch die Tiefe gefehlt hat, haben mir hier tolle Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich bei der NAB und dem Verlag für das Leseexemplar und die Leserunde!


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