Montag, 6. Februar 2017

Gelesen: "Das Herz des Grafen (Lisbetta 2)" von Tanja Penninger

Achtung:
Dies ist der zweite Teil der Dilogie!
Die Rezension kann Spoiler enthalten!



-          Format: Kindle Edition
-          Dateigröße: 1811 KB
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 379 Seiten
-          Verlag: Dark Diamonds (27. Januar 2017)
-          Sprache: Deutsch


 

**Eine Welt, in der Liebe und Magie alle Grenzen überwinden**
Noch immer kann Lisbetta sich nicht von dem geheimnisvollen Grafen lösen, der so nah und gleichzeitig unerreichbar für sie zu sein scheint. Zu schön ist sein Lachen, das sie in letzter Zeit immer häufiger hervorzubringen vermag. Gemeinsam mit ihm erforscht sie die Ruinen in der Nähe des Anwesens und erfährt mehr über die magische Legende der verstorbenen Grafenfamilie. Nur ihre Herrin Marjan kann ihr dieses Glück einfach nicht gönnen und das obwohl sie ihr Herz längst an einen anderen Mann verloren hat. Doch als dieses und andere Lügengebäude allmählich zusammenbrechen, beginnt sich eine neue Welt zu öffnen, die nicht nur das Schicksal des Grafen, sondern auch das von Lisbetta für immer verändert…
(Quelle: Dark Diamonds)


Nachdem ich bereits Band 1 „Das Spiel des Grafen“ sehr gerne gelesen habe war ich nun gespannt auf „Das Herz des Grafen“, den zweiten Teil der „Lisbetta – Dilogie“ aus der Feder von Tanja Penninger. Das Cover passt sehr gut zu dem des ersten Bandes und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden.

Die Charaktere haben sich merklich weiterentwickelt. Ich konnte sie mir auch hier wieder gut vorstellen und die Handlungen im Großen und Ganzen auch nachvollziehen.
Lisbetta handelt hier in meinen Augen nicht mehr ganz so impulsiv wie noch in Band 1. Sie ist noch immer stark, verhielt sich aber zum Teil so als wäre sie jemand ganz anderes. Ich kam da nicht immer ganz mit, was ich dann doch schade fand.

Auch die anderen Charaktere aus Band 1 sind wieder mit vertreten. Aber auch hier sind zum Teil einschneidende Entwicklungen vollzogen wurde, das man sie nicht unbedingt auf Anhieb wiedererkennt. Sie sind aber dennoch gut vorstellbar von der Autorin beschrieben.

Am Schreibstil der Autorin gibt es nichts zu rütteln. Tanja Penninger schreibt leicht und sehr angenehm lesbar. Es ist hier aber nicht mehr ganz so altertümlich wie noch im ersten Teil.
Das Geschehen an sich hat mich etwas verwirrt. Es passiert hier sehr viel, viel mehr noch als im ersten Band. Es gibt hier einen sehr hohen Fantasyanteil und die Geschehnisse aus Band 1 werden komplett über den Haufen geworfen. Es geht hier sehr rasant zu, die Liebe kommt in meinen Augen doch sehr zu kurz. Man erfährt nicht mehr viel darüber wie es mit Lisbetta und dem Grafen weitergeht. Schade eigentlich, ich hatte gehofft, dass man diese hier weiterverfolgen kann. Dafür aber geht es doch actionreich zu.
Verwirrend sind leider auch die Zeitsprünge, die im Geschehen vorhanden sind. Hier brauchte ich doch Zeit um mich wirklich zurecht zu finden.

Das Ende, hm, hier weiß ich nicht so ganz wie ich es finde. Es wird alles aufgelöst, alle Fragen, egal ob wichtig oder unwichtig, werden geklärt. Aber wirklich mögen tue ich es nicht.


Letztendlich gesagt ist „Das Herz des Grafen (Lisbetta 2)“ von Tanja Penninger eine Fortsetzung, die mich nicht ganz für sich gewinnen konnte.
Charaktere, die bekannt sind und sich merklich weiterentwickeln und ein leicht lesbarer Stil der Autorin stehen einer Handlung gegenüber, die mich mehr verwirrt hat und deren historischer Charme aus Band 1 hier komplett verloren geht, lassen mich zwiegespalten zurück. Die Autorin hat viel probiert, in meinen Augen hats aber nicht ganz gereicht.
Schade!




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