Mittwoch, 1. März 2017

Gelesen: "Und irgendwo ich" von Franziska Fischer



-          Format: Kindle Edition
-          Dateigröße: 893 KB
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 386 Seiten
-          Verlag: Ink Rebels (28. Februar 2017)
-          Sprache: Deutsch



»Du hast mich gefragt, wer auf diesen Fotos du bist. Weißt du das überhaupt selbst?«
Als ich nicht antworte, nickt er nur kurz, dann geht er, und ein kühler Abendwind folgt ihm durch den Garten wie der Schatten einer Erinnerung.
Alle paar Jahre beginnt für Lizzy ein neues Leben, wenn sie mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester in ein anderes Land zieht. Doch als ihre Familie in ein verlassenes Haus nach Deutschland übersiedelt, spürt Lizzy, dass dieses Mal etwas anders ist. Das Haus birgt ein Geheimnis.
Und außerdem ist da noch Merlin, in den sie sich auf keinen Fall verlieben will. Eigentlich.
(Quelle: Ink Rebels)


Die Autorin Franziska Fischer war mir bereits durch einen anderen Roman bekannt. Jetzt ist mit „Und irgendwo ich“ ein neuer Roman aus ihrer Feder erschienen und ich war richtig neugierig darauf was mich hier wohl erwarten würde. Der Klappentext jedenfalls versprach mir, gemeinsam mit dem Cover, schon sehr viel und ich begann gespannt mit dem Lesen.

Lizette oder besser Lizzy, wie sie genannt wird, mochte ich sehr gerne. Sie führt gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester Zoe ein richtiges Vagabundenleben. Sie war eigentlich schon überall und ihr gefällt dieses Leben richtig gut. Nun sind sie in Deutschland und irgendwie ist hier alles anders. Man kann sich als Leser sehr gut in Lizzy hineinversetzen, ihre Art, wie sie sich gibt, es hat was. Sie ist sympathisch und liebenswert. Sie ist zudem sehr intelligent und spricht mehrere Sprachen. Sie wirkte selbstbewusst auf mich und doch fehlt ihr irgendwas.
Auch Lizzys Mutter und Zoe haben mir sehr gut gefallen. Sie halten alle zusammen, Familie geht hier über alles.
Merlin ist der männliche Part der Geschichte. Auch er hat mir wirklich gut gefallen, ist er doch ebenso wunderbar gezeichnet. Wie er und Lizzy miteinander interagieren gefiel mir sehr gut. Er wirkte realistisch und glaubhaft auf mich.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und lässt sich wunderbar leicht und locker lesen. Und dennoch es hat auch etwas Poetisches an sich, ist emotional und mit viel Tiefgang.
Die Handlung selbst ist so richtig schön. Hier ist nichts geschönt, sondern alles wie das echte wahre Leben. Es kommt alles direkt aus dem Herz der Autorin und landet genau da, im Herz der Leser. Franziska Fischer hat es wirklich geschafft sie hat mich von Anfang an gepackt und erst am Ende wieder losgelassen. Ich konnte die Gefühle spüren und sie hallen auch nach dem Lesen noch sehr lange nach. Dabei wirkte auch die Stimmung auf mich sehr echt und authentisch.

Das Ende dieser Geschichte hat mich überzeugt. Es schließt den Roman wunderbar ab und macht ihn einfach rund. So muss das sein, so legt man das Tablet am Ende zufrieden zur Seite.


Zusammengefasst gesagt ist „Und irgendwo ich“ von Franziska Fischer ein Jugendroman, der von Herzen kommt und genau da landet, im Herzen des Lesers.
Authentisch gezeichnete Charaktere, ein leicht und flüssig lesbarer Stil der Autorin sowie eine Handlung, die einfach total klasse ist und in der man die Gefühle und Emotionen genau nachfühlen kann, haben mich wunderbar unterhalten und begeistert.
Unbedingt lesen!



Ich bedanke mich bei der Autorin für das bereitgestellte Vorab - eBook!


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