Donnerstag, 2. Februar 2017

Gelesen: "Black Memory" von Janet Clark



-          Broschiert: 384 Seiten
-          Verlag: Heyne Verlag (12. Dezember 2016)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3453418336
-          ISBN-13: 978-3453418332


 

Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.
Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.
Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.
Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.
(Quelle: Heyne Verlag)


Von Janet Clark hatte ich vor diesem Thriller bereits andere Bücher gelesen. Umso neugieriger war ich daher auf „Black Memory“ aus ihrer Feder. Der Klappentext jedenfalls versprach mir sehr spannende Lesestunden.

Claire ist hier die Protagonistin. Ich konnte ihre Emotionen sehr gut nachempfinden. Sie misstraut oder sorgt sich und dabei blieb sie mir immer sympathisch. Claire leidet unter Amnesie und erst ganz langsam kehren ihre Erinnerungen zurück. Ich empfand Claire als stark und sehr intelligent, sie denkt genau nach bevor sie etwas tut. Somit sind ihre Handlungen dann auch entsprechend nachvollziehbar und verständlich.

Auch die anderen Figuren sind soweit gut ausgearbeitet. Bei manch einem hätte ich mir aber gerne noch mehr gewünscht, manche Dinge blieben mir hier leider fremd. Man kann auch nicht auf Anhieb unterscheiden wer hier Gut und wer Böse ist.

Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd. Ich war von Beginn an im Geschehen drin, konnte sehr gut folgen und wurde zum Miträtseln animiert.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Claire. Die Autorin hat hier die Ich-Perspektive verwendet. So fühlt man sich als Leser auf Anhieb mit ihr verbunden, kann ihre Handlungen ganz wunderbar nachvollziehen.
Das Geschehen hat mich von Beginn an gepackt, die Spannungskurve stieg hier stetig an. Hier ist wirklich nichts so wie es scheint. Immer wieder, wenn ich dachte ich wüsste wohin die Reise geht hat Janet Clark eine andere Richtung eingeschlagen. Die eingebrachten Wendungen kamen für mich immer vollkommen überraschend. Erst nach und nach fügten sich hier die Puzzlestücke zusammen, gab es Antworten auf aufkommende Fragen.

Das Ende ist richtig gut gewählt. Es löst alles logisch und nachvollziehbar auf, beantwortet alle Fragen und schließt den Thriller somit gut ab. Einen kleinen Raum für eine Fortsetzung gibt es aber und ich würde mich freuen, wenn es diese gäbe.


Zusammengefasst gesagt ist „Black Memory“ von Janet Clark ein Thriller, der mich von Beginn an begeistern konnte.
Gut gezeichnete Charaktere, bei denen man nicht auf Anhieb unterscheiden kann wer Gut und wer Böse ist, ein fesselnder Stil der Autorin sowie eine Handlung, die spannend gehalten ist und in der ich oftmals auf falsche Fährten gelockt wurde, haben mich wunderbar unterhalten und rundum überzeugt.
Unbedingt lesen!



Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


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