Montag, 9. Januar 2017

Gelesen: "Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche" von Marie Lu



-          Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
-          Verlag: Loewe (16. Januar 2017)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3785583532
-          ISBN-13: 978-3785583531
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


 

Nach Legend taucht Bestsellerautorin Marie Lu mit ihrer neuen historischen Fantasy-Reihe Young Elites in eine Welt voller Magie ein und zeigt eine Heldin, die zwischen Liebe und Dunkelheit gefangen ist.
Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...
(Quelle: Loewe Verlag)


Marie Lu ist die Autorin der bekannten und beliebten „Legend – Trilogie“. Nun also durfte ich „Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche“ aus ihrer Feder lesen. Es ist der Auftakt der „Young Elites – Trilogie“. Der Klappentext hat mich hier unheimlich neugierig gemacht und so begann ich gespannt mit dem Lesen.

Mit der Protagonistin Adelina hat die Autorin jemanden erschaffen, der es einem nicht gerade leicht macht sie zu mögen. Adelina ist die Tochter eines recht reichen Kaufmanns, die jedoch vor einigen Jahren an Blutfieber erkrankt war. Dieses Fieber hat sie schwer gezeichnet, sie wurde zu einer Malfetto. Durch das Blutfieber aber hat Adelina auch Fähigkeiten bekommen, die hier nach und nach zum Leben erweckt werden. Vom Charakter her ist Adelina eher ziemlich verbittert. Außerdem kommt sie doch auch sehr skrupellos und ja auch böse rüber. Dass sie durch das Blutfieber so gezeichnet wurde hasst sie sehr. Innerlich ist sie doch sehr zerrissen.
Adelinas Schwester Violetta war ebenfalls am Blutfieber erkrankt. Sie hat dieses jedoch ohne irgendwelche Einschränkungen überstanden. Daher ist sie auch der Liebling des Vaters, was Adelinas Hass zusätzlich anstachelt.

Die anderen in der Geschichte vorkommenden Charaktere sind der Autorin recht gut gelungen. Man darf hier wirklich gespannt sein wer noch welche Rolle einnehmen wird. Jeder von ihnen ist irgendwie für sich einzigartig. Man kann hier niemanden so einfach in die Gut und Böse Schiene stecken. Besonders interessant fand ich Enzo, einer der „Elite“.

Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen. Man kommt soweit flüssig durch die Seiten und kann gut folgen. Zudem schreibt Marie Lu bildhaft, so dass man sich die Umgebung sehr gut vorstellen kann.
Hauptsächlich wird das Geschehen aus der Sichtweise von Adelina geschildert. Hierfür wurde die Ich-Perspektive verwendet, die ich als gut passend empfand. Immer wieder aber gibt es hier auch andere Sichtweisen, meist von jemand aus der „Elite“. Hierfür wurde die personale Erzählperspektive verwendet.
Die Handlung beginnt gut. Ich habe mich gut ins Geschehen eingefunden und es kam Spannung auf. Dann aber flaute das Ganze doch merklich ab. Der Mittelteil ist sehr ruhig und zum Teil leider auch recht langwierig gehalten, auch wenn es hier Überraschungen im Geschehen gab. Es war nicht unbedingt langweilig, nur eben sehr träge.
Erst gen Ende zog die Spannung an und ich war hier dann richtig gefesselt. Man darf hier wirklich gespannt sein welche Rolle Adelina in der Gemeinschaft wirklich spielt.
Die Umgebung der Handlung ist klasse beschrieben. Hier hat sich in meinem Kopf ein regelrechtes Kopfkino entwickelt, ich habe es mir richtig gut vorstellen können. Es ist aber alles doch sehr düster, mystisch und geheimnisvoll gehalten.

Das Ende war sehr spannend. Es gipfelt hier alles in einem regelrechten Showdown und letztlich bleibt man als Leser doch gespannt zurück, mit einem Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung macht.


Zusammengefasst gesagt ist „Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche“ von Marie Lu ein Auftakt der mich nicht komplett überzeugen konnte.
Eine Protagonistin, die es mir nicht unbedingt leicht machte mit ihr klarzukommen, der soweit angenehme, bildhafte Stil der Autorin sowie eine Handlung, die klasse beginnt, dann aber leider merklich nachlässt, zum Ende aber wieder an Fahrt gewinnt um dann in einem Showdown zu enden, haben mich ganz gut unterhalten. Ich bin doch gespannt darauf wie es wohl weitergehen wird.
Durchaus lesenswert!



Ich bedanke mich beim Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


Kommentare:

  1. Ich habe erst vor ein paar Tagen die Legend Trilogie von Marie Lu beendet und da hatte ich auch das Gefühl, dass die Spannung in der Mitte nachließ am Ende aber wieder ihren Höhepunkt erreichte.
    Über diese Rezi habe ich mich jetzt richtig gefreut, da mich das Buch schon reizt.
    LG

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  2. Adelina ging mir teilweise auch auf die Nerven :D Genau wie die Flashbacks. Aber das sind meine einzigen Kritikpunkte an dem Buch soweit glaube ich. Und dieser Cliffhanger ey -.-

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